FLORUM 2026: Fachmesse ist weiter gewachsen

Erneut präsentieren sich die holsteinischen Baumschulen im Rahmen der FLORUM den europäischen Fachkollegen und Kunden. Im Gartenbauzentrum der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein in Ellerhoop, Kreis Pinneberg, fand gestern der Höhepunkt der diesjährigen FLORUM (11. bis 15. August) bereits zum siebten Mal statt.

FLORUM ist auch immer Forum für den Wissenstransfer in der Grünen Branche, in diesem Jahr zu Pflanzenschutz und der Beikrautregulierung im Gartenbau. Foto: Mario J. Wienert, florum.de.

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Die rund 350 Fachbesucher lobten das umfassende Angebot der FLORUM: 35 einladende Baumschule im Pinneberger Baumschulland, ein Fachvortragsprogramm zu aktuellen und spannenden Themen (Forum für Grünes Wissen), 28 Fachaussteller aus der Grünen Branche vor Ort sowie schließlich das FLORUM-Messefest für alle Teilnehmer/innen und Besucher/innen der FLORUM – und das alles ohne Anmeldung und Kosten.

Die FLORUM 2026 wird erneut in Zusammenarbeit mit dem Holsteiner Versuchsnachmitttag der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein (LKSH) ausgerichtet. Veranstalter sind der BdB Schleswig-Holstein e.V. und die LKSH. 

Die Türen der teilnehmenden 35 Baumschulen stehen den Fachbesuchern noch bis zum 15. August offen.

Das Forum für Grünes Wissen (Fachvortragsprogramm) stellte einmal mehr die nachhaltige Baumschulproduktion in den Mittelpunkt: die Zukunft des chemischen Pflanzenschutzes, neue Kultursysteme ohne Ringwurzelbildung sowie die digitale und KI-gestützte Bestandsverwaltung in Baumschulen.

Zukunft des chemischen Pflanzenschutzes in der Baumschule
Elisabeth Götte, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, gab einen Überblick auf die Zulassungssituation von Pflanzenschutzmitteln in Sonderkulturen.

Ringwurzelbildung – gibt es das bessere Kultursystem für Baumschulen?
Dr. Andreas Wrede, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, stellte neue Kultursysteme für Baumschulen vor, mit denen sich die Ringwurzelbildung verhindern lässt.

Digitale und KI-gestützte Bestandsverwaltung in Baumschulen
Dr. Benjamin Schulze, Fa. VIRIDION GmbH, zeigte sowohl theoretisch als auch praktisch, wie sich Gehölzkulturen in Baumschulen dank moderner Technik quasi „im Vorbeifahren“ erfassen und in der EDV weiterverarbeiten lassen.

Technikdemos, Maschinenvorführungen und Führungen durch die aktuellen Versuche im GBZ Ellerhoop ergänzten das Fachprogramm.

VIRIDION GmbH: Baumerkennung, -lokalisierung und -vermessung im Vorbeifahren
Escarda Technologies GmbH: Unkrautbekämpfung mittel KI und Lasertechnik in Möhren
naiture® GmbH & Co. KG: Unkrautbekämpfung mittel KI und Lasertechnik in einem Saatbeet mit Nordmanns-Tannen
Farming Revolution: Farming GT, Autonomes Hacken im Verschulbeet
Führung durch aktuelle Versuche im Gartenbauzentrum (Projekt NaBaum)

28 Zulieferer und Dienstleister der Grünen Branche waren vor Ort als Fachaussteller vertreten. Messeveranstalter Dr. Frank Schoppa moderierte einen Rundgang, bei dem die Fachbesucher/innen über deren aktuelle Produkte and Angebote informiert wurden.

FLORUM-Messefest - networking  mit Holsteiner Klönschnack

Den sommerlichen Ausklang des Messetages bot das FLORUM-Messefest, zu dem FLORUM-Teilnehmer/innen und ihre Gäste herzlich eingeladen waren. Rund 200 Berufskollegen nutzten die Gelegenheit zum Get-Together, networking (Holsteiner Klönschnack) bei kühlen Getränken und Leckerem von Grill.

Zufrieden mit FLORUM-Auftakt

Die Veranstalter der FLORUM, der BdB Schleswig-Holstein und die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, zeigen sich zufrieden mit dem Auftakt.

Dr. Frank Schoppa, Geschäftsführer der FLORUM und Geschäftsführer des Baumschulverbandes auf Landesebene, sagt zu den diesjährigen Erwartungen: „Wir bieten Wissenstransfer und fachlichen Austausch zu aktuellen betrieblichen Herausforderungen und zugleich zeigen unsere Baumschulen ihre Stärken.  Dieser FLORUM-Messemix kommt gut an.“

Dr. Andreas Wrede, Versuchsleiter im Gartenbauzentrum der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, freut sich: „Auch im Bereich Baumschule zeigt sich, dass mit Hilfe von KI viele Dinge machbar erscheinen, die noch vor wenigen Jahren belächelt wurden. Das auch viele Praktiker hoffen, dass KI möglicherweise auch zur nachhaltigen Bewältigung ihrer spezifischen Probleme beitragen kann, zeigt das große Interesse an den Vorträgen und Vorführungen in diesem Jahr.“

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