ekaflor: Zukunftsweisende Jahreshauptversammlung 2015/2016

Auf der Jahreshauptversammlung der ekaflor Einkaufs- und Marketingverbund für Gärtner und Floristen GmbH & Co. KG in Nürnberg stellte Geschäftsführer Gerhard Twiling am 21.09.2016 ein erfolgreiches Geschäftsjahr vor.

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Auf der Jahreshauptversammlung der ekaflor Einkaufs- und Marketingverbund für Gärtner und Floristen GmbH & Co. KG in Nürnberg stellte Geschäftsführer Gerhard Twiling am 21.09.2016 ein erfolgreiches Geschäftsjahr vor: „Die Umsatzentwicklung hielt sich, trotz der großen Veränderungen im Vorjahr, im Berichtsjahr mit einem Gesamtvolumen von rund 32,5 Mio Euro Verrechnungsumsatz auf dem Vorjahresniveau. Erfreulich ist das Umsatzwachstum von 5,2% bei den Bestandsmitgliedern und das außerordentlich hohe Umsatzwachstum von über 30% bei den Mitgliedern in Österreich.“ Er führt dies unter anderem auf die neue strategische Ausrichtung der ekaflor, mehr qualitatives Wachstum zu erzielen, zurück. Es zeige außerdem die hohe Identifikation der Mitglieder mit ihrem Einkaufsverbund. Zur Förderung des hohen Potentials im Nachbarland Österreich wurde ein eigenes Regionalbüro eingerichtet. Die Ansprechpartnerin dort, Theresa Mair, war, bevor sie vor sechs Jahren aus familiären Gründen nach Österreich umzog, die damalige Einkaufsleiterin der ekaflor. Sie kennt daher die Bedürfnisse der Mitglieder sehr gut. Als inländisches Bindeglied zwischen Mitgliedern, Außendienst und Zentrale in Deutschland stärkt sie die engere Vernetzung untereinander. Die Mitglieder in Österreich begrüßten diese Maßnahme. Weitere unternehmensfördernde Maßnahmen werden ausgearbeitet.


Auf der Hauptversammlung wurden alle Anträge angenommen, die Geschäftsführung wurde entlastet. Die GmbH & Co KG übernahm kurz vor der Jahreshauptversammlung die Anteile der Verwaltungsgesellschaft. Die ekaflor ist nun eine Einheitsgesellschaft, somit ist die optimierte Struktur einer Kooperation vorhanden.

Zusammensetzung und Wahl des Aufsichtsrates und eines Kontrollgremiums
Insgesamt hat die ekaflor 10 Aufsichtsräte. Die Aufgaben, Befugnisse und Verantwortung des Aufsichtsrates sind deutlich erweitert. Er kann umfassend die Geschäftspolitik und damit die Ausrichtung der der ekaflor kontrollieren und mitbestimmen. Damit die neuen Aufsichtsräte die teilweise unterschiedlichen Bedürfnisse ihrer Kollegen in verschiedenen Regionen Deutschlands bzw. Österreichs kennen, wurde der regionale Aspekt bei der Kandidatur berücksichtigt.

Das Stimmrecht der Kommanditisten sei nach wie vor jährlich auf der Hauptversammlung wahrnehmbar. Die Anträge werden von der Geschäftsleitung und/oder dem Aufsichtsrat gestellt.

„Transparenz und Offenheit liegen uns sehr am Herzen“, betont Gerhard Twiling“, daher wurde auf der Jahreshauptversammlung auch ein Buchhaltungs-Kontrollgremium gewählt.“ Die Strukturveränderung, die 2015 beschlossen wurde, ist damit vollendet. Die ekaflor hat nun die eindeutige Struktur einer Kooperation bekommen.

Der Blick nach vorne ist positiv
„Die Aussichten für das aktuelle Geschäftsjahr 2016/2017 sind ebenfalls erfreulich. Im ersten Halbjahr war ein Umsatzplus von 3,6% im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr zu verzeichnen, außerdem kamen seit Beginn des Jahres 15 neue Mitglieder dazu“, berichtet Gerhard Twiling. „Wir haben aktuell 421 Mitglieder an über 450 Standorten. Damit bewegt sich die Entwicklung trotz der zwei – aufgrund der Strukturveränderungen und altersbedingten Geschäftsaufgaben – etwas schwächeren Jahre wieder auf dem Niveau der Jahre davor. Ich bin also sehr zuversichtlich, dass sich nun mit der neuen Einheitsgesellschaft und den deutlich erweiterten Beratungs- und Dienstleistungsangeboten die Mitgliederzahlen und damit die Entwicklung der ganzen ekaflor-Gemeinschaft weiter positiv entwickeln werden. Damit sind wir auch künftig in der Lage, jeden einzelnen unserer grünen Betriebe am Markt zu stärken.“

ekaflor kompakt – was den Unternehmer weiterbringt
Nach dem offiziellen Teil der Hauptversammlung hörten die Teilnehmer von Gerhard Twiling etwas über die aktuellen Aktivitäten im Bereich Dienstleitung und Einkaufsaktionen. Das ekaflor-Marketingkonzept 2017 wurde gezeigt – inklusive der praktischen DIY-Marketingbox Web-to-Print, außerdem wurde die Weihnachtsaktion vorgestellt: Die Mitglieder erhalten für unschlagbare 21 Euro eine Weihnachtsgroßfläche für ihre Adventsausstellung. ekaflor sponsert diese Aktion für seine Mitglieder. Ein weiteres Thema war die engere Verknüpfung der Konzepte 1A Garten und 1A Blumen. Gerhard Twiling stellte in dem Zusammenhang die neu erarbeitete Markendefinition von 1A Garten vor. Viele Angebote, die in den 1A-Konzepten entwickelt wurden, wie z. B. das Premiumgemüse-Konzept, können mittlerweile von allen Mitgliedern genutzt werden. Weitere Programmpunkte waren das Bundwarekonzept, die Messeinkäufe und der gebündelte Einkauf.

Der zusätzliche Mehrwert des Nachmittagsprogramms gefiel den Teilnehmern: Rosenbewertung, Workshops und kleine Hausmesse
Am Nachmittag ging es spannend und informativ weiter: Gegen 14:15 Uhr wurden die Ergebnisse der Rosenbewertung von FleuraMetz bekannt gegeben. Die Mitglieder hatten in sämtlichen Pausen Zeit, sich von den unterschiedlichen Qualitäten ein Bild zu machen und sie zu bewerten. Es wurden jeweils sechs Qualitäten von zwei Rosensorten, der Red Naomi und der weißen Avalanche gezeigt. Die Qualitäten waren von A2 (B Qualität) bis S (Super Qualität) zu bestimmen. Das Ergebnis bot viel Gesprächsstoff. Insgesamt gab es große Schwankungen in den Bewertungen. Das zeigt, dass jedes Fachgeschäft die Rosen unterschiedlich bewertet und oftmals die günstigeren Blumen gekauft werden, weil die Gewinnspanne höher ist. Auch wenn dies zu Lasten der Qualität geht. FleuraMetz zeigte außerdem, worauf man beim Einkauf achten muss und gab wertvolle Tipps für den Schnittblumeneinkauf via Internet, zum Beispiel, sich Einkaufhilfen zu schaffen. Eine ist es z. B., sich die produzierenden Gärtner hinter den unterschiedlichen Qualitäten zu merken. Heidrun Kläser, Projektleiterin Category Management und Verkauf bei ekaflor, die die Workshops und die Hausmesse am Nachmittag organisiert hatte, riet den Mitgliedern außerdem: „Nehmen Sie sich am Anfang Zeit zur Einarbeitung. Verschaffen Sie sich einen groben Überblick, das kann das Bestellen deutlich vereinfachen, spart Zeit und Geld.“ Ein weiterer Vorteil beim Online-Kauf: Die Ware ist schon vor Geschäftsbeginn im Haus. Die Floristinnen können direkt mit der Verarbeitung der Ware beginnen.

Neuausrichtung eines Teils der Christmasworld – wie funktioniert die Floradecora
Zwei Mitarbeiterinnen von der Messe Frankfurt / Christmasworld erklärten den Teilnehmern das floristische Konzept zur Floradecora, dem neuen Messeteil der Christmasworld. Sara Kunkel, Marketingleiterin bei ekaflor: „Das Konzept kam gut an, wobei aber die Kritik geäußert wurde, dass auf der Christmasworld natürlich auch die Einkäufer des LEH und anderer Wettbewerber unterwegs sind. Einige Mitglieder befürchteten, es sei für das grüne Fachgeschäft wenig förderlich, wenn die Wettbewerber das gleiche Wissen zu den Produkten, der Warenpräsentation und den Modulen zur Pflanzenbeschaffung erhalten und dann womöglich überall dieselbe Ware mit denselben Angeboten zu sehen sein wird. Auf jeden Fall darf man gespannt sein. Das Konzept, Hartware mit Pflanze zu verbinden – so wie es die Aussteller auf der Christmasworld unter Umständen bereits auf den Ständen zeigen, um ihre Produkte ins rechte Licht zu rücken – finden viele gut.“

Ein weiteres Highlight: Der floristische Workshop mit Tobias Niefenecker
Unter dem Motto „Weniger ist manchmal mehr – floristische Themen für den Alltag“ begeisterte der sympathische Referent Tobias Niefenecker, Gewinner der Bronzemedaille im Bereich Floristik bei den WorldSkills 2015, den Weltmeisterschaften für Auszubildende in Brasilien. Auf der Bühne zauberte er junge Ideen für alltagstaugliche Floristik mit einem optimierten Preis-/ Leistungs-Verhältnis für Herbst und Advent. Er betonte dabei, wie viel die Natur dem Floristen zur Verarbeitung anbietet. Sein früherer Ausbilder, ekaflor-Mitglied Heinz Fehnker, florali die blumenwerkstatt in München, untermalte als Co-Moderator die Bühnenarbeit von Niefenecker mit Interessantem zu den Werkstücken und den Materialien. Er unterstrich dabei, wie wichtig es in der Floristik sei, nicht nur die preislich attraktiven Artikel auf Messen einzukaufen. Mit den kleinen feinen Sachen, die eben nicht überall verfügbar sind, mache man sich unvergleichbar. „Einfach toll“, hörte man nach der spritzigen unterhaltsamen Show sowohl von den Mitgliedern und dem ekaflor-Team als auch von den Partnerlieferanten, die zusahen.

Kleine aber feine ekaflor-Hausmesse in der Nachbarhalle
Neben den Workshops konnten die Teilnehmer auch die Präsentationen von neun beteiligten Partnerlieferanten besichtigen. Sie informierten sich über neue Trends und führten Geschäftsgespräche mit ihren Ansprechpartnern. Attraktive Direkt-Vororderangebote rundeten die Ausstellung ab.

ekaflor-Projektleiterin Heidrun Kläser schildert: „Blickfang in der Mitte der Halle war der Aufbau von Baumschule Diderk Heinje. Heinje setzte die Heide (Calluna ‘Garden Girls‘)in Kombination mit anderen Pflanzen (Kiefern, Wacholder, Gräser, u.v.m.) emotional und landschaftlich gestaltet in Szene. Solche Anregungen für die Verwendung generieren Impulskäufe und können an jedem Standort individuell gestaltet werden.

Rudolf Sterkel vom Heidezüchter Kramer informierte dazu über die Vorteile der Garden Girls und hatte ausreichend Infomaterial dabei.“

Gartenbau Rednitzhembach zeigte einen Palettenaufbau mit saisonaler Ware für den Oktober (Hebe, Mühca, Gaultherien, Skimmien, etc.). Die Präsentation soll die Ware in den Kundenfokus rücken. Außerdem gab es prächtige Callunen-Kombi-Töpfe in tollen Farben und Calluna ‘Beauty Ladies‘ in verschiedenen Sorten und Größen zu sehen. Den Teilnehmern gefielen außerdem attraktiv bepflanzte Schalen mit mehreren Sorten die erfolgreiche ‘High Five‘ und die Calluna ‘Skyline‘, die nicht blüht, aber durch ihren Wuchs Akzente setzt. Die neue Serie Casa Calluna, Heide für die Wohnung, hält bis Weihnachten die Farbe.

Der neue Lieferant Wiedemann Kerzen stellte seine Kerzen vor, gerade für die bevorstehende Adventszeit noch einmal eine gute Gelegenheit, seinen Bedarf zu decken oder die bereits erfolgte Bestellung aufzurüsten.

Braun Chrysal baute sein Sortiment auf zwei Regalmetern und mit neuen, attraktiven Verpackungen auf. „Sie wirken frischer, moderner und auffälliger. Damit fallen sie dem Kunden direkt ins Auge“, befindet Heidrun Kläser.

Hakbijl Glass zeigte auf drei Regaleinheiten seine Glas-Schnelldreher. Attraktives aus durchsichtigem und farbigem Glas, das vor der Holzrückwand von Ladenbau König optisch perfekt in Szene gesetzt wurde.

Ebenfalls auf drei Regaleinheiten offerierte Edelman B.V. seine schnelldrehenden Sortimente, interessante Artikel, die sich von denen anderer Mitbewerber gut abheben.

Aktuell für die herbstliche Bepflanzung in Kombination mit Heide und Beerentragenden Gehölzen sowie Gräsern war Korbwaren Krenz mit einer Auswahl an Körben und Pflanzringen vertreten.

Das Tegometallregal mit verschiedenen Elementen war von Ladenbau König. Die Regalwand und besonders die Holzrückwand stießen auf großes Interesse. Die Holzwand ist für bestehende Tegometallregale nachrüstbar. Ein Angebot für das Regal und die Holzrückwand wird in einem der nächsten Newsletter abgedruckt werden.

Die Schweizer Fotografin Martina Issler von Bildreich-Karten erfreute die Mitglieder mit Mustern ihrer außergewöhnlichen Glückwunsch-, Trauer und Weihnachtskarten und Schweizer Schokolade. 

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