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DFHV: Stellungnahme zu Perchlorat bei Obst und Gemüse
Der NDR hat am 16. Juni 2013 als Vorberichterstattung zur markt-Sendung eine ausführliche Pressemeldung zum Thema "Perchlorat" veröffentlicht. Als Ergebnis von 17 ausgewählten Proben wird dort festgehalten: "In fast jeder Probe hat das Labor Perchlorat gefunden. In drei Proben waren weit mehr als die vom Bundesinstitut für Risikobewertung empfohlene Höchstmenge enthalten".
Wir möchten diese Ergebnisse nicht in Frage stellen, allerdings überrascht uns dieses Resultat doch sehr. Wie der NDR selbst schreibt, hat die Wirtschaft umfangreiche Untersuchungen vorgenommen. Dabei ergibt sich nach unseren Erkenntnissen auf der Grundlage von über 1.000 Proben folgendes Bild:
- Bei 40% der Proben lässt sich Perchlorat nachweisen, in der Regel in minimalsten Spuren knapp über der analytischen Nachweisgrenze.
- Bei etwa 10% sind die Gehalte leicht erhöht, sodass die Konzentrationen eventuell auf eine besondere Eintragsquelle schließen lassen (z.B. durch Dünger mit erhöhtem Perchloratgehalt).
- Bei rund 1 % der Proben finden wir bislang eine Überschreitung der vom BfR empfohlenen Höchstgehalte (d.h. bevor entdeckt wurde, dass Dünger eine maßgebliche Eintragsquelle sein kann). Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Wirtschaft sich gemeinsam mit den deutschen Behörden auf sehr strenge Beurteilungskriterien geeinigt hat. Würde man die Kalkulationsmethode der EU für Kontaminaten heranziehen, so wäre nicht ein einziger Signalwert überschritten gewesen.
Bei zukünftigen Proben erwarten wir ohnehin signifikant geringere Perchloratgehalte, weil unsere Mitgliedsunternehmen die Erzeuger weltweit aufgefordert haben, ihren Dünger auf Perchlorat zu kontrollieren, wenn sie weiter den deutschen Markt beliefern wollen.
Die Bundesregierung ist zudem aufgefordert, für das Problem der Düngemittelzulassung und -anwendung in der Brüssel eine EU-weite Kontrollregelung zu finden. Nur so können wir die Ursachen solcher Probleme am schnellsten lösen. (DFHV)

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