DBV: 10 Jahre F.R.A.N.Z.-Projekt

#FRANZBotschaften – Gemeinsam für mehr Vielfalt in der Agrarlandschaft mit neuen Impulsen für die Weiterentwicklung der GAP-Reform.

Die Ergebnisse des F.R.A.N.Z.-Projektes zeigen, dass Naturschutzmaßnahmen langfristig im nötigen Umfang nur etabliert werden können, wenn die Rahmenbedingungen verlässlich sind.

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Das F.R.A.N.Z.-Projekt (Für Ressourcen, Agrarwirtschaft & Naturschutz mit Zukunft) präsentiert sich auch im Jahr 2026, im zehnten und finalen Projektjahr, auf der Grünen Woche in Berlin. Besucher*innen sind eingeladen, sich über die vielfältigen Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität in der Agrarlandschaft zu informieren und mit Projektpartner*innen aus ganz Deutschland ins Gespräch zu kommen. Ziel ist es, der Öffentlichkeit und insbesondere der landwirtschaftlichen Praxis zu zeigen, wie durch gezielte Biodiversitätsmaßnahmen Habitate geschaffen und Zielarten wie Feldvögel oder Pflanzen geschützt und gefördert werden können. Die Messe dient als wichtige Plattform für den Austausch mit Praktiker*innen, politischen Entscheidungsträgern und Interessierten aus Landwirtschaft, Naturschutz und Gesellschaft.

Ein zentrales Thema auf der Grünen Woche 2026 sind die Herausforderungen für Biodiversität und Landwirtschaft im Kontext der anstehenden Reform der EU-Agrarförderung für die Zeit ab 2028. Als direkte Antwort auf die befürchteten Auswirkungen der Kommissionsvorschläge zur GAP-Reform erarbeitet die F.R.A.N.Z.-Begleitforschung derzeit eine konkrete Publikation, die zur Frühjahrs-Agrarministerkonferenz veröffentlicht wird. Darin wird der Mittelbedarf abgeschätzt, der für eine bundesweite Umsetzung der im F.R.A.N.Z.-Projekt getesteten Biodiversitätsmaßnahmen, und somit für eine erfolgreiche Skalierung des F.R.A.N.Z.-Projektes erforderlich ist.

Die Ergebnisse des F.R.A.N.Z.-Projektes und eine Vielzahl weiterer Forschungsvorhaben zeigen, dass Naturschutzmaßnahmen langfristig im nötigen Umfang nur etabliert werden können, wenn die Rahmenbedingungen verlässlich sind. Dazu gehört insbesondere die finanzielle Planungssicherheit bei den Maßnahmen. Daneben tragen praxisgerechte Auflagen und eine zielgerichtete Beratung entscheidend zur Umsetzung in der Breite der Landwirtschaft bei.

Seit neun Jahren steht das F.R.A.N.Z.-Projekt im engen Austausch mit der Politik. Dabei werden Impulse zur Ausgestaltung insbesondere der 2. Säule an die politischen Entscheidungsträger herangetragen. Zu den Erfolgen zählen eine Vielzahl an Follow-up-Projekten sowie die Übernahme einzelner F.R.A.N.Z.-Maßnahmen in die Landesprogramme der Bundesländer.

Die sozio-ökonomische Begleitforschung zeigt, dass Landwirt*innen motiviert sind, Biodiversitätsmaßnahmen umzusetzen – vorausgesetzt, es gibt verlässliche Rahmenbedingungen, betriebsindividuelle Flexibilität innerhalb klarer naturschutzfachlicher Leitplanken und eine faire Finanzierung, damit diese Maßnahmen langfristig und wirtschaftlich tragfähig sind.

Im zehnten Abschlussjahr stehen die Erkenntnisse der Projektpartner im Mittelpunkt. Unter dem Hashtag #FRANZBotschaften berichten Landwirte, Berater*innen und Forschende aus dem F.R.A.N.Z.-Netzwerk aus erster Hand von Erfolgen, Herausforderungen und ihren Motiven, Biodiversität in die Fruchtfolge zu integrieren. Dies macht deutlich, wie wichtig der Dialog auf Augenhöhe und eine gute Beratung für die Akzeptanz und Wirksamkeit von Biodiversitätsmaßnahmen sind – sowohl ökologisch als auch sozio-ökonomisch. Das Projekt zeigt, dass Naturschutz in der Agrarlandschaft nicht nur Artenvielfalt fördert, sondern auch gesellschaftliche Wertschätzung und Perspektiven für die Landwirtschaft schafft.

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