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Cannabis-Anbauvereinigungen: Ministerin Staudte übergibt 100. Bescheid
Jetzt hat die Landwirtschaftsministerin den 100. Erlaubnisbescheid Niedersachsens an die Cannabis-Anbauvereinigung „The Cherry e.V." im Landkreis Göttingen übergeben. Damit haben sich in Niedersachsen in 36 von 45 Landkreisen, kreisfreien Städten bzw. der Region Hannover Anbauvereinigungen etabliert.
Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte: „Niedersachsen macht vor, wie das Konsumcannabisgesetz des Bundes rechtssicher umgesetzt wird. Mit der 100. Anbauvereinigung haben wir im Vergleich zu Bundesländern wie Bayern mit nur 9 Anbauvereinigungen die Verfügbarkeit von legalem und kontrolliertem Cannabis erhöht und bieten, wenn auch auf niedrigem Gesamtniveau, nahezu flächendeckend eine Alternative zum Schwarzmarkt. Der Evaluationsbericht im Auftrag der Bundesregierung hatte eine stärkere Unterstützung der Anbauvereinigungen als legaler Bezugsquelle gefordert. Der kontinuierliche Anstieg der genehmigten Anbauvereinigungen in Niedersachsen konnte nur durch den kooperativen, sachorientierten Austausch zwischen Behörden und den ehrenamtlichen Vorständen der Cannabis-Anbauvereinigungen geschafft werden. Die im Bundesvergleich hohe Zahl der Anbauvereinigungen zeigt, dass die neuen Regelungen in Niedersachsen inzwischen in der Praxis angekommen sind und die Verfahren verlässlich umgesetzt werden. Mein besonderer Dank gilt dabei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten eine hervorragende, sachorientierte Arbeit. Die Genehmigung und Kontrolle der Anbauvereinigungen sind bei Ihnen in guten Händen.
Bei meinen Besuchen verschiedener Anbauvereinigungen habe ich feststellen können, dass die ehrenamtlichen Vorstände mit großem Verantwortungsbewusstsein tätig sind, um sichereren Konsum zu ermöglichen. Oft ist eine große Motivation, keine kriminellen Strukturen mehr mit dem Konsum unterstützen zu wollen. Die Menschen, auf die ich treffe, kommen aus der Mitte unserer Gesellschaft und sind in den verschiedensten Berufen tätig, aus den sie die unterschiedlichsten Erfahrungen mitbringen. Das Thema Suchtprävention und die Kooperation mit Beratungsstellen wird sehr ernst genommen. Davon kann man beim Thema Alkohol im Supermarkt nur träumen."

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