Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau 2006“

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Start frei für den Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau 2006“: Am 24. Juni beginnt die Suche nach den besten Kleingartenanlagen in Deutschland. Insgesamt 51 Kleingärtnervereine aus 48 Städten und Gemeinden haben sich für die Endrunde qualifiziert und stellen sich nun dem Urteil der Jury. Ausgezeichnet werden Vereine, die einen herausragenden Beitrag leisten für eine lebenswerte, soziale, naturnahe Stadt. Ausrichter sind der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. (BDG) und das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Der Wettbewerb findet zum 21. Mal statt.

 

Engagement über den Gartenzaun hinweg

„Der Bundeswettbewerb belegt auf eindrucksvolle Weise, in welch vielfältiger Weise sich Kleingärtnervereine für ihre Region, für ihre Stadt engagieren“, sagte BDG-Präsident Ingo Kleist zum Auftakt der Endrunde. Die Finalisten stünden dabei stellvertretend für Ideenreichtum, Tatkraft und Verantwortungsbewusstsein ungezählter Kleingärtnerinnen und Kleingärtner. Qualifiziert für die Endrunde hat sich unter anderem der Kleingärtnerverein „Fuchsberg“ aus Bremen mit einer Kunstaktion für benachteiligte Schüler. Die Kinder und Jugendlichen wurden eingeladen, eigene Skulpturen in den Kleingärten aufzustellen. Diese „Freiluft-Galerie im Grünen“ hat sich zum beliebten Treffpunkt in einem schwierigen Stadtviertel entwickelt.

 

Den besonderen Bedürfnissen älterer Menschen hat sich der Kleingärtnerverein „Neue Niers“ aus Mönchengladbach angenommen. Aus der Erfahrung, dass viele Senioren gerne einen Kleingarten hätten, die damit verbundene Arbeit aber oft nicht mehr schaffen, wurde die Idee des „Optionsgartens“ geboren – mit kleineren, seniorengerecht gestalteten Parzellen. Damit verbunden ist ein einzigartiges Betreuungsangebot: Die Pächter der „Optionsgärten“ sind nicht nur von der üblichen Gemeinschaftsarbeit befreit – sie haben vielmehr ein Recht darauf, dass Ihnen die jüngeren Kleingärtner bei der Gartenarbeit zur Hand gehen. Alle Finalisten werden in den kommenden Wochen von einer siebenköpfigen Fachjury unter die Lupe genommen. Die Bewerter beginnen ihre Besichtigung am 24. Juni in Berlin. Danach führt ihre Reise bis einschließlich 14. Juli kreuz und quer durch die Republik. Stationen sind unter anderem Magdeburg, Kassel, Hannover, Rostock, Hamburg, Bremen, Leverkusen, Saarbrücken, Frankfurt, Karlsruhe, Stuttgart, Nürnberg, Gera, Zwickau und Cottbus.

 

Hintergrund

Der Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau“ ist Deutschlands wichtigster Ideenwettbewerb zur urbanen Gartenkultur – und eine Art deutsche Meisterschaft der 15.200 Kleingärtnervereine. Der Wettbewerb wurde 1951 ins Leben gerufen, um besondere städtebauliche, ökologische, gartenkulturelle und soziale Leistungen zu würdigen, mit denen Kleingärtnervereine über die Grenzen der Kleingartenanlage hinaus positive Impulse in das Wohnumfeld aussenden. Für die Endrunde qualifiziert sind die Gewinner der Landesvorauswahlen.

 

Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V (BDG) ist der Dachverband der Kleingärtnerinnen und Kleingärtner. Er vertritt die Interessen von bundesweit 4 Mio. Gartenfreunden. (bdg)

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