- Startseite
- BuGG: Gebäudebegrünungsbranche trotzt sc...
BuGG: Gebäudebegrünungsbranche trotzt schwacher Baukonjunktur
Ein zentrales Ergebnis des Reports: Innerhalb der schlechten wirtschaftlichen Lage kann sich die Gebäudebegrünungsbranche behaupten. Dach- und Fassadenbegrünungen legen flächenmäßig zu. Auch der Bereich Innenraumbegrünung setzt sich durch.
Trotz der anhaltend schwachen Baukonjunktur verzeichneten im Jahr 2025 sowohl Dach- als auch Fassadenbegrünungen spürbare Flächenzuwächse. 2025 wurden in Deutschland rund 9.200.000 Quadratmeter Dachfläche (extensiv und intensiv) neu begrünt – ein Zuwachs von 2,6% im Vergleich zum Jahr 2024. Auch das Verhältnis der Dachbegrünung zur im gleichen Zeitraum abgedichteten Flachdachfläche verbesserte sich zu Gunsten der Begrünung von 12,8% auf 13,7%. Der BuGG betont, dass hier noch viel Luft nach oben ist, da im Umkehrschluss 86,3% aller neuen Flachdächer unbegrünt bleiben.
Besonders dynamisch entwickelte sich die Fassadenbegrünung: Mit einem Plus von 22,6% wurden im Jahr 2025 etwa 168.000 Quadratmeter Fassadenfläche (boden- und wandgebunden) neu realisiert. Das entspricht einer Steigerung von rund 31.000 Quadratmetern gegenüber 2024. Die wandgebundenen Fassadenbegrünungen nehmen dabei eine Flächengröße von etwa 33.028 m² ein. Bei den bodengebundenen Fassadenbegrünungen mit Kletterhilfen sind es etwa 135.000 Quadratmeter. Das Verhältnis bodengebundener Fassadenbegrünungen mit Kletterhilfen zu wandgebundener Fassadenbegrünungen ist mit 80:20 wie in 2024.
Erste Marktdaten zur Innenraumbegrünung
Mit dem neuen Marktreport liegen nun erstmals Daten zur Innenraumbegrünung vor. Auch dieser Bereich setzt sich trotz gestiegener Kosten und Fachkräftemangel durch. Mittels Online-Umfrage im Spätsommer 2026 konnten erste, noch nicht repräsentative Einblicke in den Markt gewonnen werden. Die teilnehmenden Betriebe gaben für das Jahr 2025 unter anderem 255 Wandbegrünungen (635 m² lebendes Grün, 761 m² Moos), 73 Pflanzbeete (757,5 m²) sowie über 9.000 Pflanzgefäße in Hydro- und Semikultur an. Die Erhebung bildet den Auftakt für eine kontinuierliche Marktbeobachtung.
Ein bedeutender Bestandteil des „BuGG-Marktreports Gebäudegrün 2026“ bleibt die aktualisierte Übersicht kommunaler Förderinstrumente. Sie zeigt, welche Städte Dach- und Fassadenbegrünungen direkt oder indirekt finanziell unterstützen. Immer mehr Städte erkennen die Vorteile von Gebäudebegrünung und fördern diese verstärkt. Dies zeigt der Vergleich der Ergebnisse der BuGG-Recherchen 2026 zu den Vorjahren. 56% bzw. 54% der Städte mit mehr als 50.000 Einwohnenden fördern Dach- bzw. Fassadenbegrünung über finanzielle Zuschüsse (Förderprogramme). Sowohl für Gründächer als auch für Grünfassaden ist der Anteil im Vergleich zu 2025 (Dach: 55%, Fassade: 54%) etwa gleich geblieben.
Das Branchenverzeichnis bietet einen zusätzlichen Service im Marktreport. Es umfasst im Report 2026 etwa 70 Unternehmen und Verbände mit ihren Dienstleistungen sowie Produkt- und Systemlösungen.
Format-Premiere: kompakter „Fokus“
Um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Leserschaft gerecht zu werden, erscheint der „BuGG-Marktreport Gebäudegrün 2026“ in diesem Jahr zum ersten Mal in zwei Varianten: die Vollversion – mit allen aktuellen Zahlen zum Gebäudebegrünungsmarkt – und der neue „Fokus“, eine prägnante Kurzfassung, die einen schnellen und gezielten Überblick über die Kernzahlen und wichtigsten Fakten bietet.





Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.