Buchsbaumsterben: Gefahr an feuchtwarmen Tagen

Cylindrocladium buxicola ist bösartiger, als es klingt. Der Pilz verursacht besonders bei feuchtwarmer Witterung im Sommer erhebliche Schäden an Buchsbäumen.

Buchsbaumsterben durch Cylindrocladium buxicola. Bild: GABOT.

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Damit es nicht zum gefürchteten Buchsbaumsterben kommt, ist eine frühzeitige Kontrolle genauso wichtig wie gezielte Schutzmaßnahmen, die in den Entwicklungskreislauf der Erreger eingreifen.

Buchsbaumfloh, Spinn- und Gallmilben, Buchsbaumzünsler: Die beliebten Ziersträucher stehen mittlerweile unter massivem Druck durch tierische und pilzliche Erreger. Am gefährlichsten ist jedoch die die Buchsbaum-Blattfallkrankheit, auch als Buchsbaumsterben bezeichnet. Verantwortlich dafür ist der Pilz Cylindrocladium buxicola. Temperaturen zwischen 20 und 25 °C und hohe Feuchtigkeit begünstigen sein Auftreten. Dann reichen bereits fünf Stunden Blattnässe aus, damit der Pilz in die Kutikula eindringt. Über Spritzwasser werden sehr schnell benachbarte Pflanzen infiziert, die nach kurzer Zeit absterben. Zudem bildet der Pilz mikroskopische Dauersporen (Chlamydosporen), die vom Boden aus oder von nicht sorgfältig gereinigten Schnittwerkzeugen über mehrere Jahre immer wieder infizieren können.

Das Schadbild

Im Anfangsstadium weisen die Blätter braune Flecken auf. Mit fortschreitender Krankheit zeigen sie einen weißen Belag auf der Unterseite. Zudem bilden sich auf den Trieben gut erkennbare schwarze Längsstreifen. Die Blätter fallen schließlich ab, die Triebe vertrocknen. Resistente Buchsbaumsorten sind nicht bekannt. Betroffen sind jedoch vor allem „Suffruticosa“, „Morris Midget“ und „Blauer Heinz“.

Weniger anfällig zeigen sich „Arborescens“, „Faulkner“ und mit Abstrichen „Herrenhausen“.

Die Bekämpfung

Einmal erkrankte Sträucher sind kaum zu retten. Daher kommt der Vorbeugung eine große Bedeutung zu. Diese fünf Punkte sollten besonders beachtet werden:

• Weniger anfällige Sorten wählen, Eingangskontrollen durchführen. Im Zweifelsfall eine Pflanzenprobe an ein Diagnoselabor schicken.

• Auf einen geeigneten Standort achten. Die Lage sollte windoffen, sonnig, nicht zu feucht sein.

• In der Produktion die Bewässerung generell frühmorgens und direkt an der Wurzel vornehmen (Matten-, Anstau- oder Tropfbewässerung).

•Regelmäßige Düngung mit Azet Profi BaumDünger und Bodenpflege mit dem Profi Vital BodenAktivator unterstützt die Widerstandskraft. Wenn es im öffentlichen Grün möglich ist, Buchsbäume vorbeugend mit einem hierfür zugelassenen Fungizid behandeln. Wenn Befall droht, alle 14 Tage spritzen. Während trockener Perioden die Zeitspanne erhöhen.

Sind die Pflanzen bereits deutlich erkrankt, sollten sie gemeinsam mit abgefallenen Blättern verbrannt werden. Auch die oberste Erdschicht ist zu entfernen. Wichtig: alle Geräte und Werkzeuge sowie Schuhe und Hände nach Abschluss der Arbeiten an erkrankten Pflanzen gründlich reinigen und desinfizieren.

Weitere Infos online unter www.progema.de. 

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