BLE: Netzwerk genetischer Erhaltungsgebiete gegründet

Die wilde Verwandtschaft von Sellerie in ihrem natürlichen Lebensraum erhalten: Erstes Netzwerk genetischer Erhaltungsgebiete steht.

Übergabe Gründungsurkunden an (v. l.): Dr. Iris Barckhausen (Entenfang bei Celle), Dr. Thomas Hövelmann von der NABU-Naturschutzstation Münsterland (für NSG Venne), Maria John von der Stiftung Umwelt- und Naturschutz M.-V. (für Großer Schwerin/Müritz); Rene Riep vom NABU Regionalverband Westhavelland e. V. (Hohennauener See); Sascha Ritter vom „Grüne Umwelt e. V.“ sowie Dr. Anne Hochbach von Untere Naturschutzbehörde des LK Börde (beide für Sülldorf/Sa.-Anh.) © S. Hahn/JKI

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Wildsellerie, Wildrebe, Wildobst – in Deutschland wachsen viele Wildpflanzenarten, die nicht nur für den Naturschutz, sondern auch für die Landwirtschaft und Ernährung Bedeutung haben. Diese genetischen Ressourcen enthalten Eigenschaften, die als Genreservoir für die züchterische Anpassung von Kulturpflanzen und damit für die Sicherung der Welternährung wichtig sind.

Am 4. und 5. Juni 2019 veranstaltete das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gemeinsam mit der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), dem Julius-Kühn-Institut (JKI), dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) sowie weiteren Partnern die Fachtagung „Genetische Erhaltungsgebiete für Wildpflanzen für Ernährung und Landwirtschaft – ein neues Modul zur Stärkung des Artenschutzes” in Quedlinburg.

Die Fachtagung war der Startschuss für das erste bundesweite Netzwerk genetischer Erhaltungsgebiete für Wildsellerie. Damit nimmt Deutschland eine Vorreiterrolle in Europa ein. Für die Einrichtung der ersten fünf genetischen Erhaltungsgebiete wurden die Urkunden im feierlichen Rahmen an die Betreuer der fünf Gebiete übergeben.

Bis zum Projektende im November 2019 sollen 40 weitere Erhaltungsgebiete für Wildsellerie eingerichtet sein, um so die innerartliche Vielfalt zu bewahren. Die Pflege übernehmen zum Teil engagierte Gruppen und Einzelpersonen vor Ort. (BLE)

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