BGL: Arbeitsgruppe „Grünflächenmanagement“

Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) richtet seinen Fokus nunmehr noch gezielter auf das Thema „Grünflächenmanagement“.Dazu hob der BGL eigens eine neue Arbeitsgruppe „Grünflächenmanagement“ aus der Taufe. Sie soll künftig dazu beitragen, die Garten- und Landschaftsbau-Betriebe noch stärker als Anbieter für optimale Lösungen rund um das Grünflächenmanagement ins Gespräch zu bringen. Ziel ist es, den hart umkämpften Markt in Sachen Grünflächenmanagement auszuschöpfen und den GaLaBau-Unternehmen ihren Anteil daran zu sichern.

 

Die Garten- und Landschaftsexperten bieten einen umfassenden Service rund um die Grünflächen. „Garten- und Landschaftsbauer sind Dienstleister für alles, was draußen zu tun ist – von der klassischen Grünflächenpflege über die Graureinigung und den Winterdienst bis hin zu Aufgaben der Verkehrssicherungspflicht“, erläuterte BGL-Vizepräsident Hanns-Jürgen Redeker bei einem Treffen der neuen Arbeitsgruppe im Haus der Landschaft in Bad Honnef. Er betonte: „Die GaLaBau-Unternehmen bieten im Bereich des Grünflächenmanagements insbesondere auch für den gewerblichen Wohnungsmarkt und für die Industrie Lösungen mit optimaler Transparenz.“

 

Moderiert von Dr. Karl-Heinz Sebastian, SKP Bonn, hatten die Teilnehmer die weitere Strategie des Berufsstandes mit Blick auf das Grünflächenmanagement diskutiert. Denn auf dem Markt herrscht ein starker Verdrängungswettbewerb. Alte Strukturen befinden sich im Umbruch. Eine neue Herausforderung ist das zunehmende prozessorientierte Denken. „Dieser Herausforderung wollen sich die Garten- und Landschaftsexperten stellen und die Marktchancen noch besser nutzen“, so BGL-Vizepräsident Hanns-Jürgen Redeker.

 

Abgerundet wurde das Treffen der Arbeitsgruppe durch einen Vortrag des Zentralbereichsleiters Konzernimmobilien der Deutschen Post AG, Rainer Heinrich Küpper, zum Thema „Auftragsvergabe von Grünflächenpflege der Deutschen Post AG“. Küpper zeigte auf, die Deutsche Post AG besitze in Deutschland rund 10.500 Standorte mit insgesamt 13 Mio. Quadratmetern Fläche. Das Grünflächenmanagement mache allerdings nur einen Bruchteil (im Promille-Bereich) des Budgets aus. Es sei unter dem Mantel des gesamten Facility-Managements angesiedelt.

 

Eine erschreckende Entwicklung für den GaLaBau: Seit der Privatisierung strebe die Deutsche Post AG nach einer Kostenoptimierung und nutze diese Potenziale konsequent. Die Zahl der Lieferanten werde von 180 auf 15 reduziert, die Pflegegänge an den Objekten würden auf maximal 1 bis 2 pro Jahr verringert. Am Beispiel des Winterdienstes diskutierte die neue BGL-Arbeitsgruppe „Grünflächenmanagement“ vor allem die Frage, wie weit der Druck auf die Kostenbremse die Qualität beeinträchtige und damit letztlich auch die Verkehrssicherheit gefährdet werde. Fazit: „Wenn zum ersten Mal ein Frachtzentrum wegen Glatteises oder Schnee nicht ausliefern kann, wird sich zeigen, dass nicht immer der billigste auch der günstigste Anbieter sein muss!“ (BGL)

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