BayWa: Großinvestition in Kressbronn

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Rund 8,5 Mio. Euro investiert die BayWa AG in den Obstgroßmarkt in Kressbronn und setzt damit ein Signal für die Bedeutung des Obstgeschäftes in der Region.Grund für die Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum, Friedlinde Gurr-Hirsch, sich zusammen mit dem Leitenden Ministerialrat Hartmut Reichl ein Bild vor Ort zu machen. Bei einem Informationsbesuch am 2. November verschafften sie sich nicht nur Einblicke in die konkreten Planungen der BayWa für den Standort, sondern erörterten auch künftige Perspektiven des Obstgeschäftes. Gesprächspartner auf BayWa-Seite waren die beiden Vorstände Dr. Josef Krapf und Günther Hönnige sowie Dietmar Bahler, zuständig für die Sparte Obst im Unternehmen, und Maximilian Stohr, der den Obstgroßmarkt in Kressbronn leitet. „Mit dieser Investition sichert die BayWa nicht nur die eigene Leistungs- und Konkurrenzfähigkeit ihres Obstgeschäftes, sondern gibt darüber hinaus wesentliche Impulse für eine positive Entwicklung der Obstproduktion in den Regionen Bodensee und Neckar, sagte Dr. Krapf, der in der BayWa-Spitze den Obstbereich verantwortet.

 

Obst wichtiges Geschäftsfeld

 

Die letzte größere Investition in den Obstgroßmarkt liegt 3 Jahre zurück. Damals waren es rund 4,5 Mio. Euro, mit denen die WLZ Raiffeisen AG die Leistung für die Obstvermarktung in Kressbronn bündelte. Im Jahr 2003 fusionierte die WLZ mit der BayWa. Seitdem läuft das WLZ-Obstgeschäft als eigenständige Sparte im Münchner Handels- und Dienstleistungskonzern weiter. „Mit den jetzt genehmigten 8,5 Mio. Euro stärkt die BayWa den Standort Kressbronn noch weiter. Nach Abschluss der Erweiterung wird Kressbronn die größte und leistungsfähigste Anlage Deutschlands auf neuestem technischen Stand besitzen“, erläuterte Dr. Krapf die Planungen. Das Obstgeschäft bleibe auch unter BayWa-Regie ein wichtiges Geschäftsfeld, dafür spreche allein schon die Investition.

 

Höchste Anforderungen

 

Konkret ist in Kressbronn eine Erweiterung an der Westseite des Obstgroßmarktes geplant. Hier entsteht eine 5.000 Quadratmeter große Halle, in der die neue Sortieranlage sowie ein Kühllager für rund 1.000 Tonnen Kernobst Platz finden werden. Zusätzlich werden noch sechs Ladedocks mit ausreichend Raum für die Be- und Entladung der LKWs gebaut. Herzstück der Investition ist die Sortieranlage, die eine hohe Leistungskapazität bei maximaler Schonung der Früchte gewährleistet. „Die neue Anlage erfüllt aber nicht nur die Anforderungen an eine schonende Behandlung des Lebensmittels, sondern ebenso alle Kriterien der Qualitätssicherung und Rückverfolgbarkeit“, erklärte Maximilian Stohr bei der Betriebsbesichtigung. Damit könne die Sparte Obst die gestiegenen Erwartungen beim Lebensmitteleinzelhandel zuverlässig erfüllen.

 

Zahlen im Plan

 

Die Sparte Obst der BayWa AG rechnet für das laufende Jahr bei einer insgesamt zufrieden stellenden Ernte mit einem Umsatz von rund 50 Mio. Euro. Alles in allem werden nach Abschluss der Ernte etwa 84.000 Tonnen Obst als Vermarktungsmenge zur Verfügung stehen. Davon stellt Tafelkernobst mit 60.000 Tonnen den größten Posten. Die BayWa ist mit dem von der WLZ übernommenen Obstgeschäft der führende Anbieter von deutschem Tafelkernobst für den Lebensmitteleinzelhandel. Im Streuobstgeschäft unterhält die BayWa als einziges Unternehmen ein flächendeckendes Netz zur Erfassung – ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der landschaftsprägenden Streuobstwiesen, wie die Gesprächspartner in Kressbronn feststellten. (baywa)

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