Bayer: Partnerschaft mit Ginkgo Bioworks

Bayer und Ginkgo Bioworks schließen Partnerschaft für Agrar-Biologika und entwickeln Technologieplattformen von Joyn Bio weiter.

Das Bayer-Kreuz bei Nacht. Bild: Bayer AG.

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Bayer kündigt eine strategische Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Biotech-Unternehmen Ginkgo Bioworks an. Ginkgo Bioworks übernimmt hierfür die Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen für landwirtschaftliche Biologika von Bayer in West Sacramento sowie die entsprechende Wirkstoffforschungs- und Lead-Optimierungsplattform. Im Zuge dessen wird Bayer unter anderem Zugriff auf die Technologien zur Stickstofffixierung des Joint Ventures Joyn Bio erhalten. Ginkgo Bioworks wird damit langjähriger strategischer Partner von Bayer bei der Entwicklung biologischer Lösungen, etwa zur Stickstoffoptimierung oder Kohlenstoffbindung und für neuartige Ansätze im Pflanzenschutz. Vorbehaltlich abschließender Vertragsverhandlungen und der Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörden soll die geplante Transaktion bis Ende 2022 abgeschlossen sein. Das 2017 von Leaps by Bayer und Ginkgo Bioworks gegründete Joint Venture Joyn Bio kommt damit zu einem erfolgreichen Abschluss.

Durch die Transaktion möchte Bayer seine führende Stellung bei den Biologika ausbauen, den Zugang zu Schlüsseltechnologien in der synthetischen Biologie stärken und seine Rolle als bevorzugter Forschungs-, Entwicklungs- und Vertriebspartner im Biologika-Segment aufrechterhalten.

„Unsere Anstrengungen im schnell wachsenden Biologika-Segment sind ein wichtiger Bestandteil unseres Nachhaltigkeitsengagements. Dadurch bieten wir unseren Kunden effektive, klimafreundliche Produkte, wie etwa Technologien zur Stickstofffixierung und -optimierung“, sagt Bob Reiter, Leiter Forschung und Entwicklung der Bayer-Division Crop Science. „Unsere Zusammenarbeit mit Ginkgo beschleunigt unsere Biologika-Pipeline. Sie kombiniert unsere Expertise in der Markteinführung zuverlässiger und wirksamer biologischer Produkte mit der Forschungskompetenz von Ginkgo in der synthetischen Biologie. Diese wird jetzt noch zusätzlich durch eine erweiterte Forschungs- und Entwicklungsplattform für Agrar-Biologika gestärkt. Auf diese Weise können wir unser Sortiment biologischer Produkte ausbauen und maßgeschneiderte Lösungen für weitere Anbaukulturen entwickeln.“

Die strategische Umstellung auf eine ausschließlich externe Forschungspipeline für Biologika mit führenden Partnern stärkt das offene Innovationsnetzwerk von Bayer. Das Unternehmen kann so seine erprobten Fähigkeiten in der Vermarktung von Biologika noch besser nutzen. Bayer kann dadurch marktführende Produkte entwickeln, die den steigenden Bedarf an klimafreundlichen und nachhaltigen Optionen bedienen und synthetische Produkte ergänzen.

„Die nächste Generation von Biologika muss noch schneller entwickelt werden, damit Landwirte die Herausforderungen des Klimawandels und der Ernährungssicherheit bewältigen und den Anforderungen an nachhaltiges Wirtschaften entsprechen können“, erklärt Benoit Hartmann, Senior Vice President und Leiter Biologics der Division Crop Science. „Führende biologische Produkte von Bayer wie Serenade und BioRise 2 werden schon jetzt von Landwirten weltweit eingesetzt, um den Einsatz von Produkten mit höheren Treibhausgasemissionen zu verringern und höhere Erträge zu erzielen. Wir gehen davon aus, dass die Biologika-Branche in den nächsten zehn Jahren weiter rasant wachsen wird. Wir wollen unsere Expertise, unsere Erfahrung und unsere Ressourcen nutzen, um unsere Führungsposition mithilfe verschiedener führender Partner auszubauen.“

Bis zum Jahresende sollen die F&E-Plattform von Joyn Bio und die F&E-Plattform von Bayer in West Sacramento bei Ginkgo Bioworks zusammengeführt werden. Die erfolgreiche Forschung von Joyn zur Stickstofffixierung auf Basis der synthetischen Biologie und zu weiteren Projekten werden mit der erprobten Plattform von Bayer für die Entwicklung und Optimierung von Biologika unter einem Dach vereint. Die Erforschung und Entwicklung von Biologika werden so gestärkt und die Arbeit an nachhaltigen, bahnbrechenden Technologien für die Landwirtschaft wird beschleunigt.

Ginkgo ist ein etablierter und wachsender Marktführer im Bereich der synthetischen Biologie. Mit der Übernahme des Biologika-Standorts von Bayer in West Sacramento und der Wirkstoffforschungs- und Lead-Optimierungsplattformen wollen wir den Erfolg, den wir bereits in anderen komplexen, regulierten Branchen erreicht haben, auf die Landwirtschaft übertragen. Wir bauen dabei auf Arbeit von Joyn Bio, unseres Joint Ventures mit Bayer, auf“, sagt Jason Kelly, CEO und Mitgründer von Ginkgo Bioworks. „Wir möchten Entwicklung von Biologika für die Landwirtschaft so einfach und effizient gestalten wie das Programmieren eines Computers. Indem wir die Forschungs- und Entwicklungskompetenz von Ginkgo mit den Plattformen von Bayer und Joyn kombinieren, können wir dem Biologika-Bereich von Bayer effektive Vermarktungswege eröffnen.“

Biologika von Bayer bieten verlässliche, maßgeschneiderte Lösungen für die ökologische und die konventionelle Landwirtschaft. Mit ihnen lassen sich nicht nur Schädlinge bekämpfen, sondern auch die Boden-, Wurzel- und Pflanzengesundheit verbessern. Ertrag und Qualität vieler Nutzpflanzen können dadurch erhöht werden. Biologische Produkte ergänzen herkömmliche chemische Mittel und erweitern den Handlungsspielraum der Landwirte in der Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten. Oft erhöhen sie zusätzlich die Nährstoffeffizienz der Pflanze. Dies macht sie zu einem idealen Tool für eine moderne und integrierte Landwirtschaft. (Bayer)

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