Baumschule Lappen: Meldet Insolvenz an

Die Baumschulen Lappen - mit einem Bestand von über 400.000 Bäumen eine der größten Baumschulen Deutschlands - hat am 10.10.2016 zur Einleitung einer Sanierung einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Krefeld eingereicht.

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Die Baumschule Lappen hat die Sanierung über ein vorläufiges Insolvenzverfahren eingeleitet.

Die Inhaber der Baumschulen Lappen - mit einem Bestand von über 400.000 Bäumen eine der größten Baumschulen Deutschlands - haben am 10.10.2016 zur Einleitung einer Sanierung einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Krefeld eingereicht. Die Baumschulen Lappen bewirtschaften Flächen in einer Größenordnung von über 650 Hektar in Deutschland und den Niederlanden. Damit zählt die seit 1894 als Familienunternehmen geführte Baumschule zu einer der größten Baumschulen Deutschlands.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Eberhard Stock aus der auf Insolvenzverwaltungen spezialisierten Sozietät Niering Stock Tömp Rechtsanwälte aus Krefeld bestellt.

Herr Lappen und Herr Rechtsanwalt Stock haben gestern nach Betriebsschluss die 134 Mitarbeiter über die angeordneten Sicherungsmaßnahmen und die Sanierungsaussichten des Unternehmens informiert. Rechtsanwalt Stock zeigte sich bereits jetzt davon überzeugt, den Baumschulbetrieb jedenfalls bis in das Jahr 2017 hinein fortführen zu können.

Die Ursachen für die zur Insolvenzantragstellung führenden Liquiditätskrise liegen darin, dass aufgrund der aktuellen Marktlage nicht die Preise erzielt werden konnten, die dem hochwertigen Produkt der Baumschule entsprechen.

Die mit den hohen Qualitätsansprüchen der Baumschule Lappen verbundenen Kosten führten gerade in dem umsatzschwachen Sommer zu einem zusätzlichen Liquiditätsbedarf, der nicht in der erforderlichen Höhe über die Hausbanken kurzfristig abgedeckt werden konnte. Um die guten Sanierungsaussichten zu erhalten, haben die Inhaber Lappen umgehend den Insolvenzantrag gestellt und damit ein gerichtliches Sanierungsverfahren eingeleitet. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter werden derzeit über eine Insolvenzgeldvorfinanzierung gesichert. Die Tatsache, dass die ersten Lieferanten und Dienstleister sich sofort bereit erklärt haben, die Geschäftsbeziehung im gewohnten Umfang fortzusetzen, bestärken die Beteiligten in ihren Bemühungen, die Chancen einer Sanierung zum Erhalt von Arbeitsplätzen zu nutzen.

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