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AGRANA Beteiligungs-AG: 2,5 Mrd. Euro Konzernumsatz
Die AGRANA Beteiligungs-AG erzielte im Geschäftsjahr 2014|15 einen Konzernumsatz von 2.493,5 (Vorjahr: 2.841,7) Mio. Euro. Der Rückgang um rund 12% war insbesondere auf gesunkene Zucker-, aber auch niedrigere Isoglucose-, Ethanol- und Fruchtsaftkonzentratpreise zurückzuführen. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) lag mit 121,7 Mio. Euro um rund 27% unter dem Wert des Vorjahres (166,9 Mio. Euro).
Vor allem im Segment Zucker führten stetig sinkende Marktpreise zu einem deutlichen Ergebnisrückgang. Allein von Oktober 2013 bis Oktober 2014 ging der EU-Zuckerpreis um rund 30% zurück. In diesem Geschäftsbereich werden auch die nächsten Monate sehr herausfordernd bleiben. Als Ergebnisstütze haben sich die beiden Geschäftssegmente Stärke und Frucht erwiesen, wobei das Stärkesegment ein gegenüber dem Vorjahr geringfügig verbessertes EBIT aufwies. Der moderate Rückgang im Segment Frucht war auf Einmaleffekte zurückzuführen, einerseits aufgrund von Anlaufkosten des neuen US-Werkes in Lysander und andererseits wegen Sondereinflüssen für Restrukturierungen im Fruchtzubereitungsgeschäft.
AGRANA Vorstandsvorsitzender DI Johann Marihart: „Wenngleich im Segment Zucker derzeit keine kurzfristige Trendumkehr zu sehen ist und wir für das laufende Geschäftsjahr nicht damit rechnen, das Vorjahresergebnis zu erreichen, gehen wir mittelfristig wieder von steigenden Margen in allen Segmenten aus. Gerade in einer schwierigen Situation für Zuckerproduzenten sind unsere Segmente Stärke und Frucht eine Stütze für unser Gruppenergebnis. AGRANA hält daher unverändert an ihrer Strategie der Diversifizierung in drei Standbeine fest und setzt Maßnahmen zu deren Stärkung.“
Das Finanzergebnis betrug -5,2 Mio. Euro (Vorjahr: -30,2 Mio. Euro), wobei die deutliche Verbesserung primär auf ein positives Währungsergebnis (Vorjahr: Währungsverluste) zurückzuführen war (Veränderung: +25,6 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Ertragssteuern ging von 136,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 116,5 Mio. Euro zurück. Nach einem Steueraufwand von 31,9 Mio. Euro, der einer Steuerquote von 27,4% (Vorjahr: 21,7%) entspricht, betrug das Konzernergebnis 84,6 (Vorjahr: 107,0) Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie lag bei 5,70 Euro (Vorjahr: 7,40 Euro).
Die AGRANA-Eigenkapitalquote blieb mit 49,6% gegenüber dem Vorjahr (49,8%) nahezu unverändert. Die Nettofinanzschulden lagen zum Bilanzstichtag mit 330,3 Mio. Euro um 56,5 Mio. Euro deutlich unter dem Wert des Bilanzstichtages zum Jahresende 2013|14. Das Gearing war folglich mit 27,7% wesentlich geringer als im Vorjahr (32,5%). Entsprechend AGRANAs langfristig ausgerichteter Dividendenpolitik wird der Vorstand der Hauptversammlung auch heuer die Ausschüttung einer Dividende von 3,60 Euro je Aktie vorschlagen.
Der Umsatz im Segment Zucker ist um 24,1% auf 731,1 Mio. Euro zurückgegangen. Negative Einflussfaktoren waren vor allem stark gesunkene Verkaufspreise sowie rückläufige Zuckerverkaufsmengen an die Industrie und im Nicht-Quotenzuckerbereich. Wie erwartet lag auch das EBIT mit 9,0 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert. Die gesunkenen Zuckerverkaufspreise konnten trotz gesunkener Rohstoffkosten nicht kompensiert werden.
Der Umsatz im Segment Stärke lag mit 700,1 Mio. Euro geringfügig unter dem Vorjahreswert. Die Gründe für den Rückgang waren niedrigere Verkaufspreise für Bioethanol und Stärkeverzuckerungsprodukte. Das EBIT stieg um 0,4% auf 54,1 Mio. Euro. Die Umsatzrückgänge konnten somit durch gesunkene Rohstoff- und Energiepreise und höhere Absatzmengen, insbesondere aus der Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf (NÖ), leicht überkompensiert werden.
Im Segment Frucht ging der Umsatz um 9,4% auf 1.062,3 Mio. Euro zurück. Bei Fruchtzubereitungen resultierte der Umsatzrückgang aus Fremdwährungseffekten, bei Fruchtsaftkonzentraten vor allem aus stark gesunkenen Verkaufspreisen bei Apfelsaftkonzentrat sowie einem niedrigeren Absatzvolumen. Auch das EBIT sank mit 58,6 Mio. Euro um 8,2%. Im Bereich Fruchtzubereitungen beeinflussten die Schließungskosten des Werkes in Kröllendorf/Allhartsberg (NÖ) und dessen Produktionsverlagerung nach Gleisdorf (Stmk.) das Ergebnis negativ. Bei den Fruchtsaftkonzentraten war das Ergebnis verkaufspreisbedingt in absoluten Zahlen rückläufig.
Ausblick 2015|16
Trotz schwierigem Marktumfeld sieht sich AGRANA auf einer wirtschaftlich soliden Basis und mit ihrem diversifizierten Geschäftsmodell mit den Segmenten Zucker, Stärke und Frucht für das neue Geschäftsjahr gut gerüstet. „Aus heutiger Sicht gehen wir für das Geschäftsjahr 2015|16 von einer stabilen Entwicklung beim Konzernumsatz aus. Beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) erwarten wir eine deutliche Abschwächung“, so Vorstandsvorsitzender Marihart. Im Geschäftsjahr 2015|16 wird das Investitionsvolumen in den drei Segmenten mit insgesamt rund 93 Mio. Euro erneut geringfügig über dem Abschreibungsniveau liegen. Beispielsweise werden im Segment Zucker die Melasseentzuckerung in Tulln (NÖ) sowie das neue Zuckerverpackungszentrum in Kaposvár (Ungarn) fertiggestellt. Im Segment Stärke erweitert AGRANA die Kapazitäten in Aschach/Donau (OÖ) sowie in Gmünd. (AGRANA)

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