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Euro Plant Tray: Weitere Millionen-Investitionen
Starke Basis, neue Mitglieder
Die EPT sieht sich weiter auf einem guten Weg. Das EPT Mehrwegsystem ist das einzige auf dem Markt, das allen Anforderungen der PPWR bereits heute entspricht. Und schon nach zwei Jahren Marktführer in Europa in seinem Segment. Vorstand und Aufsichtsrat wurden nach Bestätigung des Jahresabschlusses 2025 einstimmig entlastet. Gleichzeitig konnte Jutta Lehmann zwei neue Mitglieder der EPT in der Gemeinschaft begrüßen: Emsflower und Ekaflor stärken das Netzwerk und signalisieren, dass das Mehrweg-Konzept der grünen Branche zunehmend als Standard anerkannt wird.
Marketing: Vom Nischenthema zum Milliardenargument
Vorstand Rupert Fey (PlusPlants) eröffnete die inhaltliche Debatte mit einer Zahl, die nachdenklich stimmt: „1.000.000.000 Euro wendet die Branche in den vier Jahren bis zur PPWR für Einwegtrays auf. Geld, das nicht der Branche, sondern der Einweg-Industrie zufließt und verloren geht. Mit einem Bruchteil dieses Geldes kann Mehrweg schon vor dem Start der PPWR für viele Jahre umgesetzt werden und gelebt werden."
Um die Mitglieder bei diesem Umstieg zu begleiten, zeigte Fey ein modular aufgebautes Marketingpaket für die Mitglieder: Künftig steht ein Baukastensystem für POS-Material bereit. Alles darauf ausgerichtet, Mehrweg am Point of Sale sichtbarer und erklärbarer zu machen.
Strategische Partnerschaft mit CC-Centralen in Verhandlung
Ein weiteres Thema mit hohem Potenzial: Die in Verhandlung befindliche Vertriebspartnerschaft mit CC-Centralen. Vorstand Rick van der Eijk (Hamiplant-DFG, Niederlande) brachte auf den Punkt, warum diese Verbindung so naheliegt: „Wenn wir diese Partnerschaft ergänzen, wächst zusammen, was zusammen gehört. Weil die meisten Trays auf CC-Containern transportiert werden und wir hier Synergien nutzen können. Zusammen mit HBRTS und seiner Spezialisierung auf Systemkunden im LEH können wir dann noch bessere Leistungen für die Nutzer anbieten."
Weiterer Finanzrahmen einhellig beschlossen
Das finanzielle Signal der Versammlung: Die Mitglieder folgten dem Vorschlag des Vorstands und genehmigten einen Finanzierungsrahmen im zweistelligen Millionenbereich für den weiteren Poolaufbau.
Vorstand Felix Thun-Hohenstein (Bellaflora) machte deutlich, dass Marktführerschaft kein Grund zur Zurückhaltung ist: „Auch wenn wir bereits jetzt in unserem Segment das führende Mehrweg-System sind, müssen und werden wir weiter wachsen. Das braucht zu Beginn entsprechende Mittel, die wir nun gemeinsam beantragen werden." Ergänzend warb er für weitere Mitglieder der Genossenschaft – denn höhere Marktdurchdringung schafft Vorteile für alle: Günstigere Mietkonditionen und eine stärkere gemeinsame Stimme im Markt. Und Mitglieder profitieren auch ganz direkt vom besten Mietpreis der Trays. So stark, das sich oft die Beteiligung in wenigen Jahren auszahlt.
Geschäftsführer präsentiert Wachstumsstrategie mit Rückenwind
Geschäftsführer Dirk Bansemer stellte die hinterlegten Finanzmodelle vor und erhielt breite Rückendeckung der Versammlung. Sein Fazit: „Das Vertrauen der Mitglieder ist stark gewachsen, seitdem wir am Markt sind und die Trays in der Praxis funktionieren. Wir planen weiter einen maßvollen Ausbau der Tray- Varianten zur besseren Marktabdeckung – auch in weiteren EU-Ländern. Während wir in den ersten Jahren immer unsere Trays erklären und zeigen mussten, sind die aktuellen Fragen nun im System und in der Abdeckung der neuen EU-Verordnung.“
Bansemer hob zudem die ausgebaute Öffentlichkeitsarbeit hervor: „Durch die verstärkte Präsenz auf Messen, Kongressen und in der Fachpresse hat sich die EPT in Politik und Forschung als ernstzunehmende Stimme etabliert – mit entsprechendem Einfluss auf laufende Debatten rund um PPWR und Kreislaufwirtschaft.“ Das ermöglicht der EPT den Blick jetzt mehr auf Europa zu richten und auch hier weitere Partner für System und Konzept zu finden.
Meeresbiologin liefert einen starken Abschluss-Impuls
Den emotional starken Abschluss der Veranstaltung setzte Dr. Frauke Bagusche, Meeresbiologin und Autorin, mit ihrem Vortrag über Mikroplastik und die Plastikverschmutzung der Weltmeere. Ihre Botschaft: Das Problem beginnt an Land – und die Lösung auch.
Ihr Statement traf den Kern: „Wir müssen schon bei den Kindern das Bewusstsein schaffen, damit sie in einer plastikärmeren Welt leben können. Der Beitrag der Euro Plant Tray mit 70.000 Tonnen weniger Einweg-Plastik ist für mich überraschend groß. Als Laie frage ich mich natürlich, warum im Blumen- und Pflanzenmarkt ein solches System nicht schon jahrzehntelang etabliert ist. Umso mehr freue ich mich über den Erfolg der EPT-Initiative und wünsche viel Erfolg."
Ein Satz, der die Versammlung nachdenklich – und motiviert – in die zweite Jahreshälfte entließ.

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