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ZVG: Runder Tisch zur Schilf-Glasflügelzikade
Der Runde Tisch beim Bundeslandwirtschaftsministerium war daher ein wichtiges Signal, dass die Herausforderung erkannt wurde und nur im Zusammenspiel der beteiligten Akteure bewältigt werden können.
Die Bekämpfung ist komplex, weil die Zikade mehrere Entwicklungsstadien in unterschiedlichen Kulturen durchläuft und sich über die ganze Fruchtfolge hinweg etabliert. Um die Ausbreitung einzudämmen, braucht es einen integrierten Ansatz. Dieser schließt auch den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln ein, betont BfG-Geschäftsführerin Laura Lafuente, die am Runden Tisch für den Gemüsebau teilnahm. Ebenso müssten Beizen wieder mitgedacht werden, die Infektionsketten über Fruchtfolgen hinweg zu durchbrechen.
Die Zikade macht keinen Halt vor Ländergrenzen, daher muss Deutschland seine zentrale Rolle in der Bekämpfung erkennen. Zögerliches Vorgehen und das Ignorieren der Warnungen aus der Praxis und der Industrie können weitreichende Folgen für den gesamteuropäischen Anbau haben.
Bereits im laufenden Jahr 2025 wurden wichtige Schritte wie Notfallzulassungen von Pflanzenschutzmitteln in mehreren Anwendungsgebieten ermöglicht. Es fehlt jedoch weiterhin an regulären Zulassungen. Davon und von resistenten Sorten ist die Praxis jedoch noch jahrelang entfernt.
Gemüsebau, spezialisierte Sonderkulturbetriebe sowie vor- und nachgelagerte Bereiche sichern Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung. Ein ungebremster Befall durch die Schilf-Glasflügelzikade würde diese Strukturen nicht nur national, sondern mit Auswirkungen auf europäische Märkte nachhaltig gefährden.

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