WASGAU AG: Zieht Bilanz für 2013

Nach fast zwei Jahren andauernder Verhandlungen mit dem Bundeskartellamt, um eine langfristige Zusammenarbeit mit der REWE- Group zu begründen, ist es im ersten Halbjahr 2013 gelungen, die Genehmigung der Kartellbehörde zur Zusammenarbeit in Form einer Fusion zu erhalten.

Nach fast zwei Jahren andauernder Verhandlungen mit dem Bundeskartellamt, um eine langfristige Zusammenarbeit mit der REWE- Group zu begründen, ist es im ersten Halbjahr 2013 gelungen, die Genehmigung der Kartellbehörde zur Zusammenarbeit in Form einer Fusion zu erhalten.

Durch diese Entscheidung ist die WASGAU in der Lage, auch weiterhin wettbewerbsgerecht am Markt zu agieren. In der gesamtwirtschaftlichen Betrachtung war 2013 ein Jahr mit einer eher schwachen Entwicklung. So berechnet das Statistische Bundesamt ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von 0,4%. Damit ist die Messziffer der wirtschaftlichen Prosperität nochmals schwächer als im Jahr 2012 mit 0,7% Wachstum ausgefallen.

Diese verhaltene Entwicklung in Deutschland resultiert vor allem aus der Schwäche der übrigen Nationen im europäischen Bündnis und dem gebremsten weltweiten Wirtschaftsklima. Zum Wachstum in Deutschland haben vor allem die privaten Konsumausgaben beigetragen. Diese erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 2,5%.

Vorteilhaft für den Anstieg der Konsumlaune war die Entwicklung der Einkommen und das anhaltend niedrige Zinsniveau. Vor allem für Anschaffungsgüter im Bereich Auto, Wohnen, Bekleidung und auch für Reisen gaben die Deutschen mehr aus als in der Vergangenheit. Den Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge stiegen die Verbraucherpreise im Jahresverlauf moderat um 1,5%. Vor allem die Preisentwicklung an den Tankstellen erweckte beim Verbraucher den Eindruck, ein größeres Haushaltsbudget zur Verfügung zu haben. Die Entwicklung der Strompreise, getrieben durch die erneute Erhöhung der EEGUmlage um 46,9% gegenüber dem Vorjahr, wirkt belastend auf alle davon Betroffenen.

Die von Seiten der Politik und in Wirtschaftskreisen dauerhaft geführte Diskussion um dieses Thema lässt die Bedeutung dieser Entwicklung erkennen. Im Lebensmittelhandel war das Jahr geprägt von deutlichen Preissteigerungen. So erfuhr der Verbraucher nach den Ermittlungen des Statistischen Bundesamtes im Durchschnitt Preiserhöhungen von 4,4%.

Der Wettbewerb um die Gunst des Kunden im Lebensmitteleinzelhandel hat weiter zugenommen. Insbesondere die Discounter konnten sich gegenüber dem Verbraucher durch neuerliche Preiskampagnen in der Wahrnehmung profilieren. Wesentliche Punkte für die WASGAU waren im Jahr 2013 die Fusion mit der REWE Group, die Konsolidierung der Verkaufsfläche und der Brandschaden bei einem Nebengebäude der WASGAU Metzgerei.

Der Konzernumsatz war unter dem Einfluss der Flächenbereinigung im Einzelhandel rückläufig. Im Berichtsjahr wurde ein Umsatz von 476,3 Mio. Euro (VJ 486,8 Mio. Euro) erzielt. Die Abweichung von -2,2% ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die unterjährige Schließung von neun Filialen, denen drei Neueröffnungen im letzten Quartal des Jahres gegenüber standen.

Die Zahl der WASGAU Filialen im Groß- und Einzelhandel reduzierte sich auf 90 (VJ 96). Darüber hinaus hat die schlechte Witterung, vor allem im ersten Halbjahr 2013, den Umsatzverlauf zusätzlich negativ beeinflusst.

Im Oktober 2013 wurde durch einen Brand ein Nebengebäude der WASGAU Metzgerei vollständig zerstört. Personen kamen durch den Brand nicht zu Schaden. Die WASGAU Metzgerei konnte die Fleisch- und Wurstproduktion ohne Einschränkung weiter fortführen. Durch die Versicherung ist der Schaden vollständig abgedeckt. Die WASGAU hat ihrerseits im Rahmen des Jahresabschlusses einen Ertrag aus der Schadensregulierung von 1,3 Mio. Euro bilanziert.

Die endgültige Bewertung des Schadens mit der Versicherung ist noch nicht ab geschlossen. Das EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) beträgt im Berichtszeitraum 5,9 Mio. Euro (VJ 8,1 Mio. Euro). Das um den Ausgleich aus dem Brandschaden bereinigte operative EBIT im Geschäftsjahr beläuft sich auf 4,6 Mio. Euro und ist auf dieser Basis mit dem operativen Vorjahreswert von 6,9 Mio. Euro vergleichbar.

Belastend auf das operative EBIT wirkte neben dem negativen Umsatzverlauf auf der Aufwandsseite vor allem die Erhöhung der Personalaufwendungen um 1,8% auf 88,4 Mio. Euro (VJ 86,8 Mio. Euro). Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen führte der Anstieg der EEG-Umlage zu einer Erhöhung der Stromkosten um 1,1 Mio. Euro. Durch Einsparungen in anderen Kosten - positionen konnte dies teilweise ausgeglichen werden.

Für Investitionen wurden im Jahr 2013 6,9 Mio. Euro aufgewendet (VJ 7,1 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern wurde mit 2,9 Mio. Euro (VJ 4,6 Mio. Euro) festgestellt. Der Jahresüberschuss im WASGAU Konzern beträgt 1,7 Mio. Euro (VJ 2,3 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 35,7% (VJ 35,3%). Trotz des insgesamt nicht zufriedenstellenden Jahresverlaufs werden Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung vorschlagen, 0,12 Euro je Aktie aus dem Ergebnis als Dividende an die Aktionäre auszuschütten.

Ausblick 2013
Die Erwartungen der Konjunkturforscher zum Wirtschaftswachstum in Deutschland, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, fallen mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,7% deutlich positiver als im abgelaufenen Jahr aus. Für die positiven Wachstumsprognosen wird vor allem der private Konsum als tragende Säule gesehen.

Das GfK Institut prognostiziert für den Lebensmittelhandel ein Umsatzwachstum von 2,0%. Getrübt wird dieses insgesamt positivere Bild durch den weiteren Anstieg der EEG-Umlage. Diese belastet auf der Kostenseite das Ergebnis mit ca. 4,0 Mio. Euro in 2014. Für das Jahr 2014 wird im WASGAU Konzern ein operatives EBIT auf dem Niveau des Vorjahreswertes von 4,6 Mio. Euro erwartet. (wasgau)

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