Volquardsen: Zukunft der Landwirtschaft gestalten

Ute Volquardsen, Vizepräsidentin des Verbandes der Landwirtschaftskammern, sieht große Potenziale in der Zukunftskommission Landwirtschaft.

Ute Volquardsen, Vizepräsidentin des Verbandes der Landwirtschaftskammern. Bild: LKSH.

„Wissenstransfer, Bildung und Beratung und ein neutrales, funktionierendes Versuchswesen, werden in der Landwirtschaft der Zukunft von entscheidender Bedeutung sein“, sagt Ute Volquardsen, die für die Landwirtschaftskammern in die Zukunftskommission berufen wurde. „Unsere landwirtschaftlichen Betriebsleiter/innen sind gut ausgebildet und werden sich auch in der Zukunft regelmäßig weiterbilden und qualifizieren, um ihre Arbeit im Einklang mit Natur, im Umwelt, Tier- und Ressourcenschutz zu gestalten“.

Weiter betonte Ute Volquardsen vor Beginn der ersten Sitzung am 7. September 2020: „Die Landwirtschaft von morgen wird sich sowohl auf klassische als auch geänderte, individuelle Ernährungsstile einstellen und die regionale Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung bestmöglich fördern. Darüber hinaus hat eine nachhaltige, multifunktionale Landwirtschaft in einer Gunstregion wie Deutschland in erster Linie die Aufgabe, die Ernährung der Bevölkerung sicherzustellen. Mit dem Beginn der Pandemie ist die Systemrelevanz unserer Branche allen deutlich vor Augen geführt worden.“

Im Zukunftsbild „Nachhaltige landwirtschaftliche Produktion“ werden mit höchsten Qualitätsstandards und aktiver Ressourcenschonung die benötigten Erzeugnisse für die menschliche und tierische Ernährung zu auskömmlichen bereitstellt. Die Märkte für alternative Nahrungsmittelkomponenten sowie den Non-Food-Bereich werden ebenfalls bedienen. Die derzeit bestehenden Zielkonflikte einer ökonomisch tragfähigen Produktion versus Klima-, Umwelt- und Tierschutz und Preisbewusstsein, bei gleichzeitig steigenden Verbrauchererwartungen können mit dem Neuanfang eines Dialog- und Ergebnisprozesses in der Zukunftskommission (ZKL) gemeinsam aufgelöst werden. Wir sollten die Chance nutzen, unvoreingenommen und wertschätzend mit anderen Sichtweisen umzugehen und daraus gemeinsam ein Leitbild für die Zukunft zu entwickeln, so Ute Volquardsen weiter. Als wichtige Arbeitsziele der Kommission sieht sie im Blick auf Verlässlichkeit für betriebliche Investitionsmaßnahmen:

- die Identifikation und Beschreibung grundsätzlich zukunftsfähiger Produktionssysteme (Tier und Pflanze),

- neue Ansätze für mehr Wertschöpfung im ländlichen Raum und für mehr Kooperation zwischen Landwirtschaft und Umwelt,

- sowie die Formulierung einer gesellschaftlichen Vereinbarung auf Grundlage der Ackerbaustrategie 2035 und für eine Nutztierhaltung im Jahr 2035.

Ute Volquardsen betont ausdrücklich, dass Bildung, Beratung und Wissenstransfer sowie das Versuchswesen zur Unterstützung von Anpassungsprozessen gestärkt und weiterentwickelt werden müssen. Sie wünscht sich zudem Unterstützung von der ZKL bei der Findung echter Produktkennzeichnungen – für mehr Transparenz für den Verbraucher bei seiner Kaufentscheidung. Zudem geht es um eine gemeinsame Kommunikationsstrategie in Richtung Gesellschaft hinsichtlich der Erzeugung und Honorierung heimischer Produkte. (LKSH)

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