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Projekt: Die größte Aquaponic-Dachfarm der Welt
"Frisch vom Dach" plant auf dem Dach der Berliner Malzfabrik die größte Aquaponic1-Dachfarm der Welt zu realisieren, um dort ganzjährig nachhaltige Landwirtschaft und Fischaufzucht zu betreiben. Die Mission von Frisch vom Dach ist Bau, Planung und Betrieb von Aquaponicfarmen in der Stadt. Die Vision ist ganzjährige ökologische Landwirtschaft mit neutraler CO2 Bilanz. Das Frisch vom Dach Team verfolgt ein klares Ziel. Die Landwirtschaft und Fischaufzucht in der DACHFARM soll durch minimalen Wasserverbrauch und den Wegfall von Transportwegen dazu beitragen, nachhaltige Ernährung zu ermöglichen.
Frisch vom Dach will ab 2013 den Bau der 1. Dachfarm umsetzen. Bereits jetzt organisiert Frisch vom Dach das Kompetenz-Netzwerk ERNA (...macht ERnährung NAchhaltig) - bestehend aus Experten der Hydroponic, Aquakultur und alternativen Energieerzeugungssystemen, sowie Professoren, Instituten und Investoren - welches die Potentiale nachhaltiger und CO2 neutraler Ernährung erforscht.
Die Dachfarm soll ab 2013 auf einer Gesamtfläche von 7.000qm auf dem Areal der Berliner Malzfabrik entstehen. Das Dachgewächshaus wird auf einer Grundfläche von 4.000qm errichtet. Auf insgesamt 3.000qm gleicher Höhe befinden sich bereits 22 Becken mit jeweils 18 Kubikmetern, in denen damals die Gerste eingeweicht wurde. In ihnen soll künftig die Fischaufzucht innerhalb der Dachfarm betrieben werden. Ein Teil der Ernte soll ab 2013 im hauseigenen Laden vor Ort verkauft werden. Der andere Teil soll an den lokalen Einzelhandel und die Gastronomie gehen.
Die Planungen sind angelaufen.
Die Containerfarm ist der kleine Bruder der Dachfarm. Sie besteht aus einem ausrangierten Container mit integriertem Fischtank und aufgesetztem Gewächshaus. In der Containerfarm wird im Aquaponic-System gleichzeitig Fischaufzucht und Gemüse- & Kräuteranbau betrieben. Die CONTAINERFARM ist bereits seit 2011 auf dem Gelände der Berliner Malzfabrik in Betrieb und kann dort besichtigt werden.
Darum mitten in der Stadt
Die Erde hat vor kurzem ihren 7 milliardsten Menschen begrüßt und schon jetzt leben immer mehr Menschen in Großstädten. Das Resultat ist: wachsender Nahrungsbedarf, längere Transportwege und Kühlketten, dadurch immer mehr CO2 Ausstoß.
Eine zusätzliche Herausforderung liegt in der Überfischung der Meere. Fangquoten alleine können dieses Problem nicht lösen. Aquaponicfarmen produzieren gesunde Nahrung, lokal, ressourcenschonend mit minimalem Wasserverbrauch und minimalem CO2 Ausstoß.
1 Aquaponic setzt sich zusammen aus Aquakultur (Fischzucht) und Hydroponic (Pflanzenzucht im Wasser) in einem geschlossenen Kreislaufsystem. Die Stoffwechselprodukte der Fische werden dabei von speziellen Bakterien zu wertvollem Pflanzendünger umgewandelt und zu den Pflanzen geleitet, die durch Aufnahme der Stoffe das Wasser reinigen, damit es erneut zu den Fischen fließen kann. Es wird nichts zugeführt, außer biologischem Futter für die Fische und ggf. zusätzliche biologische Mineralien für die Pflanzen.

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