"Pfälzer Grumbeere": Auspflanzungen laufen flächendeckend

Die 265 Erzeuger der "Pfälzer Grumbeere" sind derzeit intensiv mit dem Auspflanzen der Frühkartoffeln beschäftigt.

Die 265 Erzeuger der Pfälzer Erzeugergemeinschaft sind derzeit voll damit beschäftigt, die Frühkartoffeln auszupflanzen. Bild: EZG "Pfälzer Grumbeere".

In der Pfalz startet das neue Anbaujahr für die „Pfälzer Grumbeere" wie gewohnt pünktlich. Die Erzeuger sind derzeit intensiv mit dem Auspflanzen der Frühkartoffeln beschäftigt. Die Auspflanzarbeiten schreiten zügig voran. Wenn das Wetter weiterhin mitspielt, können Verbraucher voraussichtlich ab Mitte Mai wieder die ersten Frühkartoffeln in den Hofläden der Region genießen.

Die ersten – noch losschaligen Frühkartoffeln aus der Pfalz – sind mehr als ein Grundnahrungsmittel. Sie sind ein gewachsenes Kulturgut, das deutschlandweit geschätzt wird. Sie gelten deutschlandweit als besondere Frühlingsspezialität. Viele Verbraucher warten jedes Jahr gespannt auf den Saisonstart.

Dank des milden Klimas und der leichten, schnell erwärmbaren Böden hat der Frühkartoffelanbau in der Pfalz und den angrenzenden Regionen eine lange Tradition. In Verbindung mit der Expertise und Spezialisierung der regionalen Erzeuger zählt die Pfalz zu den frühesten Anbaugebieten Deutschlands.  

Die Anbaufläche für Frühkartoffeln wird analog zum Vorjahr bei etwa 4.000 ha liegen. Damit die Erzeuger bis zum Start der Haupternte Mitte Juni eine Ernteverfrühung – im Idealfall von bis zu drei Wochen gegenüber anderen Regionen in Deutschland – erzielen können, werden auch in diesem Anbaujahr schätzungsweise rund 1.200 ha der Pfälzer Kartoffel unter Folie oder Vlies angebaut.

Vorkeimen und Anbau unter Abdeckung

Damit die Frühkartoffeln möglichst früh geerntet werden können, investieren die Erzeuger jedes Jahr viel Arbeit und Sorgfalt. Hartmut Magin, 1. Vorsitzender der Erzeugergemeinschaft, erklärt: „Die starken Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht im Frühjahr machen es notwendig, empfindliche Sorten wie Annabelle, Berber, Colomba und Musica mit Folie oder Vlies zu schützen. Diese Materialien speichern Wärme und sorgen dafür, dass sich der Boden schneller erwärmt. Zudem werden die Pflanzkartoffeln bereits im Winter vorgekeimt. Beim Pflanzen ist deshalb – trotz moderner Technik – viel Fingerspitzengefühl gefragt, damit die zarten Triebe nicht abbrechen."

Vermarktung der Pfälzer Kartoffeln

Eine geordnete Vermarktung spielt wie in jedem Jahr eine wichtige Rolle und wird über den Verlauf der anstehenden Saison entscheiden. Der Fokus der Landwirte muss eine gezielte Vermarktung sein, die nur über die festen Absatzwege der Vermarktungspartner vor Ort gewährleistet wird. Die Versuche, den individuellen Absatz zu fördern, werden die wirtschaftliche Stabilität der Kartoffel in der Region gefährden.  Eine Vermarktung direkt an den LEH ist nicht im Sinne der Erzeugergemeinschaft.

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