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Perchlorat: Kontamination von pflanzlichen Lebensmitteln
Von August 2012 bis Juni 2013 wurden 747 pflanzliche Lebensmittel mit einer am CVUA Stuttgart entwickelten Methode auf Perchlorat untersucht.
Etwa 70% der bislang untersuchten pflanzlichen Proben wiesen keine Kontamination mit Perchlorat auf. Allerdings wurden bei der Analyse von konventionellen Lebensmitteln in 14 von 603 Proben (2,3%) auffallend hohe Perchloratgehalte (größer 0,1 mg/kg) ermittelt. Bei Proben aus ökologischer Erzeugung wurden in 1,4% der analysierten Proben Gehalte von 0,1 mg/kg und darüber gefunden.
Am häufigsten waren Blattgemüse, wie Kräuter und Salate, Fruchtgemüse, wie Tomaten und Zucchini, sowie Zitrusfrüchte betroffen. Hier lagen die Gehalte vereinzelt so hoch, dass nach einer Empfehlung des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) besonders sensible Bevölkerungsgruppen, wie Kinder nicht mehr ausreichend geschützt werden, da es zu einer reversiblen Hemmung der Jodidaufnahme in die Schilddrüse kommen kann.
Die Untersuchungsergebnisse deuten darauf hin, dass eine Perchloratkontamination sowohl in der Frucht, als auch vorwiegend auf der Oberfläche vorliegen kann. Dies konnte in Verteilungsuntersuchungen am Beispiel von Melonen und einer Grapefruit nachgewiesen werden.
Lebensmitteln mit überhöhten Perchlorat-Gehalten sind wegen gesundheitlicher Risiken nicht verkehrsfähig. Unabhängig davon sind Erzeuger und Handel grundsätzlich gefordert entsprechend dem Minimierungsgebot für Fremdstoffe in Nahrungsmitteln die Ursachen zu ermitteln und abzustellen. Die Untersuchungen werden fortgeführt. (CVUA)

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