NRW: Neue Schäden in Douglasienkulturen

In Douglasienkulturen treten in Nordrhein-Westfalen seit diesem Jahr örtlich neuartige Nadelvergilbungen, -verbräunungen und Trieberkrankungen auf, welche auf den Schadpilz Sphaeropsis sapinea (Diplodia-Triebsterben) und die Douglasiengallmücke zurückzuführen sind.

Gallmückenlarve in der Nadel. Bild: Julius Kühn-Institut.

Die in Nordamerika beheimatete Douglasiengallmücke (Contarinia sp.) wurde 2015 in den Niederlanden, Belgien und Frankreich festgestellt und hat sich im Jahr 2016 in Deutschland (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Brandenburg) ausgebreitet. In diesem Jahr ist die Douglasiengallmücke erstmalig in Nordrhein-Westfalen in der Nord-West Eifel und der Niederrheinischen Bucht an Douglasienjungpflanzen festgestellt worden.

Zurzeit befinden sich die Larven zur Überwinterung in der Nadelstreu, wo sie sich nächstes Jahr im zeitigen Frühjahr verpuppen werden. Nach dem Schlupf sind die nur 3 mm kleinen Mücken orangefarben gefärbt. Die Weibchen legen ihre Eier in den jüngsten Nadeljahrgang sowie die aufgehenden Knospen ab. In den Nadeln schlüpfen nach wenigen Tagen die Larven und beginnen mit ihrem Minierfraß sowie der Gallbildung. Im Herbst lässt sich die ca. 1mm kleine Larve – mit oder ohne Nadel- zur Überwinterung auf den Boden fallen. An den befallenen Nadeln ist teilweise das Ausschlupfloch als kleine dreieckige Öffnung zu erkennen.

Biologie

Bei der neu aufgetretenen „Douglasiengallmücke“ handelt es sich um die drei nadelminierenden Gallmücken Contarinia pseudotsugae, Contarinia constricta und Contarinia cuniculator, welche bisher anhand der Schadsymptome und Larven nicht unterschieden werden können. Die drei genannten Contarinia-Arten besiedeln ausschließlich den jüngsten Nadeljahrgang. (Wald und Holz NRW)

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