NABU und EPS: Vermarkten kleine Insektenschutzgebiete

Die NABU-Naturschutzstation Niederrhein und EPS aus Kevelaer wollen Grünflächen und Gärten in Deutschland für mehr Artenvielfalt nutzen.

Im kommenden Frühjahr hat der Endverbraucher die Möglichkeit, "das kleinste Insektenschutzgebiet Deutschlands" in seinen Garten zu holen.

Die Summe aus Gartenflächen, Terrassen und Balkonen, aber auch kommunalen und betrieblichen Flächen in Deutschland ist beachtlich. Dieses Flächenpotenzial kann zur Insektenrettung beitragen. Wildpflanzen haben sich über Jahrtausende hinweg gemeinsam mit den Insekten an die Bedingungen ihrer Ursprungsregion angepasst. So blühen regionale Wildpflanzen genau zu dem Zeitpunkt, zu dem auch die Insekten schlüpfen, die sie brauchen.

Es gibt sogar Insektenarten, die sich auf nur eine regionale Pflanzenart spezialisiert haben. Gibt es also weniger unserer regionalen Pflanzenarten, gibt es auch weniger Insektenarten. Und sterben Insektenarten aus, fehlen sie uns als: Bestäuber, Filtrierer die unser Wasser sauber halten, Bodenverbesserer und Nahrungsquelle für Amphibien, Reptilien, Fische, Vögel und Säugetiere. Ziel des Projektes, welches die NABU-Naturschutzstation Niederrhein gemeinsam mit der EPS aus Kevelaer vermarktet, ist es die Grünflächen und Gärten in Deutschland für mehr Artenvielfalt zu nutzen. Denn gerade im Siedlungsraum liegt viel ungenutztes Potenzial.

Im kommenden Frühjahr hat der Endverbraucher die Möglichkeit, „das kleinste Insektenschutzgebiet Deutschlands“ in seinen Garten zu holen und mit heimischen Wildpflanzen die Überlebenschancen der vielen verschiedenen Insekten zu erhöhen.

Unterstützt wird die POS-Präsentation mit einem durchdachten Marketingkonzept. Das Projekt startet in der Ursprungsgebiet 2 (Westdeutsches Tiefland mit unterem Weserbergland) und soll nach und nach auf ganz Deutschland ausgedehnt werden. (EPS)

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