LfL: Neuausrichtung der Labor-Kooperation mit der LWF

Die bewährte Zusammenarbeit zwischen den Laboren der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) in Freising-Weihenstephan wird auf die Herausforderungen der Zukunft neu ausgerichtet und intensiviert.

Die Unterzeichnung des Vertrags fand in den Räumen der LWF am Wissenschafts- und Forschungscampus Weihenstephan statt. Bild: LWF.

Die Präsidenten der beiden Landesanstalten, Stephan Sedlmayer und Dr. Peter Pröbstle, haben nun einen neu überarbeiteten und an die neuen Gegebenheiten angepassten Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Die gute Zusammenarbeit zwischen beiden Laboren währt bereits seit fast drei Jahrzehnten und wurde bislang über einen Kooperationsvertrag aus dem Jahr 2006 geregelt. Grundlage war von Anfang an das ressortübergreifendes Laborkonzept, welches das Ziel hatte, bei der Analytik und insbesondere bei der Beschaffung kostenintensiver Messgeräte sich ressourcenorientiert abzustimmen und gegenseitig zu unterstützen. Insbesondere bei Untersuchungen im Rahmen der Boden-Dauerbeobachtung landwirtschaftlich genutzter Flächen in Bayern (BDF) kamen die technischen Möglichkeiten der LWF zum Tragen. Sie kann mit dem ICP-MS (Inductively Coupled Plasma - Mass Spectrometry, also auf Deutsch: Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma) im Bereich der Spurenanalytik einen wesentlichen Beitrag zur Bestimmung der Gehalte und Entwicklung anorganischer und organischer Schad- und Spurenstoffe im Boden sowie Ergebnisse zu Stoffeinträgen aus der Luft, durch Wirtschafts- und Mineraldünger leisten. Damit unterstützt die LWF sehr wesentlich das landesweite Messnetz beim Bodenmonitoring.

Künftig wird diese Kooperation der beiden Labore intensiviert und ausgebaut, vor allem in den nächsten beiden Jahren, da im BDF-Monitoring-Programm zahlreiche Proben zur Analyse anstehen. Die rund 1.000 Bodenproben sollen, wie bei vorangegangenen Beprobungen der BDF, vom LWF-Labor auf anorganische Inhaltsstoffe untersucht werden. Schon bei der Erstversion des Kooperationsvertrages von 2006 wurde festgestellt, dass beiden Landesanstalten die LC-MS/MS-Analytik fehlt: Diese Untersuchungsmethode wird nun in sehr absehbarer Zeit an der LfL in der Abteilung Laboranalytik etabliert werden. Darüber hinaus wollen die beiden Labore prüfen, wie sie sich im Bereich Schulungen, Arbeitssicherheit oder Qualitätsmanagement besser austauschen können. (LfL)

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