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KWS: Ergebnisse für das 1. Quartal 2024/2025
„KWS ist durch ein robustes Getreidegeschäft und Frühverkäufe bei Zuckerrübensaatgut operativ gut in ein herausforderndes neues Geschäftsjahr gestartet“, kommentierte Eva Kienle, Finanzvorstand von KWS. „Gleichzeitig haben wir mit den Erlösen aus dem Verkauf des südamerikanischen Mais- und Sorghumgeschäfts unsere Finanzposition deutlich verbessert. KWS steht damit auf einem starken finanziellen Fundament, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern und die Erfolgsgeschichte als eines der weltweit führenden Saatgutunternehmen fortzuschreiben.“
Geschäftsentwicklung Q1 2024/2025
Die nachfolgend berichteten Kennzahlen beziehen sich nach dem Verkauf des südamerikanischen Mais- und Sorghumgeschäfts auf das fortgeführte Geschäft von KWS. Der abschließende Vollzug der Transaktion erfolgte im ersten Quartal 2024/2025 (zum 31. Juli 2024). Das südamerikanische Mais- und Sorghumgeschäft wird für den Monat Juli als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen. Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.
Die Umsatzerlöse der KWS Gruppe lagen in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2024/2025 mit 248,6 (209,9) Mio. Euro im Wesentlichen aufgrund von Frühverkäufen im Segment Zuckerrüben deutlich über dem Vorjahresniveau. Das vergleichbare Umsatzwachstum (ohne Währungs- und Portfolioeffekte) betrug +17%. Währungseffekte wirkten sich im Berichtszeitraum in Summe nur geringfügig aus.
Die operativen Ergebniskennzahlen der KWS Gruppe sind im ersten Quartal turnusgemäß negativ, verbesserten sich jedoch aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung zum Teil deutlich. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich auf –10,0 (–24,2) Mio. Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte –37,4 (–46,4) Mio. Euro. Dabei standen einem höheren Bruttoergebnis planmäßig gestiegene Kosten für Forschung & Entwicklung und Vertrieb sowie geringere Verwaltungskosten gegenüber.
Das Finanzergebnis verbesserte sich auf –17,3 (–22,4) Mio. Euro. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beliefen sich auf –13,7 (–13,5) Mio. Euro. Daraus ergab sich ein Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen in Höhe von –41,0 (–55,3) Mio. Euro bzw. –1,24 (–1,68) Euro je Aktie.
Der freie Cashflow der fortgeführten Geschäftsbereiche verbesserte sich auf –66,0 (–143,7) Mio. Euro. Der freie Cashflow aus nicht-fortgeführten Geschäftsbereichen stieg im Wesentlichen durch den Verkauf des südamerikanischen Mais- und Sorghumgeschäfts auf 271,3 (21,3) Mio. Euro.
Die Eigenkapitalquote stieg auf 55,1 (42,0)%, die Bilanzsumme zum 30. September 2024 betrug 2.690,9 (2.963,0) Mio. Euro. Die Nettoverschuldung sank in Folge der Veräußerung des Mais- und Sorghumgeschäfts in Südamerika durch Rückführung lokaler Kredite sowie der Ablösung einer ersten Finanzierungstranche für das Schuldscheindarlehen zum Erwerb des Gemüsegeschäfts (2019) signifikant auf 195,3 (702,0) Mio. Euro.
Geschäftsentwicklung nach Segmenten
Im Segment Gemüse stieg der Umsatz um 7,3% auf 12,1 (11,6) Mio. Euro. Dies ist im Wesentlichen auf den höheren Absatz von Bohnensaatgut zurückzuführen. Das Segmentergebnis ging insbesondere infolge verstärkter, planmäßiger Aufwendungen für den Ausbau der Gemüsezüchtung sowie erhöhter Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von –7,2 (–2,9) Mio. Euro aus dem Erwerb von Pop Vriend Seeds auf –13,2 (–6,4) Mio. Euro zurück.
Die Umsatzerlöse im Segment Corporate, die im Wesentlichen durch die landwirtschaftlichen Betriebe von KWS in Deutschland, Frankreich und Polen generiert werden, erreichten 2,8 (1,9) Mio. Euro. Das Segmentergebnis lag insbesondere aufgrund geplant höherer F&E-Kosten mit –37,6 (–33,0) Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Da im Segment Corporate sämtliche übergreifende Kosten für die zentralen Funktionen der KWS Gruppe sowie grundlegende Forschungsaufwendungen abgebildet werden, fällt das Segmentergebnis regelmäßig negativ aus.
Prognosen für das Geschäftsjahr 2024/2025 bestätigt
Für die KWS Gruppe erwartet der Vorstand unverändert ein Umsatzwachstum von 2 bis 4% (auf vergleichbarer Basis, ohne Währungs- und Portfolioeffekte) bei einer EBIT-Marge zwischen 14 und 16%. Die Forschungs- & Entwicklungsquote soll in einer Spanne von 18 bis 19% liegen.

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