Klasmann-Deilmann: Nachhaltigkeit als Dienstleistung

Die konsequente Fortsetzung der nachhaltigen Entwicklung zählt für Klasmann-Deilmann zu den zentralen strategischen Zielen der kommenden Jahre.

Nachhaltigkeit als Dienstleistung. Bild: Klasmann-Deilmann.

Insbesondere beim Klimaschutz will das Unternehmen Klasmann-Deilmann deutliche Fortschritte erzielen. Um die Sensibilität für dieses wichtige Thema auch im Kundenkreis weiter zu erhöhen und die Nachfrage nach alternativen Ausgangsstoffen zu fördern, bietet Klasmann-Deilmann jetzt Dienstleistungen rund um gartenbauliche Klimabilanzen an.

GRI: Nachhaltigkeitsbericht 2016 nach GRI-Standards

Ende des vergangenen Jahres legte Klasmann-Deilmann zum sechsten Mal einen Nachhaltigkeitsbericht vor. Mit dieser Veröffentlichung informiert das Unternehmen regelmäßig über wesentliche Entwicklungen im Natur- und Klimaschutz, in der Nutzung von Rohstoffen sowie bei den festgelegten Zielen im Nachhaltigkeitsmanagement. Ziel ist es, die unternehmerische Verantwortung für Ökologie, Ökonomie und soziale Themen zu dokumentieren und Transparenz für den Dialog mit der Öffentlichkeit zu schaffen. Der Nachhaltigkeitsbericht 2016 entspricht den international anerkannten Richtlinien der „Global Reporting Initiative“ (GRI), die breit gefächerte Informationen vorschreiben. Mit den „GRI-Standards“ setzte Klasmann-Deilmann als eines der ersten Unternehmen in Deutschland die neueste Generation der Richtlinien um.

Torfgewinnung: 70% Torfrohstoffe aus RPP-zertifizierten Flächen

In den vergangenen Jahrzehnten hat Klasmann-Deilmann gut 8.000 ha ehemalige Torfgewinnungsflächen wiedervernässt, aufgeforstet oder für die landwirtschaftliche Folgenutzung hergerichtet. Davon stehen mehr als 3.800 ha wiedervernässter Flächen als Biotope dauerhaft dem Natur- und Klimaschutz zur Verfügung.

Über die behördlichen Vorgaben hinaus unterliegen aktive Gewinnungsflächen verstärkt freiwilligen Selbstverpflichtungen. An Bedeutung gewinnt in diesem Kontext das unabhängige Zertifizierungssystem Responsibly Produced Peat“ (RPP), das die Auswahl, Nutzung und Wiederherrichtung von Gewinnungsflächen mit strengen Auflagen verbindet. Anfang 2018 stammen bereits gut 70% der Torfrohstoffe für die Substratproduktion aus RPP-zertifizierten Flächen.

CO2: Emissionen pro Kubikmeter Substrat gesenkt

Die durch Klasmann-Deilmann verursachten Emissionen stiegen im Zeitraum 2013 - 2016 von insgesamt 204.144 t CO2e auf 208.929 t CO2e. Ursächlich hierfür ist das unternehmerische Wachstum mit kontinuierlich steigenden Absatzmengen. Im selben Zeitraum wurden die durchschnittlichen Emissionen pro Kubikmeter Substrat von 63 kg CO2e auf knapp 59 kg CO2e gesenkt.

Bis zum Jahr 2020 will Klasmann-Deilmann die eigenen Emissionen auf 160.000 t CO2e reduzieren. Neben Maßnahmen im Bereich der Torfgewinnung und der verstärkten Nutzung von alternativen Ausgangsstoffen werden positive Effekte aus dem Geschäftsbereich der erneuerbaren Energien angestrebt. Die nachwachsenden Rohstoffe von Klasmann-Deilmann tragen insbesondere in den baltischen Staaten zu einer umweltfreundlichen Strom- und Wärmeversorgung bei. Auf diese Weise werden konventionelle Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle ersetzt und die damit verbundenen Emissionen reduziert.

Studie: Torfgewinnung verursacht weniger Emissionen

Klasmann-Deilmann hat eine Studie in Auftrag gegeben und durchgeführt, bei der nach wissenschaftlichen Kriterien zwei Jahre lang die Emissionen auf Torfflächen gemessen wurden. Dabei gelang der Nachweis, dass die Rohstoffgewinnung pro Jahr weniger klimaschädliche Gase verursacht als bisher angenommen. Das Unternehmen war bislang von durchschnittlichen Emissionen, basierend auf Literaturdaten, in Höhe von 10,73 t CO2e pro Hektar und Jahr ausgegangen. Tatsächlich verursacht Schwarztorf jedoch durchschnittliche Emissionen in Höhe von 3,13 t CO2e pro Hektar und Jahr, Weißtorf emittiert durchschnittlich 8,05 t CO2e pro Hektar und Jahr.

Rechner: Geringere CO2-Werte durch optimierte Substratmischungen

Kunden von Klasmann-Deilmann können sich ab sofort errechnen lassen, mit welchen Substratmischungen sich bessere CO2-Werte erzielen lassen. Den Fachleuten des Unternehmens steht ein Rechner zur Verfügung, der präzise aufzeigt, wie sich die Auswahl der Substratkomponenten auf die produktbezogene Klimabilanz (Product Carbon Footprint, PCF) auswirkt. Der sog. „PCF Compass“ weist in Echtzeit Veränderungen im PCF aus, sobald die Substratmischung manuell angepasst wird. Im direkten Vergleich mit dem tatsächlich genutzten Substrat wird deutlich, wie sich z. B. die Nutzung anderer Torfqualitäten oder Anteile der Holzfaser GreenFibre auf die Klimabilanz auswirken.

Dienstleistung: Klimabilanz für Gartenbaubetriebe

Zukünftig können sich Gartenbaubetriebe ihre eigene Klimabilanz erstellen lassen. Eine entsprechende Dienstleistung bietet Klasmann-Deilmann im eigenen Kundenkreis an. Dazu wurde ein Kalkulator entwickelt, der auf demselben Programm basiert, mit dem auch die Klimabilanz des Unternehmens berechnet wird. Gartenbaubetriebe stellen notwendige Eckdaten wie z. B. über Energieverbräuche und genutzte Betriebsmittel zur Verfügung. Der Kalkulator errechnet daraus eine Klimabilanz für den gesamten Betrieb (Corporate Carbon Footprint, CCF), kann darüber hinaus die Daten aber auch auf einzelne Kulturen bzw. die einzelne Pflanze herunterbrechen, so dass eine produktbezogene Klimabilanz (Product Carbon Footprint, PCF) entsteht.

Service: Klimabilanz für Kultursubstrate

Kunden von Klasmann-Deilmann können sich fortan die Klimabilanz des gelieferten Kultursubstrats ausweisen lassen. Auf Anfrage wird die produktbezogene Angabe in CO2e (Kohlenstoffdioxid-Äquivalente) individuell berechnet und als sog. „Product Carbon Footprint“ (PCF) per E-Mail an den jeweiligen Gartenbaubetrieb gesendet. Damit will das Unternehmen die Sensibilität für ein zentrales Thema im Bereich Nachhaltigkeit direkt im eigenen Kundenkreis weiter erhöhen. Ausdrücklich erwünscht sind dabei weiterführende Gespräche mit den Fachleuten von Klasmann-Deilmann, um nach Möglichkeit auf Substrate mit einer günstigeren Klimabilanz umzusteigen. (Quelle: Klasmann-Deilmann)

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