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IGZ: Erfolgreiche Evaluierung
In seiner gestern veröffentlichten Stellungnahme würdigt der Senat der Leibniz-Gemeinschaft die umfassende strategische Neuausrichtung des Instituts unter der neuen wissenschaftlichen Leitung, seine verbesserte Forschungsleistung sowie die erhöhte internationale Sichtbarkeit. Der Senat empfiehlt Bund und Ländern die weitere Förderung des Instituts.
In seiner Stellungnahme würdigt der Senat insbesondere die klarere strategische Ausrichtung des Instituts und hebt die unter der neuen wissenschaftlichen Direktorin sichtbaren Fortschritte in der Forschung hervor. Drei der vier wissenschaftlichen Programmbereiche werden im Vergleich zur vorherigen Begutachtung 2019 besser bewertet. Das Volumen der kompetitiv eingeworbenen Drittmittel verdreifachte sich in den evaluierten Jahren 2021 bis 2023 im Vergleich zum vorherigen Bewertungszeitraum. 30% des Gesamtbudgets stammten aus externen Förderquellen.
Die administrative Führung des IGZ unter dem neuen Verwaltungsleiter wird ebenfalls als vorbildlich gewürdigt.
Der Senat befürwortet zudem die erfolgreichen Berufungen forschungsstarker Wissenschaftler*innen zu Forschungsgruppenleitungen sowie die geplanten gemeinsamen Professuren mit Hochschulen aus der Region, darunter der Humboldt-Universität zu Berlin. Positive Resonanz erhalten darüber hinaus die gezielte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Aufbau einer neuen wissenschaftsunterstützenden Plattform, die moderne Hochdurchsatz-Analytik mit Bioinformatik und Datenmanagement bündelt.
Explizit herausgestellt wird das Profil des IGZ im Bereich gartenbauwissenschaftlicher Forschung, einem Feld, das in Deutschland wissenschaftlich wie gesellschaftlich stark an Bedeutung gewinnt, aber nur von wenigen Einrichtungen auf internationalem Niveau bearbeitet wird. Dabei sollte ein besonderer Fokus auf die weitere Stärkung der gartenbauwissenschaftlichen Kernkompetenzen und die Förderung einer gezielteren internen Zusammenarbeit gelegt werden. Der geplante neue Institutsname „Leibniz-Institut für Gartenbauwissenschaften“ spiegelt diese Rolle treffend wider, so das Gutachten.
Hintergrund: Evaluierung durch die Leibniz-Gemeinschaft
Die aktuell 96 Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft durchlaufen in regelmäßigen Abständen, spätestens alle sieben Jahre, ein wissenschaftliches Evaluierungsverfahren. Ziel ist die Beurteilung von wissenschaftlicher Qualität, gesellschaftlicher Relevanz und struktureller Leistungsfähigkeit der Forschung. Die Bewertung erfolgt durch ein unabhängiges Expert*innengremium auf Grundlage schriftlicher Unterlagen sowie eines Vor-Ort-Besuchs. Die Ergebnisse der Begutachtung fließen in einen Bewertungsbericht ein, zu dem das Institut gebeten wird, sich schriftlich zu äußern. Darauf aufbauend verabschiedet der Senat der Leibniz-Gemeinschaft eine wissenschaftspolitische Stellungnahme mit Empfehlungen zur weiteren Förderung. Diese bildet die Grundlage für die Entscheidung von Bund und Ländern in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK).

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