HORNBACH Gruppe: Wächst in herausforderndem Umfeld

Die HORNBACH Gruppe steigerte ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2025/26 um 3,8% auf 6.433,9 Mio. Euro. Davon entfielen rund 95% auf den Unternehmensbereich HORNBACH Baumarkt, der um 4,0% wuchs und seine Marktanteile im europäischen Geschäftsgebiet weiter ausbaute.

Die HORNBACH Gruppe schließt das Geschäftsjahr 2025/26 erfolgreich ab – die vorläufige Zahlen entsprechen der Prognose. Bild: HORNBACH.

Dazu trugen auch im Geschäftsjahr neu eröffnete Standorte bei. Auf vergleichbarer Fläche wuchs der Umsatz um 2,4%. Das bereinigte EBIT lag im Geschäftsjahr 2025/26 mit 264,7 Mio. Euro angesichts gestiegener Kosten nahezu auf dem Vorjahresniveau (269,5 Mio. Euro). Die Umsatz- und Ertragsentwicklung entsprach damit der im Mai 2025 veröffentlichten Prognose (Umsatz auf oder leicht über* dem Vorjahresniveau; bereinigtes EBIT auf** Vorjahresniveau). Im vierten Quartal (Q4) 2025/26 stieg der Konzernumsatz trotz eines anhaltend schwachen Konsumumfelds um 3,8% auf 1.296,1 Mio. Euro. Das bereinigte EBIT lag in Q4 2025/26 mit -34,8 Mio. Euro um 4,3 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert (-30,5 Mio. Euro).

„Das Konsumumfeld bleibt in Teilen Europas herausfordernd – umso wichtiger ist ein Geschäftsmodell, das auch in volatilen Phasen trägt. Unsere starke Präsenz in Europa, der konsequente Fokus auf Projekt‑ und Profikunden und unsere Interconnected-Retail-Strategie machen uns resilient und tragen dazu bei, dass wir kontinuierlich Marktanteile gewinnen. Wir sind von der langfristigen Attraktivität des DIY‑Markts in Europa überzeugt und setzen unsere Wachstumsstrategie konsequent fort. Mit Neueröffnungen in bestehenden Märkten und der geplanten Expansion nach Serbien investieren wir gezielt in die Zukunft unseres Unternehmens“, sagt Albrecht Hornbach, Vorstandsvorsitzender der HORNBACH Management AG.

Erich Harsch, Vorstandsvorsitzender der HORNBACH Baumarkt AG, kommentiert: „Unsere Leistung im Geschäftsjahr 2025/26 basiert auf dem täglichen Einsatz unserer Teams in den Märkten und auf einer klaren Ausrichtung an den Bedürfnissen unserer Kundinnen und Kunden. HORNBACH steht für Projektkompetenz: Hohe Warenverfügbarkeit, starke Beratung und ein Preis‑Leistungs‑Angebot, das sowohl Heimwerker als auch gewerbliche Kunden überzeugt. Neue Standorte und die Weiterentwicklung unseres Angebots erhöhen Reichweite und Kundennähe – zugleich verbessern wir Abläufe, Verfügbarkeit und Servicequalität. Gerade in einem herausfordernden Umfeld entscheidet operative Exzellenz: Wer Projekte zuverlässig möglich macht, gewinnt Vertrauen. Genau daran arbeiten wir jeden Tag – mit dem Anspruch, dass HORNBACH für Kundinnen und Kunden die erste Adresse bleibt, wenn es um Renovieren, Bauen und Garten geht.

HORNBACH Baumarkt steigert Umsatz und gewinnt weiter Marktanteile

Die Nettoumsätze des größten operativen Teilkonzerns HORNBACH Baumarkt AG wuchsen um 4,0% auf 6.081,7 Mio. Euro (2024/25: 5.847,0 Mio. Euro), wozu vor allem eine höhere Kundenfrequenz (+3,0%) beitrug. Flächen- und währungsbereinigt stieg der Umsatz des Teilkonzerns um 2,4%. Die Flächenproduktivität der HORNBACH Baumärkte war mit 2.903 Euro Umsatz pro Quadratmeter (2024/25: 2.849 Euro) weiterhin deutlich höher als bei den direkten Wettbewerbern. In Deutschland wuchs der Nettoumsatz der HORNBACH Baumarkt AG um 2,3% auf 2.848,6 Mio. Euro (2024/25: 2.783,8 Mio. Euro), während der Nettoumsatz in den anderen europäischen Landesgesellschaften um 5,5% auf 3.233,1 Mio. Euro stieg (2024/25: 3.063,2 Mio. Euro). Insgesamt lag der Auslandsanteil am Konzernumsatz damit bei 53,2% (2024/25: 52,4%).

Das Online-Geschäft (inklusive Click & Collect) trug im Geschäftsjahr 2025/26 einen Anteil am Gesamtumsatz des Teilkonzerns HORNBACH Baumarkt von 12,7% bei (2024/25: 12,3%). Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Online-Umsatz im Geschäftsjahr 2025/26 um 7,1% auf 771,4 Mio. Euro (2024/25: 720,3 Mio. Euro).

Im Kalenderjahr 2025 steigerte HORNBACH Baumarkt seine Marktanteile (GfK) erfolgreich auf 15,7% in Deutschland (2024: 15,2%), auf 29,4% in den Niederlanden (2024: 28,1%), auf 17,6% in Österreich (2024: 17,3%), auf 15,0% in der Schweiz (2024: 14,3%) und auf 38,8% in Tschechien (2024: 37,7%).

Zum 28. Februar 2026 betrieb HORNBACH Baumarkt insgesamt 173 Bau- und Gartenmärkte, drei Fachmärkte für Bodenbeläge sowie Onlineshops in neun europäischen Ländern. Im Geschäftsjahr 2025/26 wurden vier neue Bau- und Gartenmärkte eröffnet: Duisburg, Deutschland (26. März 2025), Bukarest-Colentina, Rumänien (3. September 2025), Eisenstadt, Österreich (5. September 2025) und Timișoara, Rumänien (1. Oktober 2025). Ein Bau- und Gartenmarkt in Mainz-Kastel (Deutschland), der im Juli 2025 geschlossen wurde, eröffnete am 1. November 2025 neu als Fachmarkt für Bodenbeläge, geführt unter der Marke BODENHAUS.

HORNBACH Baustoff Union von schwacher Entwicklung im Bausektor beeinträchtigt

Die HORNBACH Baustoff Union trug mit einem Nettoumsatz von 352,4 Mio. Euro (2024/25: 357,1 Mio. Euro) im Geschäftsjahr 2025/26 einen Anteil von rund 5% zum Konzernumsatz bei. Die Nachfrage nach Baustoffen war weiterhin beeinträchtigt von der schwachen Entwicklung im deutschen Bausektor. Im Geschäftsjahr 2025/26 betrieb die HORNBACH Baustoff Union 39 Baustoffhandels-Niederlassungen, davon 37 Standorte im Südwesten Deutschlands und zwei Standorte im grenznahen Frankreich. Zum 1. März 2026 übernahm die HORNBACH Baustoff Union einen weiteren Standort in Sankt Wendel (Saarland, Deutschland).

Bereinigtes EBIT liegt nahezu auf Vorjahresniveau

Mit 264,7 Mio. Euro (-1,8%) lag das bereinigte EBIT der HORNBACH Gruppe im Geschäftsjahr 2025/26 nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (2024/25: 269,5 Mio. Euro). Damit ergibt sich eine bereinigte EBIT-Marge von 4,1% (2024/25: 4,3%).

Wie erwartet, war die Ergebnisentwicklung beeinträchtigt durch gestiegene Personalkosten (+4,5%), die sowohl auf Gehaltssteigerungen als auch auf die Erhöhung der Mitarbeiterzahl durch Expansion zurückzuführen waren. Hinzu kamen höhere Betriebs- und Sachkosten, vor allem für Instandhaltung und IT-Infrastruktur.

Die Handelsspanne blieb erwartungsgemäß mit 35,0% stabil (2024/25: 34,9%). Das resultierende Rohertragswachstum (+4,1%) konnte die höheren Kosten sowie das aufgrund von Sondereffekten im Vorjahr rückläufige sonstige Ergebnis nahezu kompensieren.

Prognose-Nomenklatur:
* Umsatz: „Auf dem Niveau des Berichtsjahres“ = -2% bis +2% | „Leicht“ = +/-2% bis +/-6% | „Deutlich“ = >+/-6%.
** Adjusted EBIT: „Auf dem Niveau des Berichtsjahres“ = -5% bis +5% | „Leicht“ = +/-5% bis +/-12% | „Deutlich“ =>+/-12%.

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