Handel: Kundenerwartungen erhöhen Digitalisierungsdruck

Auf dem Deutschen Handelskongress in Berlin machte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth die Veränderungen durch die Digitalisierung für den Einzelhandel deutlich: "Der Handel muss die Kunden auf allen Kanälen abholen – offline und online."

Auf dem Deutschen Handelskongress in Berlin machte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth die Veränderungen durch die Digitalisierung für den Einzelhandel deutlich: „Der Handel muss die Kunden auf allen Kanälen abholen – offline und online. Das ist für viele Unternehmen gerade im Mittelstand eine große Herausforderung. Gleichzeitig bietet die Digitalisierung aber auch die Chance auf neue Kunden und neue Serviceangebote.“ Der Kunde erwarte einen einheitlichen Auftritt, egal ob im Internet oder in der Innenstadt.

Der Blick auf die aktuelle Situation fällt dabei gemischt aus: „Manche Mittelständler haben die Entwicklung erkannt und früh investiert, manches Großunternehmen hat den Trend verschlafen und holt jetzt unter erheblichen finanziellen Anstrengungen auf, wieder andere haben viel Geld in den Sand gesetzt und keinen nennenswerten Ertrag erwirtschaftet“, so Genth weiter. Der Investitionsbedarf im Handel sei weiter riesengroß. Damit sich die stationären Unternehmen aber er-folgreich digitalisieren könnten, müssten auch die politischen Rahmenbedingungen stimmen und entsprechende Freiräume bleiben. „Die Debatte um den Ladenschluss ist in Zeiten des 24 Stunden an sieben Tagen die Woche geöffneten Online-Handels anachronistisch. Hier brauchen wir eine Liberalisierung“, so Genth. Außerdem müssten die Händler bei den Hinzurechnungen bei der Ge-werbesteuer entlastet werden. (PdH)

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