GaLaBau: Neue Broschüre zu Pflanzenschäden

Woran krankt die Pflanze? Diese Frage können Garten- und Landschaftsbauer vor Ort oft nicht souverän beantworten.

Schnelle Hilfe für den GalaBau: In die Broschüre zur Erkennung von Pflanzenschäden ist das geballte Wissen von Reinhard Cordts eingeflossen, Leiter des Außenbetriebs der Baumschule E. Sander und Gartenbau-Ingenieur. Bild: Baumschule E. Sander.

Jetzt bekommen sie Hilfe bei der Schnell-Diagnose durch den neuen Leitfaden der Baumschule E. Sander, entstanden in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Die Profi-Broschüre erlaubt es auch Gärtnern mit wenig Erfahrung im Bereich Pflanzenschutz, eine fundierte Aussage zum Schadbild und dessen Ursachen zu treffen und so ihren Kunden sofort weiterzuhelfen.

„Wir als Baumschulisten kennen uns mit Pflanzenthemen bestens aus und möchten den GaLaBau gerne unterstützen“, erklärt Geschäftsführer Jens Sander die Intension hinter der Broschüre. Was brauchen bestimmte Pflanzen, wie gedeihen sie richtig und für welche Krankheiten und Schädigungen sind sie anfällig? – solche Fragen werden in der Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau nicht so intensiv behandelt wie in anderen gärtnerischen Fachrichtungen. Dennoch sollten Landschaftsgärtner nach Meinung vieler Kunden alle Fragen rund ums Grün beantworten können.

So reifte die Idee, für Landschaftsgärtner ein Werkzeug zur Schnell-Diagnose zu entwickeln. Mit einem hoch gesteckten Ziel. „Wir wollen unseren Kunden eine übersichtliche Broschüre an die Hand geben, mit der sie zum gleichen Ergebnis kommen können, wie mit einem Lehrbuch“, sagt Sander. Ein dickes Buch hat der Gärtner in der Regel nicht auf der Baustelle dabei. Die Hochglanz-Broschüre passt hingegen in die Hosentasche und übersteht auch Wind und Wetter. Und sie erlaubt es dem Gärtner, beim Kunden kompetent aufzutreten und an Ort und Stelle einen Grund zu benennen, warum ein Gehölz oder eine Staude sich nicht richtig entwickelt und woran sie kranken.

Die Tabelle ist selbsterklärend. Während auf der linken Seite von oben nach unten die Pflanzenschäden aufgelistet sind, stehen von links nach rechts die möglichen Schadursachen. Hat der Baum oder Strauch braune Blätter, sind Teile abgestorben oder ist die Pflanze sogar tot, leben unerwünschte Schädlinge darauf oder hat ein Pilz überhand genommen? In der entsprechenden Spalte lässt sich dann anhand der Farbcodierung nach der Ursache suchen. Unterschiedliche Farben machen deutlich, ob die jeweilige Ursache in Frage kommt und ob sie „höchst wahrscheinlich“, „möglich“ oder „weniger wahrscheinlich“ ist. So ist es zum Beispiel höchst wahrscheinlich, dass ein toter, brauner Blattrand von Trockenheit, Streusalz oder Überdüngung herrührt, möglicherweise auch durch Nährstoffmangel oder zu viel Sonneneinstrahlung verursacht wurde. Ein erklärender Text führt die Angaben weiter aus.

In die Tabelle ist das geballte Wissen von Reinhard Cordts eingeflossen, Leiter des Außenbetriebs bei E. Sander und Gartenbau-Ingenieur. Er hat in monatelanger Arbeit seine langjährige Erfahrung beim Erkennen sowie der Ursachenforschung von Pflanzenschäden auf Broschüren-Format verdichtet. Als unabhängigen, kompetenten Partner holte sich die Baumschule E. Sander die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, vertreten durch Dipl.-Ing. Antje Frers, mit ins Boot. „Frau Frers als Pflanzenschutzbeauftragte hat unsere Inhalte noch einmal kontrolliert, damit sie der aktuellen Fach- und Lehrmeinung entsprechen“, erklärt Sander.

Die praxistaugliche Broschüre gibt es im PDF-Format zum Herunterladen auf der Internetseite der Baumschule unter www.e-sander.de . Dort finden sich auch weitere hilfreiche Broschüren, unter anderem „Pflanzung und Pflege auf der Baustelle“, Ein Ratgeber für das richtige Handling von Gehölzen, sowie der „Bienengehölz-Katalog“ mit Planungshilfe für ein Blütenangebot von Frühjahr bis Herbst. Auf Wunsch kann der Leitfaden auch als robuste Hochglanz-Broschüre für die Baustelle über den Postversand bestellt werden.

Wissensdienstleister und Problemlöser

Service wird dort großgeschrieben: Der Familienbetrieb E. Sander ist längst nicht mehr nur klassische Handelsbaumschule, sondern hat sich als „Wissensdienstleister rund um die Pflanze“ am Markt positioniert. Mittlerweile produziert das seit mehr als 100 Jahren bestehende Unternehmen in Tornesch, nordwestlich von Hamburg gelegen, nicht mehr nur hochwertige Gehölze, sondern vermarktet das gesamte Outdoor-Pflanzensortiment. „Wir definieren uns selbst als Problemlöser“, sagt Geschäftsführer Jens Sander. Gemeinsam mit ihren Kunden können Landschaftsgärtner nach dem Prinzip „Aussuchen – Bezahlen – Mitnehmen“ in Selbstbedienung auf einem rund zwei Hektar großen Abholmarktgelände einkaufen. Unterstützt werden Gärtner nicht nur durch Verkaufsberatung, sondern auch durch Seminare, Infotage, Hausmessen, Spezialkataloge sowie Test- und Forschungspflanzungen für Problemstandorte. (GMH/Sander)

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