FAKT.AG: Stellt Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens

Die FAKT.AG, bekannter Immobilienentwickler aus Essen, hat beim zuständigen Amtsgericht in Essen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Die FAKT.AG hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Mit dem Beschluss vom 10. November hat das Gericht das vorläufige Verfahren angeordnet und den sanierungserfahrenen Rechtsanwalt Dr. Gregor Bräuer, Partner der bundesweit agierenden Sozietät hww, zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Dr. Bräuer ist vor Ort und hat mit seinem Team damit begonnen, sich einen Überblick über das Unternehmen und dessen wirtschaftliche Ausgangslage zu verschaffen. Dafür hat er Gespräche mit allen wesentlichen Beteiligten aufgenommen. „Wir werden jetzt alle uns zur Verfügung stehenden Optionen überprüfen, um den regional bedeutenden Immobilienentwickler zu sanieren", sagt Restrukturierungsexperte Bräuer. Sein Ziel ist es, die bestmögliche Lösung für die gesamte Unternehmensgruppe, die 45 Beschäftigten sowie die Gläubiger zu finden.

Dabei wird er eng mit dem Vorstand der FAKT.AG und deren bereits im Unternehmen tätigen Sanierungsteam um Rechtsanwalt Sven Degenhardt von der Aderhold Unternehmensberatung GmbH, Rechtsanwalt Oliver Ruhe-Schweigel von ks rechtsanwälte + notare aus Essen sowie dem Immobilienteam der Kanzlei Aurantia Rechtsanwaltsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft mbH aus Oberhausen zusammenarbeiten.

„Wir haben unmittelbar nach der Beschlussfassung des Gerichts vor Ort mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter gesprochen, geben diesem derzeit einen umfassenden Überblick über die sehr komplexe Situation und arbeiten mit aller Kraft an einer Stabilisierung des Unternehmens. Trotz der aktuell kritischen Lage ist es unser Ziel, gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter, dem Sanierungsteam und der Belegschaft, unser Unternehmen zu erhalten, eine Liquidation zu vermeiden und auf Basis unserer bislang erfolgreich angestoßenen Sanierung schnellstmöglich eine Fortführungslösung für die FAKT.AG und die FAKT-Gruppe zu finden", teilt der Vorstand der FAKT.AG mit.

Die Beschäftigten des Unternehmens, die auf einer Belegschaftsversammlung über das weitere Vorgehen informiert wurden, erhalten für die Monate November 2022 bis Januar 2023 Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit. Eine entsprechende Vorfinanzierung wird kurzfristig in die Wege geleitet. Lohn- und Gehaltsrückstände bestehen nicht. (FAKT.AG)

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