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Expo 2023 Doha: AIPH-Pavillon zeigt intelligente Pflanzenauswahl
Die von der International Association of Horticultural Producers (AIPH) in Zusammenarbeit mit der Worshipful Company of Gardeners (WCoG) und dem Sponsor der Expo 2023 Doha Qatar organisierten AIPH Green City Briefings 2022/23 sind eine Reihe einstündiger Webinare, die sich auf Städte auf der ganzen Welt konzentrieren, die bedeutende Fortschritte bei der Einbeziehung von Pflanzen und Natur in die Form und Funktion ihrer Stadt vorweisen können.
Tim Briercliffe, Generalsekretär der AIPH, leitete die Sitzung und wurde von Sam Lemheney unterstützt, einem Veranstaltungsproduzenten, der an der Pflanzenauswahl für den AIPH-Pavillon auf der Expo 2023 Doha beteiligt war. Der Pavillon zeigt, wie Pflanzen einen Raum verändern können, und ermutigt die Besucher, ihre eigenen pflanzengefüllten Lebens- und Arbeitsräume zu schaffen.
Katar hat ein heißes Wüstenklima, das für den Gartenbau eine Herausforderung darstellen kann, aber es gibt viele Arten, die gut an diese Umgebung angepasst sind. Sam kommentiert: "Wir haben uns auf Pflanzen konzentriert, von denen wir wussten, dass sie hitzetolerant sind und in dieser Umgebung überleben können. Sie passen zur Landschaft von Katar". Diese Pflanzen wurden von lokalen Gärtnereien bezogen.
"Der Pavillon besteht aus Holz, daher haben wir Pflanzen verwendet, um die Umgebung weicher und ästhetischer zu gestalten. Viele Pflanzen wurden wegen ihrer Farbe, ihrer natürlichen Form und ihrer Trockenheitstoleranz ausgewählt, wie z. B. Jatropha."
Andere Pflanzen sind in tropischen Klimazonen beheimatet und nicht in einer trockenen Umgebung, was zeigt, wie intelligent gestaltete Strukturen die Bedürfnisse von Pflanzen und Menschen erfüllen können. Sam fügte hinzu: "Wir konnten diese tropischen Pflanzen einbeziehen, weil sie die Hitze mögen, solange wir ein lokales Mikroklima geschaffen haben, das zu ihnen passt und den Raum zum Leben erweckt."
Städtische Umgebungen stellen für Pflanzen eine ganz eigene Herausforderung dar. Wie verschiedene Pflanzen in solchen städtischen Landschaften koexistieren, war Gegenstand der Forschung von Dr. Mingyu Jiang. Als Dozentin für Landwirtschaft, Gartenbau und Ingenieurwissenschaften an der SRUC hat Mingyu die langfristigen Auswirkungen der Gestaltung von städtischen Wiesen untersucht.
Mingyu Jiang erklärt: "Ein Kernproblem, das sowohl in der Praxis als auch in ökologischen Studien festgestellt wurde, ist die Dominanz von Gras." Bei der Planung städtischer Wiesen werden oft bunte Wildblumen eingesetzt. Nach ein paar Jahren verschwinden diese Wildblumen jedoch, da das Gras die Landschaft erobert. "Entwürfe für Wildblumenwiesen werden oft abgelehnt, weil die Leute glauben, dass sie langfristig nicht zu pflegen sind.
Diese Probleme veranlassten Mingyu Jiang zu seinem Forschungsprojekt, in dem er die Koexistenz verschiedener Arten von Wildblumen und Gräsern verglich. In seiner Studie fand er heraus, welche Wildblumenarten besser in der Lage sind, mit dominanten Gräsern zu konkurrieren, z. B. Achillea millefolium und Echinops sphaerocephalus, und wie das Design genutzt werden kann, um eine solide Grundlage für ein Produkt zu schaffen, das sich im Laufe der Zeit natürlich verändert.
Das Briefing endete mit einer Diskussion, in der die Referenten weitere Erkenntnisse über künftige Trends im Bereich Design und Pflanzenpräferenzen vermittelten.

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