Deutsche Meisterschaft der Landschaftsgärtner: Titel geht nach Sachsen

Sachsen hat Grund zu feiern: Zum vierten Mal in den vergangenen sechs Jahren geht der Titel "Deutsche Meister" der Landschaftsgärtner in das Bundesland. Marc-Aurel Spalek (21) und Lennard Weitzmann (20) entschieden am 11. September 2025 den bundesweiten Berufswettkampf für sich. Mit Abstand ließen die beiden das Team aus Baden-Württemberg auf Platz zwei und die Drittplatzierten aus Nordrhein-Westfalen hinter sich.

Sieger des Bundeswettbewerbes der Landschaftsgärtner 2025. Marc-Aurel Spalek (li) und Lennard Weitzmann. Bild: Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Sachsen e. V.

„Zuviel zu den anderen Gewerken sehen und sich womöglich vom Baufortschritt der anderen Teams verunsichern lassen, das wollten wir von Anfang an verhindern. Unsere Devise war es, fokussiert zu bleiben und vor allem fertig zu werden“, so Lennard Weitzmann. Marc-Aurel Spalek fügt hinzu, „dass wir jeden Punkt mitnehmen, besonders auf die hochwertige Bauausführung achten und die Zeit im Blick behalten wollten.“ Ihre Vorsätze haben sich ausgezahlt. Mit dem deutschen Meistertitel in der Tasche dürfen sich die beiden nun auf die internationale Berufsweltmeisterschaft 2026 in Shanghai vorbereiten.

Ausgetragen wurde der zweitägige Bundeswettbewerb erstmals im Britzer Garten in Berlin. Als lebendiger Stadtpark mit faszinierender Pflanzenvielfalt bot er den idealen Rahmen für den publikumswirksamen Wettbewerb, der vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau sowie dem bundesweiten Ausbildungsförderungswerk (AuGaLa) ausgetragen wurde.

Die ersten Gratulanten, die allen Teams für ihr ausserordentliches Engagement in der Ausbildung dankten, waren Berlins Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Christian Gaebler (SPD), und Thomas Banzhaf, Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), Bad Honnef. Von sächsischer Seite freuten sich mit den beiden vor Ort: Burkhard Wiener und Peter Thiele als Vertreter des Ausbildungsbetriebes Wirth & Wiener GmbH aus Chemnitz, sowie der fast vollständige Mitarbeiterpool des Unternehmens; die Präsidiumsmitglieder des sächsischen Galabauverbandes sowie dessen Geschäftsführung und Familienangehörige und Freunde des sächsischen Teams.

Zum Bundesausscheid zugelassen waren Teams, die bereits zuvor im Wettbewerb ihres jeweiligen Bundeslandes gesiegt hatten. In Berlin trat nun jedoch die bundesweite Konkurrenz an. Der Bundesentscheid fordert heute weit mehr als handwerkliche Fertigkeiten. Er verlangt nachhaltiges, interdisziplinäres Denken, millimetergenaue Umsetzung, Teamfähigkeit, Stressresistenz sowie ein hervorragendes Zeitmanagement.

In nur 14 Arbeitsstunden stand für die 24 teilnehmenden Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner die Gestaltung einer Mustergartenfläche auf 4 x 4 Meter nach Plan an. Der zu Grunde liegende Gestaltungsplan enthielt beispielsweise Pflanzarbeiten, den Bau einer Natursteinmauer, einer Klinkerpflasterfläche sowie zweier Holzmöbel. Darüber hinaus mussten praktische Übungen und theoretisches Verständnis perfekt zusammengebracht werden. Gefragt waren Maßgenauigkeit auch Materialkenntnis und Präzision. Dies alles setzten von allen teilnehmenden Teams die beiden sächsischen jungen Auszubildenden am besten um.

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