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Charta "Zukunft Stadt und Grün": Große Bühne auf der NordBau
Mit einem ca. 300qm großen Stand verschaffte der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Schleswig-Holstein e. V. (FGL) der Charta „Zukunft Stadt und Grün“ eine beeindruckende Plattform auf Norddeutschlands größter Baumesse. Das Ziel: die Inhalte und Anliegen der Charta zu transportieren und die Bedeutung natürlichen Grüns im öffentlichen Raum zu stärken.
Schleswig-Holstein: Das Land zwischen den Meeren ist nicht nur blau, sondern auch grün. Grüner als so manch anderes Bundesland. Aber: „Auch in Schleswig-Holstein ist noch viel Luft nach oben, wenn es darum geht, das Grün in urbanen Räumen besser zu pflegen und nutzbar zu machen“, sagt Achim Meierewert, Geschäftsführer des FGL. Ein großer Schritt in die richtige Richtung, da ist man sich beim Fachverband sicher, ist die Charta „Zukunft Stadt und Grün“, in der sich ein branchenübergreifendes Bündnis aus Verbänden, Stiftungen und Unternehmen für mehr Lebensqualität durch mehr öffentliches Grün einsetzt.
Die positiven Effekte urbanen Grüns und vielfältige Lösungsbeiträge von Stadtgrün zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung werden von den Verfassern der Charta anhand von acht Wirkungs- und Handlungsfeldern veranschaulicht, an die konkrete Forderungen an die Verantwortlichen auf Bundes- und Regionalebene geknüpft sind. Erreichen möchten die Unterzeichner der Charta folgendes: Eine Neuausrichtung der Städtebauförderung, die Anerkennung urbaner Grünflächen als Grundanliegen der Daseinsvorsorge und Baukultur sowie eine stärkere Zusammenarbeit der an der Entwicklung urbaner Lebensräume Beteiligten.
Messebesucher sehen grün!
„Die NordBau als größte Baumesse in Norddeutschland war für uns das ideale Forum, um die Charta ´Zukunft Stadt und Grün` in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Denn hier sind die Auftraggeber und Entscheider aller an der Stadtentwicklung beteiligten Disziplinen versammelt“, begründet Achim Meierewert die Entscheidung, den verbandseigenen Messestand in diesem Jahr unter das Motto der Charta zu stellen und so einen aktiven Beitrag zur Verbreitung des 28 Seiten umfassenden Papieres zu leisten. Ein Beitrag, der so gelungen wie wirkungsvoll war: Wer in der Zeit vom 10. bis zum 14. September die Messehalle 8 auf der NordBau in Neumünster betrat, sah sofort grün: etliche Bäume sowie große und kleine Sträucher der Baumschule Sievers aus Horst dienten auf dem 20 Meter langen Stand des FGL und seiner Partner als Blickfang und lotsten viele Besucher direkt zu den vier Themenflächen, die sieben der in der Charta definierten Handlungsfelder repräsentierten. Ein vom DDV zur Verfügung gestelltes Haus mit Dachbegrünung zum Beispiel stand unter anderem für die Förderung der Gesundheit, die Abmilderung der Folgen des Klimawandels und die Schaffung gesetzlicher und fiskaler Anreize. Denn Dachbegrünungen begünstigen das Klima in immer stärker zugebauten Städten, schonen Ressourcen und entlasten die Kanalisation, indem sie Regenwasser speichern. Hierdurch können Hausbesitzer außerdem Versickerungsgebühren sparen.
Weitere Bestandteile der Ausstellungsfläche waren ein Wasserbecken der Firma re-natur, ein Radlader mit einer Spatenmaschine für Baumballierung der Baumschule Jens Schmidt und ein Straßenbaum mit Drahtballen und einer ausreichend dimensionierten Baumgrube inkl. passendem Baumsubstrat des Unternehmens Compo expert. Für optische Auflockerung sorgten von der Firma iNova Green gestaltete Musterflächen mit unterschiedlichen Rasenmischungen und Einzelgräsern. „Mit all diesen Elementen haben wir diverse Botschaften der Charta aufgegriffen. Zum Beispiel den nachhaltigen Umgang mit Grün. Grün will nicht nur gepflanzt, sondern auch gepflegt und vitalisiert werden. Nur dann entfaltet es seine vollen ökologischen, sozialen und auch ökonomischen Möglichkeiten in Städten und Kommunen“, erläutert Achim Meierewert. Wer das Grün pflege und achte, erhöhe die Lebensqualität und spare außerdem Geld. Denn es sei günstiger, in die Pflege zu investieren, statt alle paar Jahre vernachlässigte Rasenflächen und abgestorbene Bäume und Stauden auszutauschen. „ Wir appellieren außerdem dafür, Bäume nicht zu fällen, sondern zu versetzen, wenn sie neuen Bauvorhaben im Weg sind. Wie gut dies funktioniert, haben wir auf der NordBau mit der Spatenmaschine gezeigt“, so Meierewert.
Beachtet und besprochen: Die Charta auf der NordBau
Der viel beachtete Messestand des FGL zog während der fünf Messetage immer wieder wichtige Entscheidungsträger und Gremien der Stadtentwicklung an. Reimer Meier, Ehrenpräsident des FGL, überreichte dem Staatssekretär des schleswig-holsteinischen Innenministeriums, Bernd Küpperbusch, am Stand offiziell die Charta „Zukunft Stadt und Grün“. Weitere Gäste waren unter anderem der Bauausschuss der Stadt Neumünster, dem Ausrichtungsort der NordBau, und der Rotary Club Neumünster. Ebenfalls gut besucht war die vom FGL und dem BDLA S.-H. organisierte Fachtagung „Die grüne Stadt – Urbanes Grün in der Stadtentwicklung“ am 10. September auf der Messe. Im Einklang mit dem Messeauftritt des FGL und seiner Partner widmete sich auch die Tagung mit vielseitigen Fachvorträgen den Inhalten und Anliegen der Charta „Zukunft Stadt und Grün“.

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