Bremen: Freisprechungsfeier 2024

Am 18. Juni 2024 fand in der Bremer Botanika die feierliche Freisprechungsfeier für 30 frischgebackenen Gärtnerinnen und Gärtner statt. Diese besondere Veranstaltung wurde vom Verband Garten, Landschafts- und Sportplatzbau Niedersachsen-Bremen e.V. (VGL Niedersachsen-Bremen) in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer (LWK) organisiert sowie unterstützt vom Wirtschaftsverband Gartenbau Norddeutschland e. V. (WVG Nord).

Freisprechungsfeier der Gärtnerinnen und Gärtner 2024 in der Bremer Botanika: Die Absolventinnen und Absolventen feiern gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Verbandes GaLaBau Niedersachsen-Bremen, der LWK Niedersachsen, des WVG Nord sowie mit Angehörigen und Freunden. Foto: Verband GaLaBau Niedersachsen-Bremen / Maria Wokurka.

Der VGL Niedersachsen-Bremen e. V. wurde durch Martin Schmidt, den Regionalgruppenvorsitzenden für die Region, sowie Lynn Schlichting, Referentin für Nachwuchswerbung und Gärtnerische Fachgebiete, vertreten. Seitens der LWK waren Torsten Plagemann, Ausbildungsberater für Bremen und Bremerhaven, sowie Dorothee Peiper, Ausbildungsberaterin für den Beruf Gärtner/Gärtnerin in Niedersachsen, vertreten. Außerdem dabei: Anja Allnoch, Ansprechpartnerin für Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit, Bildung und Nachwuchswerbung beim WVG Nord e. V.
Alle gemeinsam überreichten die Vertreterinnen und Vertreter die Zeugnisse sowie Glückwünsche an die Absolventinnen und Absolventen.

„Ein echt geiler Job mit riesigem Potential“

Martin Schmidt spricht auch nach 30 Jahren im Beruf von einem „echt geilen" Job und bezieht sich hier auf alle Fachrichtungen des Berufes Gärtner/Gärtnerin. "Mit diesem Beruf kann man auf der ganzen Welt arbeiten und hat zudem alle Möglichkeiten: rausgehen und im Dreck arbeiten, im Büro arbeiten, ihr könnt später studieren, ihr könnt euren Meister machen etc. Es gibt kaum Grenzen", so Martin Schmidt. Der gelernte Meister glaubt, dass die neuen Fachkräfte aufgrund des großen Potentials, das die grünen Gärtner-Berufe mit sich bringen, wahrscheinlich nie arbeitslos werden. "Damit lehne ich mich vielleicht etwas weit aus dem Fenster", lacht Schmidt "aber vorstellen kann ich es mir auch wirklich nicht!“

Die diesjährige Absolventengruppe besteht aus 19 Gärtnerinnen und Gärtnern in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, 7 Werkern im Gartenbau (ebenfalls in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau) sowie 4 Gärtnerinnen und Gärtner aus anderen Fachrichtungen.

Die besten Prüfungsleistungen

Jens Breier von der Stiftung Bremer Rhododendronpark (Ausbilder Steffen Wenker) sowie Siri Svea Rohwer vom GaLaBau-Betrieb Baumrausch in Bremen (Ausbilder Frank Christoffers), erhielten Ehrungen für ihre Bestleistungen als Auszubildende in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau.
Herzliche Glückwünsche für besondere Leistungen gingen auch an Julian Austen als bester Werker sowie an Jan-Hendrik Nascke, Sarah Marie Radtke und Jesse-Leon Kruse für ihre Bestleistungen als Gärtner und Gärtnerinnen aus anderen Fachrichtungen.

Insgesamt nahmen rund 100 Gäste an der Freisprechungsfeier teil, darunter die freigesprochenen Fachkräfte mit Angehörigen und Freunden sowie Vertreter und Vertreterinnen des VGL Niedersachsen-Bremen e. V., der LWK und des WVG Nord.

Beruf Gärtner/in – Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau

Die korrekte Berufsbezeichnung lautet „Gärtner/in, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau“. Insgesamt gibt es in dem Beruf sieben Ausbildungs­richtungen. Im niedersächsischen Landes­durch­schnitt stellen die Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner rund 80% der gärtnerischen Auszubildenden.
Bei der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau ist ein kleines land­schafts­gärtnerisches Gesamtwerk zu erstellen. Dabei werden Höhen eingemessen, Pflasterungen mit Natur- und Betonsteinen ausgeführt, eine fachmännische Baumpflanzung vorgenommen sowie Beet- und Rasenflächen angelegt. Im mündlichen Prüfungsteil müssen die angehenden Fachkräfte ihre Kompetenzen rund um Pflanzen, Werkstoffe, Arbeitsabläufe und betriebliche Zusammenhänge beweisen.

Berufsaussichten

Die Landschaftsbauunternehmen freuen sich über die neuen Kolleginnen und Kollegen, denn Fachkräfte sind gesucht. Somit erwarten die jungen Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner gute Zukunftsaussichten. Auch für diejenigen, die sich nach einigen Jahren Berufspraxis für eine Weiterbildung zum Meister oder Techniker entscheiden, bieten sich ausgezeichnete Jobchancen. Ein an die Berufsausbildung anschließendes Studium, z. B. Ingenieurwesen im Landschaftsbau, eröffnet ebenfalls viele Perspektiven und gute Beschäftigungsaussichten, z. B. als Führungskraft in der Bauleitung.

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