Bayern: Kartoffelernte deutlich unter Vorjahresniveau

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik sind im Jahr 2022 erhebliche Ertragseinbußen bei vielen Fruchtarten zu erwarten.

Kartoffelerntemenge sinkt um gut ein Fünftel zum Vorjahr. Bild: GABOT.

Beim Kartoffelanbau ist Bayern nach Niedersachsen das zweitwichtigste Anbauland in Deutschland. 2022 haben Bayerns Landwirte den Schätzungen zufolge 1,3 Mio.Tonnen Kartoffeln gerodet. Das sind 22,1% weniger als im Vorjahr und 25,2% weniger als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2021. Der Hektarertrag liegt mit 329,4 dt/ha um 22,8% unter dem Vorjahreswert. Gegenüber dem Mittelwert der Jahre 2016 bis 2021 fällt der Rückgang mit 23,2% ähnlich aus. Rechnerisch kann jede im Freistaat lebende Person mit rund 99 kg heimischer Kartoffeln versorgt werden.

Obsternte: Apfelernte bei 31.600 Tonnen, Birnenernte bei 4.100 Tonnen

Der Verzehr von Obst ist unverzichtbar für eine gesunde Ernährung. Nach den Schätzungen der Ernteberichterstatter im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung (EBE) Baumobst liegt der Hektarertrag bei Äpfeln dieses Jahr bei 237,9 dt/ha und bei Birnen bei 150,7 dt/ha. Bei den Äpfeln bedeutet das einen Ertragsrückgang um 3,4% zum Vorjahr und um 15,6% zum Mittelwert der Jahre 2016 bis 2021. Noch deutlicher ist das Minus beim voraussichtlichen Birnenertrag: 21,3% gegenüber dem Vorjahr und 23,6% gegenüber dem mehrjährigen Mittel.

Die Apfelernte wird sich demnach voraussichtlich auf etwa 31.600 Tonnen belaufen. Bei Birnen wird eine Ernte von etwa 4.100 Tonnen erwartet. Somit entfallen rein rechnerisch auf die bayerische Bevölkerung pro Kopf rund 2,4 kg Äpfel und 311 g Birnen aus heimischem Anbau.

Die endgültigen Ergebnisse zur bayerischen Ernte 2022 werden im Februar 2023 vorliegen. (Bayerischen Landesamts für Statistik)

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