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Baumschulen: Tarifabschluss in Schleswig-Holstein/Hamburg
Am gestrigen Montagabend wurde in einmaliger Sitzung nach intensiven Verhandlungen wieder ein neuer Tarifabschluss mit dem Sozialpartner IG BAU erzielt. Das berichtet der Landesverband Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. Mit dem maßvollen Tarifabschluss 2010 wurden die Tarifpartner unter dem Vorsitz von Herrn Hajo Steinmeyer auf Arbeitgeberseite und Frau Dr. Heidi Schroth auf Arbeitnehmerseite ihrer sozialpolitischen Verantwortung gerecht. Die Einigung erstreckt sich auf den Lohntarifvertrag in folgenden Punkten:
• 3-stufige Erhöhung des Lohnes jährlich um jeweils 1, 3% ab 1. 7. 2010 bei einer Laufzeit von 36 Monaten vom 1.7.2010 bis 30.06.2013.
• Überproportionale 3-stufige Erhöhung des Ecklohns jeweils zum 1. 7. auf 11,25 EUR, 11,50 EUR und 11,75 EUR.
• Auskopplung der Saisonarbeitskräfte in einen separaten Lohntarifvertrag. Unverändertes Lohnniveau von 7,05 EUR bei einer Laufzeit bis 31.12.2011.
• Überproportionale Erhöhung der LGr. 4 (Ungelernte Arbeitnehmer/-innen) einmalig um +0,30 EUR zzgl. der tariflichen Erhöhungen.
• Erhöhung der Auszubildendenvergütung ab 01.09.2010: 1. Ausbildungsjahr 485 EUR (bisher 475), 2. Ausbildungsjahr 560 EUR (bisher 550) sowie 3. Ausbildungsjahr 610 EUR (bisher 600). Hinzu kommt ein leistungsabhängiger Bonus von 40 EUR bei Nachweis überdurchschnittlicher schulischer Leistungen (Zeugnis der Berufsschule mit Notendurchschnitt besser als 2,5).
• Lohngruppe 4 wird zu Lohngruppe 5: Die LGr. 5 neu: „Ungelernte Arbeiter/-innen mit bis zu 1-jähriger Tätigkeit in Baumschulbetrieben.“
• Ersatz des Begriffes „Gehilfe“ durch den Begriff „Gärtner/-in“.
• Die Sozialpartner setzen sich gemeinsam ein für die Schaffung eines Ausbildungsförderungswerkes für den deutschen Produktionsgartenbau.
Steinmeyer zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden: „Wir sind in Verantwortung für die Mitarbeiter an die Grenze des Machbaren gegangen. Dafür haben unsere Betriebe drei Jahre Planungssicherheit. Dies ist in Anbetracht des unsicheren weiteren Verlaufs der Finanzkrise sowie der Arbeitnehmerfreizügigkeit ab 2011 sicherlich ein gutes Ergebnis. Zudem ist es gelungen, einige innovative Elemente wie den Azubi-Bonus zu berücksichtigen.“ (bdbsh)

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