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Aktionsplan Pflanzenschutz im Obst- und Gemüsebau: Arbeitsgruppe tagte
Am 19. Februar 2015 tagte auf Einladung des BMEL die Arbeitsgruppe Aktionsplan „Pflanzenschutz im Obst- und Gemüsebau“ im Rahmen des Nationalen Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. Der Aktionsplan Obst und Gemüse wurde gemeinsam vom Bundesausschuss Obst und Gemüse, dem DBV, dem ZVG, dem JKI und den Pflanzenschutzdiensten der Länder 2014 erarbeitet. Der Aktionsplan formuliert Strategien zur Bekämpfung wichtiger Schadorganismen und benennt kurzfristige und langfristige Lösungsansätze. In einer ersten Zwischenbilanz ist festzuhalten, dass die Bekämpfung des Feuerbrands und der Kirschessigfliege 2015 eine besondere Herausforderung sein werden. Einige Notfallzulassungen seitens des BVL wurden bereits erteilt, weitere sind noch erforderlich. Darüber hinaus kommt beim Feuerbrand der Risikominimierung durch Anlagensanierungen und einer verbesserten Abschätzung des Infektionspotentials eine große Bedeutung zu. Bei der Kirschessigfliege ist neben der Bekämpfung eine verstärkte Forschung zum Verhalten und zur Biologie des neuen Schädlings erforderlich sowie die Prüfung der Verfügbarkeit und Eignung von weiteren Insektiziden. Hier hat das Verbundvorhaben Lückenindikationen Vorschläge aus einer weltweiten Recherche von Bekämpfungsstrategien gegenüber dem BVL, dem JKI, dem BfR und den BMEL zur Prüfung erarbeitet. Neben diesen Schädlingen geht es im Obstbau im Aktionsplan vorrangig um die Wanzen sowie die Schild- und Blutläuse. Im Gemüsebau werden für Weiße Fliegen und die Kohlmottenschildlaus verbesserte Bekämpfungen möglich sein, schwieriger bleiben u.a. die Bekämpfung des Rapsglanzkäfers an Kohlarten und Thripse an Porree und Bundzwiebeln sowie die Bekämpfung von bestimmten Problemunkräutern wie Kreuzkrautarten und das einjährige Rispengras. Insgesamt ist der Aktionsplan eine gute und wichtige Grundlage zur Entwicklung von kurz- und langfristigen Bekämpfungsstrategien, die sowohl die Wirtschaft und die Verbände, die Zulassungsbehörden und die Pflanzenschutzdienste der Länder gemeinsam fordert. (Quelle: bog)

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