AIPH: Die Zukunft des Gartenbaus in einer digitalen Welt

Beim zweiten AIPH World Ornamental Horticulture Summit, der am 28. September stattfand, wurde die Zukunft des Gartenbaus in einer digitalen Welt thematisiert.

Domingo Iudice veranschaulichte anhand von Beispielen aus seiner eigenen Karriere den immensen Nutzen des Einsatzes digitaler Tools, um potenzielle Kunden zu erreichen. Bild: AIPH.

Die Zukunft des Gartenbaus in einer digitalen Welt war das Thema des zweiten AIPH World Ornamental Horticulture Summit, der am 28. September auf der Expo Floriade 2022 in Almere, Niederlande, stattfand.

"'Digital' ist eine Lebenseinstellung", sagte Keynote-Speaker Domingo Iudice. "Man muss sich schnell anpassen und alle verfügbaren Möglichkeiten nutzen. Das ist schmerzhaft, aber es funktioniert."Domingo Iudice gründete 2012 die digitale Marketingagentur Brainpull mit Sitz in Italien. Heute hat das Unternehmen 80 Mitarbeiter in Apulien, Mailand und den USA. In seinem Vortrag veranschaulichte er anhand von Beispielen aus seiner eigenen Karriere den immensen Nutzen des Einsatzes digitaler Tools, um potenzielle Kunden zu erreichen.

"Digitale Plattformen verändern sich schnell, aber sie bieten immer große Chancen. Sie sind die größten Treffpunkte der Welt und beeinflussen die Kaufentscheidungen der Kunden. Digitale Tools ermöglichen es Unternehmen, Feedback zu erhalten, Prozesse zu steuern und mit Menschen in Kontakt zu treten."

Domingo betonte, dass bei der üblichen B2B2C-Struktur die Hersteller keine Beziehung zu ihren Endverbrauchern haben. Mit Hilfe digitaler Tools können die Hersteller eine Beziehung zum Verbraucher aufbauen, Feedback einholen und bessere Entscheidungen für die Zukunft treffen.

Die Teilnehmer hörten auch von Justin Hancock, Senior Brand Marketing Manager bei Costa Farms. Er erklärte, wie und warum Costa Farms digitale Tools einsetzt. "Der heutige Verbraucher nutzt vielleicht keine digitalen Tools, aber der Verbraucher von morgen schon", sagte er. "Wir müssen sie ansprechen.

"Immer mehr Verbraucher verbringen immer mehr Zeit in den sozialen Medien. Man will die Verbraucher nicht dazu bringen, zu einem zu kommen, sondern man muss dorthin gehen, wo sie sind. Über soziale Medien können Sie auch eine Beziehung zu Ihren Kunden aufbauen.

Justin wies auch auf den Wert der Datenerfassung aus Online-Quellen hin. Dabei kann es sich um das direkte Feedback eines Verbrauchers handeln, aber eine ebenso wertvolle Datenquelle sind die sozialen Medien. Über digitale Plattformen können Hersteller herausfinden, was gerade angesagt ist und wie die Menschen mit Produkten umgehen, was den Unternehmen einen Einblick in die Bedürfnisse ihrer Kunden verschafft.

Einem Bericht von Shopify aus dem Jahr 2022 zufolge vertrauen 61% der Verbraucher den Empfehlungen von Influencern. Ein solcher Influencer ist Darryl Cheng, Gründer des House Plant Journal und Autor des Buches "The New Plant Parent". Darryl präsentierte eine andere Perspektive auf die Kommunikation mit Verbrauchern über soziale Medien. Er erläuterte seinen eigenen Ansatz zur Erstellung interessanter und ansprechender Inhalte. Durch wirkungsvolle Tipps und Tricks verhilft er seinen Followern zu mehr Erfolg mit ihren Zimmerpflanzen und baut so eine positive Beziehung zu dem Produzenten auf, der die Pflanze geliefert hat. Darryl stellt somit eine wertvolle Verbindung zwischen dem Erzeuger und dem Verbraucher her.

Die Teilnehmer hörten auch von Michael Perry, besser bekannt als Mr. Plant Geek. Mit seinem Hintergrund als Produktentwickler bei Thompson Morgan im Vereinigten Königreich, bevor er sich seiner Karriere als Gartenpersönlichkeit zuwandte, hat Michael Perry einen einzigartigen Blick auf die Branche, sowohl von innen als auch von außen. Er gab einen Einblick in die ständig wachsende Liste der Social-Media-Plattformen und wie jede von ihnen auf ihre eigene Art und Weise genutzt wird. Er bemerkte, dass nicht jede Plattform für jedes Unternehmen geeignet ist, und sagte: "Wählen Sie die Plattform, die für Sie richtig ist, und tun Sie es nicht, weil Sie sich dazu gezwungen fühlen."

Tim Briercliffe, Generalsekretär der AIPH, kommentierte das Gipfeltreffen mit den Worten: "Dieses Gipfeltreffen brachte Unternehmen und Organisationen aus der ganzen Welt zusammen, damit wir uns gemeinsam auf eine sich verändernde digitale Welt vorbereiten können. Es war klar, dass die Chancen riesig sind und dass es großartige Beispiele von Unternehmen gibt, die diese Chancen nutzen, aber es besteht auch die Gefahr, zurückzubleiben, und es war sehr wertvoll, einen Einblick zu bekommen, wie wir mit dem Verbraucher der Zukunft umgehen müssen." (AIPH)

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