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Spiess-Urania: Wachstumsregulator Fazor zugelassen
Die Spiess-Urania Chemicals GmbH hat jetzt mitgeteilt, dass der neue Wachstumsregulator Fazor, mit Schreiben des BVL vom 13.02.2012 bis zum 31.11.2013 zugelassen wurde.
Fazor enthält den Wirkstoff 600 g Maleinsäurehydrazid /kg (60 Gew.-%), als Kalium-Salz (804 g/kg) (80,4 Gew.-%) und ist als Wasserlösliches Granulat (SG) formuliert.
Fazor ist ein Spritzmittel zur Hemmung des vorzeitigen Austriebs von gelagerten Speisezwiebeln und Kartoffeln (ausgenommen Pflanzgut). Fazor wird vor der Ernte der Speisezwiebeln und der Kartoffeln auf dem Feld eingesetzt. Fazor reduziert beim Einsatz in Kartoffeln auch den Austrieb von Durchwuchskartoffeln in Nachbaukulturen. Der neue Hemmstoff wird von den Blättern aufgenommen und aktiv in die Zwiebeln bzw. Knollen der Pflanzen transportiert, wo es die Zellteilung und damit das Auskeimen hemmt.
Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsgebiete:
- Keimhemmung von Speisezwiebeln
- Keimhemmung von Kartoffeln (ausgenommen Pflanzgut)
- Verhinderung des Austriebs von Durchwuchskartoffeln in Nachbaukulturen (ausgenommen Pflanzkartoffeln).
Aufwandmenge und Anwendungszeit
Speisezwiebeln
Fazor wird mit 4,0 kg/ha in 500 ? 600 L Wasser/ha eingesetzt. Maximal eine Behandlung in dieser Anwendung und für die Kultur bzw. je Jahr. Die Anwendung von Fazor erfolgt zum Ende der Wachstumsperiode der Zwiebeln. Der optimale Einsatzzeitpunkt ist erreicht, wenn 20 ? 30 % der Schloten umgeknickt sind. Spätestens 3 Wochen vor der beabsichtigten Ernte sollte die Behandlung erfolgt sein. Es sollte nicht mehr behandelt werden, wenn mehr als 50 % der Schloten geknickt sind.
Kartoffeln (ausgenommen Pflanzgut)
Fazor wird mit 5,0 kg/ha in 350 - 500 L Wasser/ha eingesetzt. Maximal eine Behandlung in dieser Anwendung und für die Kultur bzw. je Jahr.
Die Anwendung von Fazor erfolgt zum Ende der Wachstumsperiode der Kartoffeln. Der optimale Einsatzzeitpunkt ist erreicht, wenn 80% der kleinsten Knollen größer als 25 mm sind; d.h. mindestens 3 bis 5 Wochen vor der beabsichtigten Ernte bzw. vor der Krautabtötung.
Für den optimalen Einsatzzeitpunkt von Fazor sind folgende Wachstumszeitpunkte zu beachten:
Blüte: Die Kartoffelblüte sollte abgeschlossen sein; die meisten Blüten sollten abgefallen sein.
Kraut: Die Kartoffelkrautgesundheit und die Knollengröße sind die wichtigsten Faktoren, die beim optimalen Einsatz von Fazor zu beachten sind. Einige der unteren Kartoffelblätter dürfen sich schon gelb färben aber der Großteil des Kartoffelkrautes muss noch vollständig grün sein und sich noch im Wachstum befinden, um eine ausreichende Assimilationsfläche zu gewährleisten, die Voraussetzung für die Verlagerung des Wirkstoffs in die Knollen ist. Zum Einsatzzeitpunkt sollte das Kartoffelkraut gesund sein; d.h. es sollte u.a. frei von Stress (insbesondere Trockenstress), Krankheiten (Krautfäule und Alternaria) oder Schädlingen sein.
Knollen: Es sollten vor dem Einsatz von Fazor Knollenproben gesammelt werden. Bei der Anwendung von Fazor sollten 80% der Knollen mindestens 25 mm groß sein, um vermarktungsfähige Ware zu erhalten. Nach der Behandlung stellen die Knollen das Wachstum (Zellteilung) ein. Die Zellstreckung (Größenwachstum der bereits gebildeten Zellen) wird nicht beeinträchtigt. Wird die Fazor-Behandlung zu früh durchgeführt kann der Knollenertrag geringer ausfallen.

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