Sorma: Effizienz und Nachhaltigkeit auf der Fruit Logistica 2022

Mit nachhaltigen Verpackungen, technologischen Upgrades und neuen Standorten beendet die Sorma Group eine weitere Edition der Fruit Logistica mit etlichen Neuheiten.

Sorma wartete auf der Messe mit etlichen Neuheiten auf. Bild: Sorma.

Die Sorma Group nahm vom 5. bis 7. April in Berlin erfolgreich an der Fruit Logistica, der Leitmesse der internationalen Obst- und Gemüsebranche, teil. Das Unternehmen überraschte an seinem Stand Kunden, Messebesucher und Journalisten mit etlichen Neuheiten: beginnend beim Packaging mit neuen nachhaltigen Produkten, darunter der bahnbrechende Sormapaper Vertbag, der gemeinsam mit zwei neuen Formaten die kunststofffreie Sormapaper Serie bereichert, über die Maschinen, wo die neue Wiegemaschine WD4-S großes Interesse bei den Kunden hervorrief, bis hin zur Eröffnung von drei konzerneigenen Standorten, davon einer in den USA und zwei in Italien. „Wir bei Sorma arbeiten ständig an der Entwicklung neuer Produkte und Lösungen, um unser Angebot immer umfassender zu gestalten“, erklärt Mario Mercadini, Marketing Manager der Sorma Group. „Alle unsere Entscheidungen sind auf ein ausgewogenes Gleichgewicht von Effizienz und Nachhaltigkeit ausgelegt.“

Die neueste Version der unvergänglichen Vertbag-Verpackung kommt nun kunststofffrei daher. Der Standbodenbeutel, der dem Produkt eine gute Sichtbarkeit und einen guten Luftaustausch ermöglicht, hat die Präsentation von Obst- und Gemüseerzeugnissen revolutioniert. Der neue Sormapaper Vertbag vereint die Vorzüge des Originalmodells - große Druckfläche, geringes Gewicht, Resistenz und Atmungsaktivität - mit Herstellungsmaterialien aus erneuerbaren Quellen und der Möglichkeit, die gesamte Verpackung zu entsorgen. Der Sormapaper Vertbag besteht aus einem Schlauchnetz aus Zellulose und einem breiten bedruckbaren Papierband. Er wird mit Heißschmelz-Druckfarben auf Wasserbasis ohne Einsatz von Lösemitteln bedruckt. Zudem ist er FSC-zertifiziert und besitzt damit das Siegel für verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung.

Die neue Papierverpackung ist mit der Verpackungsmaschine CBR-170 von Sorma kompatibel, an der die klassischen Vertbags hergestellt werden, und in zwei Versionen mit unterschiedlicher Bandbreite verfügbar: der breitere Papervertbag für bis zu 2 kg Füllinhat und der schmalere Sormapack, der für 500 g empfohlen wird.

Zwei weitere neue Modelle der Serie Sormapaper, die vollständig recycelbare Verpackungslösungen aus Papier für die Obst- und Gemüsebranche mit 100-prozentiger FSC-Zertifizierung umfasst, bereichern das kunststofffreie Angebot der Sorma Group. Die Rede ist von den Zellulosenetzen mit Etikett aus FSC-Papier und den Netzkörben aus Papier, die mit einem Zellulosenetz verschlossen sind und über ein Etikett aus FSC-Papier verfügen. Die Packmittel der Serie sind sämtlich mit den Verpackungsmaschinen von Sorma und denen anderer Hersteller kompatibel. Sie sind in verschiedenen Formaten verfügbar und sollen den unterschiedlichen Anforderungen der Verpacker gerecht werden. Sie eignen sich für alle Obst- und Gemüseerzeugnisse. Das größte Modell hat eine Füllkapazität von bis zu 2 kg.

„Für uns geht es nicht nur darum, umweltfreundliche Verpackungen herzustellen, sondern auch konkrete und praktische Lösungen zu bieten“, führt Mercadini weiter aus. „Das heißt, der Verbraucher soll sie problemlos entsorgen können, sie sollen für verschiedene Produkttypologien geeignet sein, an den Maschinen des Verpackers verarbeitet werden können und die erforderliche Robustheit und Standzeit haben, um die Verschwendung von Lebensmitteln zu unterbinden.“

Zur positiven Messebilanz trägt auch die Wiegemaschine WD4-S bei, die auf der Berliner Messe nach dem Debüt auf der Macfrut 2021 vorgestellt wurde. Die Maschine kam sehr erfolgreich bei den Branchenvertretern an, die ihre ausgezeichneten Leistungsmerkmale schätzten. Bereits in den Folgemonaten auf das Marktdebüt verbuchte sie ganze 45 verkaufte Einheiten.

Die WD4-S ist mehr als kompakt - sie kann in jedem Lager aufgestellt werden - und effizient - sie kann bis zu vier Verpackungsmaschinen beschicken. Sie ist nämlich bereits heute auf die Anforderungen des Konzepts Industrie 4.0 ausgelegt. Der hohe technologische Standard ermöglicht selbst bei erhöhten Taktzahlen oder veränderlicher Stückgröße höchste Präzision beim Verwiegen von Obst, insbesondere von Zitrusfrüchten, Kiwis und Avocados. Die Maschine, die bis zu 70 Packungen pro Minute wiegen kann, bietet sowohl bei großen wie kleinen Produkten (von 40 mm bis 110 mm) dank einem selbstadaptiven System zur Kalibererkennung gleichbleibend hohe Leistungen.

Ein zusätzliches Lichtschrankensystem zeigt zudem an, wenn die Frucht aus einer der 108 Einzelaufnahmen herausfällt, was zu einem Stillstand der Maschine führt, um eventuelle Schäden an den Wellen und Wägezellen zu vermeiden und somit die Sicherheit der Verarbeitung zu erhöhen. Für empfindliche Ware verfügt die Software über ein besonders schonend ausgelegtes Spezialverarbeitungsprogramm. Wie bei den jüngst auf den Markt gebrachten Maschinen der Sorma Gruppe verfügt auch die WD4-S über einen Touchscreen für eine einfache, intuitive und benutzerfreundliche Bedienung.

„Der Markt verzeichnet in der Automation einen deutlichen Trendanstieg, was auf diverse Faktoren zurückzuführen ist“, so Mario Mercadini. „Die Personalkosten steigen und der Markt stellt immer höhere Anforderungen an die Präzision. Aber damit hat es noch nicht sein Bewenden. Auch die staatlichen Zuschüsse für Investitionen in die Automation nehmen zu. All dies begünstigt den Übergang der Unternehmen zu den Prinzipien von Industrie 4.0. Und wir bei Sorma glauben stark an die Bedeutung dieser Transition.“

Die Fortschritte bei Sorma betreffen jedoch nicht nur Errungenschaften im Bereich der Innovation, sondern auch erreichte Zielsetzungen der gesamten Gruppe, die weiterhin wächst und an ihren Standorten investiert. Sorma USA hat ein neues Lager in Kalifornien mit einer Größe von 10.000 m2 erworben, das zu einem Areal von 50.000 m2 gehört, wo heute 38 Vollzeitbeschäftigte arbeiten. Am Standort finden die vertikalisierten Druckprozesse für flexible Verpackungen unter Verwendung von Druckformmontagestationen, einer Flexodruckmaschine von KBA, zwei Kaschiermaschinen von Nordmeccanica und drei Schneidemaschinen statt. Vier Techniker unterstützen die Kunden mit Serviceleistungen, für die sie auf einen großen Bestand an Ersatzteilen und anwenderspezifischem Material für die Verpackungstechnik zurückgreifen können. Die Erweiterung der Konzernstandorte betrifft auch Italien mit den Standorten Corigliano Calabro in Kalabrien und Scordia in Sizilien. Der Standort in Kalabrien ist eine 1.000 m2 große Anlage, wo bedruckte Bandware, Netze und Ersatzteile für die Maschinen in großen Mengen gelagert werden können. Das Werk wird von einem effizienten Spezialistenteam gemanagt, das sich aus einem Vertriebsleiter, einem technischen Leiter und vier Technikern zusammensetzt. Die Anlage in Sizilien, die ebenfalls zu 100% im Besitz der Gruppe ist, nimmt eine Fläche von 14.500 m2 - davon 3.000 m2 überdacht - ein. Auch hier arbeitet ein kompetentes Team, bestehend aus drei Vertriebsmitarbeitern, zwei Lageristen, sieben Technikern und einem Lieferzuständigen.

„Die Covid-Pandemie hat die Marktflüsse auch in unserer Branche verändert, weshalb wir vor diversen Herausforderungen stehen“, führt Mario Mercadini abschließend aus. „Wir engagieren uns täglich dafür, dass Obst- und Gemüseprodukte auf jeden Tisch kommen. Deshalb haben wir unsere Arbeitsweise geändert. Wir haben die Lagerbestände erhöht und in die Entwicklung neuer Technologien, neuer Produkte und neuer Bereiche investiert, selbstverständlich stets mit einem Augenmerk auf Umweltfreundlichkeit.“ (Sorma)

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