Royal FloraHolland: 2025 war ein erfolgreiches Jahr

Royal FloraHolland schloss das Jahr 2025 mit einem positiven Ergebnis ab. Der Produktumsatz stieg auf 5,4 Mrd. Euro (2024: 5,3 Mrd. Euro). Dies ist der zweithöchste jemals verzeichnete Umsatz (2021: 5,6 Mrd. Euro).

Royal FloraHolland vermeldet ein erfolgreiches Jahr 2025: Der Warenumsatz stieg auf 5,4 Mrd. Euro. Bild: GABOT.

Das Ergebnis fiel höher aus aufgrund höherer durchschnittlicher Stückpreise sowohl bei Blumen (3%) als auch bei Pflanzen (1%), einer optimalen Dienstleistungserbringung und einer strikten Kostenkontrolle. Diese höheren Preise glichen den Rückgang der verkauften Blumen- und Pflanzenmengen (-2%) mehr als aus. Der Gewinn vor Steuern beläuft sich auf 19 Mio. Euro; nach Steuern auf 12 Mio. Euro. 

David van Mechelen, seit dem 1. Juli 2025 CEO ad interim: „2025 war ein erfolgreiches und dynamisches Jahr für unsere digitale und logistische Plattform. Es war ein herausforderndes Jahr, nicht zuletzt, weil unser CEO, Pieter Bootsma, plötzlich nicht mehr weitermachen konnte. Gemeinsam – Mitarbeiter, Mitglieder, Kunden und andere Partner von Royal FloraHolland – haben wir die Ärmel hochgekrempelt und entschlossen weitergemacht, und das verdient große Anerkennung. Mit unserer überarbeiteten Strategie 2030 haben wir gezielte Schritte zur Umsetzung unternommen, massiv in die Nachhaltigkeit unserer Gebäude und Anlagen investiert und Floriday als führende digitale Plattform für den Gartenbausektor mit neuen Dienstleistungen weiter ausgebaut. Gleichzeitig haben wir Kosten gesenkt, wo immer dies möglich war, und eine Umstrukturierung durchgeführt, die uns agiler macht.“

„So stieg beispielsweise der Anteil der käufergesteuerten Pflanzentransaktionen in Floriday auf 75%. Wir haben Floriday Daytrade für den Tageshandel eingeführt, was offenbar einem Bedarf entspricht, und die Zuverlässigkeit unserer Blumen- und Pflanzenlieferkette verbessert, neben dem Ausbau der Kommissionierung und der Einführung neuer nachhaltiger Verpackungsmaterialien.“ 

Zukunftssicherer Marktplatz 

Anton Sandler, seit Januar 2026 amtierender CFO, betont: „Royal FloraHolland strebt danach, eine finanziell gesunde Genossenschaft zu sein, die sich auf langfristige, nachhaltige Wertschöpfung konzentriert. 2025 war ein starkes Geschäftsjahr, in dem das Betriebsergebnis und das Nettoergebnis deutlich über denen von 2024 lagen. Dies war vor allem einem straffen Budget und konkreten Maßnahmen zur Kosteneffizienz zu verdanken.“ 

Der Gesamtumsatz von Royal FloraHolland stieg 2025 um 8 Mio. Euro auf 493 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis belief sich auf 19 Mio. Euro, verglichen mit 11 Mio. Euro im Vorjahr. Der ausgewiesene Gewinn nach Steuern liegt bei 12 Mio. Euro, 7 Mio. Euro mehr als 2024. 

Sandler erklärt: „Im Jahr 2025 führte 'Fit for Future' zu einer effektiveren und effizienteren Organisation mit einem Abbau von indirektem Personal. Trotz der tariflichen Lohnerhöhung von 4% sanken die Lohnkosten um 9 Mio. Euro. Obwohl der Frühling kalt war, sanken die Energiekosten um 2 Mio. Euro, was auf niedrigere Einkaufspreise, Energiesparmaßnahmen und einen bewussteren Energieverbrauch zurückzuführen ist. Unser Transportunternehmen Floriway verzeichnete eine Ergebnisverbesserung von drei Millionen Euro, was jedoch noch nicht ausreichte, sodass der Verlust 0,9 Mio. Euro betrug. Bessere Prozesse werden es uns ermöglichen, effizienter zu arbeiten. Daran werden wir weiter arbeiten.“ 

Auch in diesem Jahr wurde der CSRD-Bericht in den Jahresbericht aufgenommen; wir legen großen Wert auf eine CSRD-konforme Berichterstattung gemäß den geltenden Gesetzen und Vorschriften. 

Nachhaltigkeit 

Die öffentliche Debatte über Nachhaltigkeit und den Zierpflanzensektor intensiviert sich. Nachhaltigkeit ist ein fester Bestandteil der Geschäftstätigkeit der Genossenschaft sowie der einzelnen Mitglieder und Erzeuger. In den letzten Jahren wurden viele hervorragende und wichtige Ergebnisse erzielt; daran müsse und wolle man anknüpfen. Auch die Mitglieder und die Branche unternehmen bedeutende Schritte, wie zum Beispiel die Reduzierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln, Wasser, Verpackungsmaterialien und Energie. 

Van Mechelen betont die Bedeutung von Transparenz: „Die Zertifizierung unserer Mitglieder und Nichtmitglieder gemäß den Anforderungen der Floriculture Sustainability Initiative (FSI) gewährleistet Transparenz hinsichtlich der Nachhaltigkeit in der Produktion. Diese Transparenz bildet die Grundlage für weitere Verbesserungen im Bereich Nachhaltigkeit und ermöglicht es uns, den Ruf unserer Genossenschaft und unserer Branche auf der Grundlage von Fakten zu schützen. Unser Ziel ist es, dass 100% der Umsätze mit gehandelten Produkten FSI-zertifiziert sind; Ende 2025 lag der Stand bei 78%. Dies soll durch zusätzliche Hilfe und Unterstützung für die Erzeuger sowie durch zusätzliche Abgaben und Rückstandsuntersuchungen für diejenigen erreicht werden, die die Anforderungen noch nicht erfüllen. Wir nutzen die Zusammenarbeit innerhalb der Branche, um das 100-Prozent-Ziel zu erreichen.“ 

Royal FloraHolland hat selbst mit dem Bau der größten Wärmepumpe der Niederlande am Standort in Aalsmeer begonnen. Die Wärmepumpe wird mit der Wärmerückgewinnung aus Kühlhausanlagen und der Wärmeversorgung durch ein nahegelegenes Rechenzentrum kombiniert. Dies ist ein großes, innovatives Projekt, das in wenigen Jahren das ehemals größte Handelsgebäude der Welt ohne Gas beheizt haben soll. 

Zuversicht 

Van Mechelen blickt in die Zukunft: „Wir verfügen über eine professionelle Organisation und Belegschaft, und dank unserer digitalen und logistischen Plattform sind wir gut aufgestellt, um zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. Trotz des schwierigen Starts in dieses Jahr und der aktuellen weltweiten Turbulenzen gehen wir auf der Grundlage der derzeitigen Erkenntnisse davon aus, dass wir auch 2026 schwarze Zahlen schreiben werden. Dennoch wird es ein herausforderndes Jahr, und wir müssen weiterhin sehr genau auf Kosten, Effizienz und Produktivität achten, damit wir wettbewerbsfähig bleiben.“ 

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