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Ladenschlussreform: Keine unsozialen Arbeitszeiten
„“Die Neuregelung des Ladenschlussgesetzes führt nicht zu unsozialen Arbeitszeiten.“ Das sind die Worte des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundeswirtschafts- und Arbeitsministerium, Gerd Andres. Er greift eine Tatsache auf, die der HDE den Arbeitnehmervertretern vorhält, die eine Lockerung des Ladenschlusses mit unsozialen Arbeitszeiten gleichsetzen“.
Dies erklärte in Berlin der Geschäftsführer des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Heribert Jöris, anlässlich der Anhörung zur Neuregelung des Ladenschlussgesetzes im Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Arbeit. Im Vergleich zu Branchen mit Nacht- und Spätschichten wie beispielsweise der chemischen und der Automobilindustrie, der Krankenpflege und Dienstleistungsbereichen, seien die Arbeitszeiten im Einzelhandel beispielhaft attraktiv. Gerade die hohe Frauenquote bei den Beschäftigten des Einzelhandels belege, dass die Arbeitszeiten frauen- und familienfreundlich seien.
Jöris: „Offensichtlich haben die ver.di-Funktionäre jedes Gespür dafür verloren, wie ein hochentwickelter Wirtschaftsstandort wie Deutschland funktioniert.“ Die gewerkschaftlichen Protestaktionen gegen erweiterte Ladenöffnungszeiten hätten gezeigt, dass ver.di blind jedwede Reformen für mehr unternehmerische Freiheit und Bürokratieabbau in Deutschland torpediere. Ein Blick ins Gesetz hätte genügt, um festzustellen, dass der Arbeitnehmerschutz durch das Arbeitszeitgesetz weitaus effektiver für die Mitarbeiter sei als das Ladenschlussgesetz, aber Arbeitnehmern und Unternehmen mehr Flexibilität einräume. „Offensichtlich ist also mit dem Gesetzgeber mehr zu erreichen als mit den Gewerkschaften in einem Bündnis für Arbeit“, folgerte der HDE-Geschäftsführer.
Gerade die ver.di-Demonstration am Sonntag in Berlin habe bewiesen, dass die Gewerkschaft nicht die Mehrheit der Bevölkerung repräsentiert. Während nach ver.di-Angaben etwa 20.000 aus dem ganzen Bundesgebiet herbeigekarrte Gewerkschaftsmitglieder mit Trillerpfeifen und Transparenten gegen verlängerte Ladenschlusszeiten demonstriert hätten, hätten gleichzeitig annähernd eine Million Verbraucher am verkaufsoffenen Sonntag in Berlin mit Portemonnaies und Einkaufstaschen deutlich gemacht, dass sie eine Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten wollen. (PdH)

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