Kauf- und Pachtpreisspiegel: Für Schleswig-Holstein veröffentlicht

Erstmalig veröffentlicht das MELUND einen Kauf- und Pachtpreisspiegel mit den vom Statistikamt Nord (StANord) ausgewerteten Kauf- und Pachtpreisen der Jahre 2015/2016.

Das MELUND veröffentlicht erstmals einen Kauf- und Pachtpreisspiegel mit den vom Statistikamt Nord (StANord) ausgewerteten Kauf- und Pachtpreisen der Jahre 2015/2016. Dadurch soll eine größere Transparenz auf dem landwirtschaftlichen Bodenmarkt hergestellt werden. © Stefan Polte.

In Tabellen und auf Karten werden die Kauf- und Pachtpreise jeweils für Acker-, Dauergrünland (DGL) und gemischte landwirtschaftliche Flächen dargestellt. Die Auswertung erfolgte auf Grundlage von Daten, die beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) im Zusammenhang mit der Genehmigung von Grundstückskaufverträgen oder im Zusammenhang mit angezeigten Pachtverträgen erhoben wurden.

Transparenz auf dem landwirtschaftlichen Bodenmarkt

Mit dem Kauf- und Pachtpreisspiegel soll eine größere Transparenz auf dem landwirtschaftlichen Bodenmarkt hergestellt werden, da nicht nur Durchschnittskaufpreise für landwirtschaftliche Flächen allgemein, sondern differenziert nach Ackerland, DGL und sonstige landwirtschaftliche Flächen veröffentlicht werden. Entsprechendes gilt auch für die Veröffentlichung der Pachtpreise. Diese nach statistischen Grundregeln ausgewerteten Daten sollen sowohl eine wichtige Orientierungsgröße für Käufer/Verkäufer und Pächter/Verpächter sein als auch allen anderen Akteuren auf dem landwirtschaftlichen Bodenmarkt Hilfestellung geben. Generelle Aussagen, um wieviel Prozent der Kauf- oder Pachtpreis in einer Region für Ackerland oder DGL gestiegen ist, können nicht gemacht werden, da die vom LLUR erhobenen Daten erstmalig durch das Statistikamt Nord ausgewertet wurden. Ausgewertete Vergleichsdaten für die Vergangenheit liegen nicht vor.

Kaufpreise für Schleswig-Holstein

Der durchschnittliche Kaufpreismittelwert für Schleswig-Holstein betrug für Ackerflächen 34.671 Euro pro ha und für DGL 16.674 Euro pro ha. Durchschnittswerte sind jedoch nur bedingt aussagekräftig, da die Preise regional sehr unterschiedlich sind, wie die jetzt veröffentlichten Preisspiegel demonstrieren. So wurde in Nordoldenburg/Fehmarn mit 74.426 Euro pro ha der höchste Kaufpreismittelwert bezahlt, während der Mittelwert für Ackerland in der Südmecklenburgischen Niederung „nur“ 19.651 Euro betrug. Ähnlich große Preisunterschiede lassen sich für DGL feststellen, hierfür musste in Nordfriesland ein Mittelwert von 21.308 Euro pro ha bezahlt werden, während ein Hektar DGL in Dithmarschen mit „nur“ 14.572 Euro zu erwerben war.

Hohe regionale Spreizung bei Pachtpreisen

Die Pachtpreise weisen eine ähnlich hohe regionale Spreizung auf: Der durchschnittliche Pachtpreismittelwert für Schleswig-Holstein betrug für Ackerflächen 557 Euro pro ha, im Kreis Schleswig-Flensburg mussten im Mittel 645 Euro pro Hektar für die Pachtfläche bezahlt werden. Spitzenwerte für die Pacht von DGL-Flächen mussten in den Kreisen Nordfriesland (411 Euro pro ha) und Schleswig-Flensburg (402 Euro pro ha) aufgewendet werden, während DGL-Flächen im Westmecklenburgischen Hügelland im Mittelwert schon für 163 Euro pro ha zu pachten waren. (Schleswig-Holstein) 

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