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Kartoffeln: Verarbeitungsindustrie mit Sorgen
Tiefgekühlte Kartoffelprodukte von Ernteausfällen 2006 stark betroffen.Die Kartoffelernte wird in diesem Jahr deutlich niedriger ausfallen im Vergleich zum Vorjahr. Nach einer ersten Schätzung des Bonner Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz liegt die Erntemenge bei 9,83 Mio. Tonnen (GABOT berichtete). Damit fällt die Bruttoerntemenge um zirka 17% im Vergleich zum Vorjahr geringer aus und ist damit nicht bedarfsdeckend. 2004 wurden noch 13 Mio. Tonnen Kartoffeln geerntet. Dies waren zirka 25% mehr als in diesem Jahr.
Zusätzlich macht sich die Verarbeitungsindustrie große Sorgen über die Qualität der europäischen Kartoffelernte 2006. Die Gründe liegen in der Hitze im Juni und Juli sowie in der außergewöhnlich nassen Witterung im August des Jahres.
Die gesamte kartoffelverarbeitende Industrie blickt mit großer Sorge auf den deutlichen Mengenverlust sowie auf die gewaltigen Qualitätsprobleme der diesjährigen Ernte. Auch die Hersteller von tiefgekühlten Kartoffelprodukten – wie Pommes frites, Kartoffeltaschen, Rösties und Co. – sind von der aktuellen Lage betroffen.
Der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK) in Bonn schließt nicht aus, dass es bei den Herstellern von Kartoffelerzeugnissen bis Ende Juni 2007 zu ernsthaften Versorgungsschwierigkeiten kommen kann.
Aufgrund der klimatischen Extrembedingungen im Sommer 2006 zwischen Hitze und Regen muss davon ausgegangen werden, dass die Verbraucher mit deutlichen Preiserhöhungen im Handel bei tiefgekühlten Kartoffelprodukten rechnen müssen. (bogk)

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