HDE: Ja zum ermäßigten Mehrwertsteuersatz

„Der Handel begrüßt die Aussagen aus den Reihen der Koalition, am ermäßigten Steuersatz für Lebensmittel festzuhalten.“

„Der Handel begrüßt die Aussagen aus den Reihen der Koalition, am ermäßigten Steuersatz für Lebensmittel festzuhalten.“ Das erklärte heute der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth. Die Reformbaustelle Mehrwertsteuer müsse zügig angepackt werden. Die Koalitionsvereinbarung sehe explizit eine Überprüfung des Katalogs für den ermäßigten Steuersatz vor. Dies sei aus Sicht des Einzelhandels auch dringend nötig. „Im Bereich Lebensmittel ist der Katalog in den letzten Jahren immer unübersichtlicher und unsystematischer geworden“, sagte Genth. So sei dem Verbraucher nur schwer zu vermitteln, wieso für Mineralwasser und Apfelsatz 19% Mehrwertsteuer fällig würden, für Trinkwasser aus der Leitung und Äpfel hingegen nur 7%. Das seien nur zwei von zahlreichen Beispielen im Bereich der Lebensmittel.

Zudem verursache die administrative Handhabung von zwei Steuersätzen erhebliche Kosten bei den Unternehmen. „Ziel der Reform muss sein, diese Ungereimtheiten zu beseitigen und einheitlich alle Lebensmittel dem ermäßigten Steuersatz unterwerfen“, betonte Genth. Jede Diskussion über eine weitere Einengung auf vermutete Grundnahrungsmittel führe hingegen ins Chaos. Genth weiter: „Der ermäßigte Steuersatz für alle Lebensmittel ermöglicht die Befriedigung der Grundbedürfnisse aller Bürger und eine einfache Handhabung der Umsatzsteuer in den Unternehmen, die diese ja nur anstelle des Staates einnehmen und weiterreichen“. (HDE)

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