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HDE: Fordert Modernisierung der Arbeitszeitregelungen
Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert die Gewerkschaftsseite dazu auf, in den aktuell festgefahrenen Tarifverhandlungen endlich auch über die Modernisierung der veralteten Arbeitszeitregelungen zu sprechen. "Unternehmen, Betriebsräte und Beschäftigte brauchen dringend mehr Handlungsspielraum bei den Arbeitszeitregelungen. Wir müssen den Betriebsparteien die Möglichkeit einräumen, Arbeitszeitkonten und teaminterne Absprachen bei der Arbeitszeitgestaltung zu nutzen. Das ist in anderen Branchen zum Wohl von Arbeitgebern und Arbeitnehmern längst gang und gäbe", so HDE-Geschäftsführer Heribert Jöris. Der HDE verweist auf zahlreiche Beispiele, bei denen Arbeitnehmer in betrieblichen Arbeitszeitkontenregelungen Zeitguthaben ansparen können, die sie dann für verlängerte Wochenenden oder kurzfristige private Termine verwenden können. Die konkreten Arbeitszeiten würden heute auch in vielen Unternehmen längst nicht mehr vom Arbeitgeber festgelegt, sondern die Beschäftigten verständigen sich in den einzelnen Teams untereinander und könnten dabei private Belange besser berücksichtigen.
Die tarifliche Regelung in fast allen Tarifgebieten des Einzelhandels, mit Ausnahme von Hamburg, Schleswig-Holstein sowie Niedersachsen, sieht im Gegensatz dazu derzeit nur eine einzige Lösung vor: Eine für beide Seiten verbindliche Vorausplanung der Arbeitszeiten für eine Zeitraum für von bis zu einem Jahr, die keine Abweichung zulässt. Jöris: "Bisher gab es aus den drei norddeutschen Tarifgebieten keine Forderungen, diese Arbeitszeitregelungen wieder abzuschaffen. Es ist nicht zu verstehen, warum sich ver.di gegen eine Übernahme in die anderen Tarifgebiete sperrt." Offensichtlich traue ver.di den Betriebsräten und Mitarbeitern nicht zu, gemeinsam auf betrieblicher Ebene die für sie jeweils beste Lösung zu wählen.
Generell sei der bisherige Verhandlungsstil von ver.di in den Tarifverhandlungen leider wenig konstruktiv. "Die Gewerkschaft will wie schon in den vergangenen Jahren die überfällige Reform auf spätere Verhandlungen vertagen", so Jöris. Ein ernsthafter Einigungs-Wille sei bei der Gewerkschaft nicht erkennbar: "Vor die Alternative gestellt, an einem Tag entweder zu streiken oder zu verhandeln, hat sich ver.di bisher immer für den Streik entschieden." (PdH)

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