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Grünflächenpflege im Winter: Der Rasen ruht nicht
Aufliegendes Laub und andere organische Ablagerungen tun dem Rasen nicht gut. Zwar schützen sie bedingt vor Witterungseinflüssen, doch es gibt eine Kehrseite: Werden die Blätter nicht entfernt, könnten sie eine Feuchtekammer bilden und schädlichen Pilzbefall hervorrufen. Kompakttraktoren mit kraftvollem Schwenkgebläse („Whisper Twister“) pusten die Flächen im Nu frei.
Unterhalb der Grasnarbe stockt es auf andere Art. Wurde die Flächen während des Jahres intensiv genutzt, können sich Verdichtungshorizonte gebildet haben. Die Verhärtungen beeinträchtigen die Luftzirkulation im Erdreich, die Aufnahme von Nährstoffen und den Abtransport des Regenwassers. Abhilfe schafft auch hier ein Anbaugerät, etwa die Tiefenlockerer von Wiedenmann: Sie durchlöchern oder schlitzen den Boden und verschaffen den Wurzeln wieder Luft. Das verbessert auch den Wasserablauf.
Falls der pH-Wert des Bodens im Herbst getestet und eine Kalkanwendung empfohlen wurde, ist der Winter eine gute Zeit dafür. Der Kalk dringt dann langsamer ins Erdreich ein und gleicht den pH-Wert sanft aus. Ein leichter Winterdünger unterstützt den Rasen, die karge Zeit besser zu überstehen und im Frühling schneller zu grünen.
Obacht bei Frost: Dann sollten die Rasenflächen nicht betreten werden, um die Pflanzenteile vor Bruchschäden zu bewahren. Ein Absperren ist sinnvoll. So lässt sich auch der Eintrag von Streusalz in die Grasnarbe reduzieren. Salz führt zu „Verbrennungen“ und kann nachhaltig schaden. Insbesondere der Flächensaum ist betroffen. Dass bei Minusgraden nicht bewässert wird, versteht sich von selbst. Falsch wäre indes, im Winter ganz auf die Wassergabe zu verzichten. Denn auch (trockene) Winter reduzieren die Bodenfeuchte und können Wurzeln absterben lassen. Gießen nach Bedarf ist somit ganzjährig angezeigt.
Der regelmäßige Kontrollblick auf die Grasnarbe ist also auch im Winter erforderlich. Die vergleichsweise wenigen Arbeiten dürften sich zu Saisonbeginn durch ein besseres Wuchsbild auszahlen und den Folgeaufwand reduzieren.

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