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Großbeeren: Großphytotron eröffnet
Nach dem Spatenstich für einen Forschungsneubau am Institut für Biomaterialforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) in Teltow hat die brandenburgische Forschungsministerin Sabine Kunst am 13. Juni eine Forschungsanlage in Großbeeren eingeweiht.
Anlässlich der Eröffnung des sogenannten „Großphytotrons“ am Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) in Großbeeren sagte Ministerin Kunst: „Der heutige Tag steht im Land Brandenburg ganz im Zeichen der agrar- und der gesundheitswissenschaftlichen Forschung. Ernährungssicherheit oder gesunde Lebensmittel in nachhaltiger Agrarproduktion sind Themen von globaler Relevanz, bei denen wir in Brandenburg ganz hervorragend aufgestellt sind. Zahlreiche Forscherinnen und Forscher beschäftigen sich im Land Brandenburg mit Fragen der globalen Zukunft. Für ihre Untersuchungen hier vor Ort ist diese einzigartige neue Anlage, das Großphytotron, ein außerordentlich hilfreiches und sinnvolles Forschungsgerät. Es ermöglicht ihnen, weltweit ganz weit vorn dabei zu sein und nationale und internationale Kooperationen zu intensivieren.“
Das Großphytotron dient der Erforschung von Auswirkungen der Witterung und des Klimas auf das Pflanzenwachstum. Es ist eine einzigartige Einrichtung, bestehend aus Gaswechselgewächshaus, Klimakammergebäude und Gefäßversuchsanlage. In den Pflanzenwuchsräumen können Spross- und Wurzelumgebung getrennt voneinander klimatisiert werden. Die Einstellung unterschiedlicher Konzentrationen verschiedener Gase in Spross- und Wurzelraum und die getrennte Erfassung des Gaswechsels der Pflanzen bzw. Mikroorganismen sind ein absolutes Alleinstellungsmerkmal des Großphytotrons am IGZ in Großbeeren. Die Kosten von rund 6,2 Mio. Euro werden mit rd. 4,6 Mio. Euro aus EFRE-Mitteln bezahlt. Den Rest teilen sich Bund und Land Brandenburg zu gleichen Teilen.
Das IGZ erarbeitet wissenschaftlichen Grundlagen für eine ökologisch sinnvolle und wirtschaftliche Erzeugung von Gartenbauprodukten, die durch eine kundenorientierte Qualität gekennzeichnet ist. Es untersucht Wachstum und Entwicklung von Pflanzen unter optimalen sowie ungünstigen Bedingungen und bewertet den Einfluss sich wandelnder Umweltbedingungen auf die gärtnerische Produktion. Damit dient das Institut der Umwelt, der Wettbewerbsfähigkeit des Gartenbaus und den Bedürfnissen der Verbraucher. Mit seiner Forschung leistet das IGZ Beiträge zum Erfolg gartenbaulicher Betriebe in Deutschland und in anderen Ländern, zur Entwicklung umweltgerechter Produktionsmethoden und gesunden Ernährung sowie zum Wohlbefinden der Bevölkerung. Das Institut arbeitet dabei eng mit Universitäten, Forschungseinrichtungen und Praxisbetrieben zusammen, auch über Deutschland und Europa hinaus.
Das IGZ Großbeeren arbeitet und forscht unter anderem mit Partnern aus Kenia, Tansania und Äthiopien aktuell in einem Projekt zusammen, das über die Förderinitiative „Globale Ernährungssicherung – GlobE“ über fünf Jahre mit insgesamt 7,5 Mio. Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. (bra)

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