Georg-Arends-Medaille: Dr. Tomas Tamberg ausgezeichnet

Für seine hervorragenden Leistungen bei der Züchtung und Kultur von Pflanzen verlieh der Zentralverband Gartenbau (ZVG) am 17. September die Georg-Arends-Medaille - als höchste Auszeichnung für diesen Bereich gärtnerischer Tätigkeit im deutschen Gartenbau - an Dr. Tomas Tamberg aus Berlin.

Für seine hervorragenden Leistungen bei der Züchtung und Kultur von Pflanzen verlieh der Zentralverband Gartenbau (ZVG) am 17. September die Georg-Arends-Medaille - als höchste Auszeichnung für diesen Bereich gärtnerischer Tätigkeit im deutschen Gartenbau - an Dr. Tomas Tamberg aus Berlin. Die Ehrung fand im Rahmen der internen ZVG-Mitgliederversammlung auf dem Deutschen Gartenbautag im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft in Berlin statt.

ZVG-Präsident Heinz Herker dankte Tamberg persönlich und im Namen der deutschen Gärtnerinnen und Gärtner für die jahrzehntelange, engagierte Arbeit im Bereich der Staudenzüchtung, für zahlreiche Innovationen und die Bereitschaft, das Wissen darüber sowie die Leidenschaft für die Pflanze an andere Menschen weiterzugeben.

Seit rund 30 Jahren beschäftigt sich Dr. Tomas Tamberg, gemeinsam mit Ehefrau Christina Tamberg, leidenschaftlich mit der Züchtung von Iris und Taglilien. Bei den Iris beispielsweise gab Tamberg seinen züchterischen Bemühungen eine innovative Richtung, indem er frühzeitig mit Versuchen zur Chromosomensatz-Verdopplung durch Colchicin-Behandlung begann, angeregt durch die Arbeit des Amerikaners Dr. Currier McEwen.

Tamberg konnte neue Kreuzungsrichtungen in der Iris-Züchtung anstoßen. Er entwickelte diese Züchtungsmethodik weiter und wendete sie innovativ an. Bei Hemerocallis und Iris gelangen ihm u.a. Interartkreuzungen, die dann tetraploid sind und besonders große Blüten tragen. Zudem sind die Neuzüchtungen beider Gattungen sehr Klima angepasst. Auszeichnungen, wie etwa in Großbritannien, beweisen den Erfolg seiner Arbeit. Auch angesehene Staudengärtnereien hierzulande schwören auf Sorten von Tamberg aufgrund der guter Pflanzen-Eigenschaften.

Außer der direkten praktischen züchterischen Arbeit bringt Dr. Tamberg sich auch in die Gärtnergemeinschaft ein und sucht den Erfahrungsaustausch. So ist er etwa Mitglied in der Gesellschaft deutscher Staudenfreunde und leitete hier lange die Regionalgruppe.

Außerdem ist der Experte in internationalen Gremien vertreten und trägt sein Wissen somit nach außen. Er ist aufgeschlossen neuen Denkanstößen gegenüber, die er in seine Arbeit für die deutsche Staudenzüchtung einfließen lässt. Sein Wissen behält Dr. Tamberg nicht für sich, sondern gibt es weiter, damit es Anwendung findet und auch weitere Entwicklungen angestoßen werden können. So ist er beispielsweise als Autor für den Ulmer Verlag tätig.

Dies alles hat den Bund deutscher Staudengärtner (BdS) bewogen, den Berliner Züchter für die Auszeichnung mit der Georg-Arends-Medaille vorzuschlagen. Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) und die Familie Arends sind diesem Vorschlag gerne gefolgt.

Die Georg-Arends-Medaille wird zum Andenken an den 1952 verstorbenen großen Züchter gärtnerischer Kulturpflanzen Georg Arends vom Zentralverband Gartenbau (ZVG) gestiftet. (ZVG)

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.